Atopic eczema in adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Atopisches Ekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung, die zu trockener, juckender und geröteter Haut führt. Sie wird auch Neurodermitis genannt und tritt oft in Schüben auf.
Wichtige Fakten
- Die Hautbarriere ist gestört, sodass Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
- Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die in Schüben verläuft.
- Die Behandlung zielt darauf ab, die Haut zu pflegen und Entzündungen zu lindern.
Ja, atopisches Ekzem ist eine häufige Hauterkrankung. In Deutschland sind etwa 2-5 % der Erwachsenen betroffen.
Es tritt meist erstmals im Kindesalter auf, kann aber auch im Erwachsenenalter neu beginnen oder aus der Kindheit fortbestehen.
Symptome
- Plötzliche schwerste Atemnot oder Schwellung im Gesicht/Hals (Hinweis auf allergischen Schock)
- Hohes Fieber mit ausgeprägter Hautrötung und Blasenbildung (Hinweis auf schwere Infektion)
- ⚠Großflächige, schmerzhafte Hautentzündung mit Eiter oder Fieber (Verdacht auf Hautinfektion)
- ⚠Plötzliche Verschlechterung mit vielen Bläschen oder Krusten
Häufige Symptome
- Trockene, empfindliche Haut
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Rötung und Entzündung der Haut
- Krustenbildung und nässende Stellen
- Verdickung der Haut an häufig gekratzten Stellen (Lichenifikation)
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern treten die Ekzeme oft im Gesicht, an den Armbeugen und Kniekehlen auf.
- Der Juckreiz kann sehr stark sein und den Schlaf stören.
- Hautinfektionen durch Aufkratzen sind häufiger.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen kann die Haut besonders trocken sein.
- Ekzeme treten oft an den Händen, am Kopf und im Genitalbereich auf.
- Durch die Altershaut ist die Anfälligkeit für Reizungen erhöht.
Ursachen
Hauptursachen
- Genetische Veranlagung: Die Hautbarriere ist von Natur aus schwächer.
- Störung des Immunsystems: Das Immunsystem reagiert überempfindlich auf bestimmte Reize.
- Umweltfaktoren: Trockene Luft, Allergene (z. B. Pollen, Hausstaubmilben), Reizstoffe (z. B. Seifen, Wolle).
Risikofaktoren
- Asthma oder Heuschnupfen in der Familie
- Selbst betroffene atopische Erkrankungen (Allergien, Asthma)
- Stress und psychische Belastung
- Kalte oder trockene Witterung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer Hautinfektion (Eiter, Fieber, starke Rötung, Schwellung)
- Wenn der Juckreiz unerträglich ist oder den Schlaf massiv stört
- Wenn sich die Hautveränderungen trotz Pflege verschlimmern
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederkehrendem oder langanhaltendem Hautausschlag ohne Besserung
- Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um ein atopisches Ekzem handelt
- Zur Beratung über geeignete Pflege- und Behandlungsmöglichkeiten
Diagnose
Die Diagnose wird meist durch eine gründliche Befragung (Anamnese) und eine Untersuchung der Haut gestellt. Der Arzt fragt nach Symptomen, Allergien und Familienvorgeschichte.
Mögliche Untersuchungen
- Hautuntersuchung: Betrachten der betroffenen Stellen
- Allergietests (Prick-Test oder Bluttest) bei Verdacht auf Allergien
- Hautbiopsie (nur selten nötig) zum Ausschluss anderer Hautkrankheiten
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei der Untersuchung wird Ihr Arzt die Haut ansehen, nach Kratzspuren, Rötungen und Feuchtigkeit suchen. Für Allergietests kann eine kleine Menge möglicher Allergene auf die Haut aufgetragen oder im Blut gemessen werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei, der Allergietest kann bei empfindlicher Haut ein leichtes Jucken verursachen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Hautbarriere zu stärken, Entzündungen zu lindern und den Juckreiz zu mindern. Sie besteht aus einer guten Hautpflege, dem Vermeiden von Auslösern und bei Bedarf einer ärztlichen Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln.
Selbsthilfe zu Hause
- Tägliches Eincremen mit rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Hautpflegeprodukten ohne Duftstoffe
- Haut sanft reinigen (lauwarmes Wasser, milde Waschlotionen)
- Juckreiz vermeiden: Nägel kurz halten, kühlende Umschläge, lockere Kleidung aus Baumwolle
- Stress reduzieren durch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation
Medizinische Behandlungen
Bei stärkeren Beschwerden kann der Arzt entzündungshemmende Cremes oder Salben verschreiben (wie Glukokortikoide oder Immunmodulatoren). Bei starkem Juckreiz können Antihistaminika helfen. Bei Infektionen werden Antibiotika oder Antimykotika eingesetzt. In schweren Fällen ist eine Lichttherapie (UV-B-Strahlung) oder eine systemische Behandlung (Tabletten oder Spritzen) möglich. Jede medikamentöse Behandlung sollte mit einem Arzt besprochen werden.
Leben mit der Erkrankung
Atopisches Ekzem erfordert eine konsequente tägliche Hautpflege. Wichtig ist, die Haut immer ausreichend einzucremen und Reizstoffe zu meiden. Achten Sie auf eine schonende Hautreinigung und vermeiden Sie langes, heißes Baden. Bei Juckreiz helfen Kühlung und Ablenkung.
Tipps für den Alltag
- Tragen Sie weiche, atmungsaktive Kleidung (Baumwolle, Seide), meiden Sie Wolle und synthetische Stoffe direkt auf der Haut.
- Verwenden Sie milde, parfümfreie Waschmittel für Ihre Kleidung.
- Lüften Sie regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen (besonders im Winter).
- Halten Sie Ihre Nägel kurz und feilen Sie sie, um Kratzverletzungen zu vermeiden.
Ernährung und Bewegung
Bei vielen Menschen sind bestimmte Lebensmittel keine Auslöser, aber bei Allergien oder Unverträglichkeiten kann eine Ernährungsberatung helfen. Bewegung ist gut, aber schwitzen Sie nicht zu stark – duschen Sie nach dem Sport lauwarm und cremen Sie sich ein. Vermeiden Sie Reibung durch Sportkleidung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ständiger Juckreiz und sichtbare Hautveränderungen können belastend sein und zu Schlafstörungen, Scham oder sozialem Rückzug führen. Suchen Sie sich Unterstützung, wenn Sie sich seelisch belastet fühlen. Psychologische Begleitung kann helfen, mit den Herausforderungen umzugehen.
Vorbeugung
Ein atopisches Ekzem lässt sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko für Schübe senken, indem Sie Ihre Haut täglich pflegen, bekannte Auslöser meiden und Stress reduzieren.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Hautveränderungen (Verdickung, Narbenbildung)
- Hautinfektionen (bakteriell oder viral, z. B. Herpes-simplex-Infektion)
- Psychische Belastung durch Juckreiz und äußeres Erscheinungsbild
Langzeitprognose
Die Prognose ist in der Regel gut. Bei guter Hautpflege und rechtzeitiger Behandlung können Sie die Erkrankung meist gut kontrollieren. Bei vielen Menschen wird das Ekzem mit zunehmendem Alter milder oder verschwindet ganz. Suchen Sie bei Bedarf ärztliche Unterstützung, um Ihren persönlichen Behandlungsplan zu optimieren.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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