CT pulmonary angiogram
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine CT-Angiografie der Lunge (CT-Pulmonalisangiografie) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung. Dabei werden die Blutgefäße in Ihrer Lunge mit Hilfe von Kontrastmittel sehr genau dargestellt. Das Kontrastmittel wird über eine Vene in Ihrem Arm gespritzt. Die Aufnahmen zeigen, ob sich ein Blutgerinnsel (eine Lungenembolie) in den Lungengefäßen befindet. Die Untersuchung dauert etwa 10 bis 15 Minuten und ist schmerzfrei.
Wichtige Fakten
- Die CT-Pulmonalisangiografie ist eine schnelle und zuverlässige Methode, um eine Lungenembolie zu erkennen oder auszuschließen.
- Sie erhalten vor der Untersuchung ein Kontrastmittel über die Vene. Selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen – das Team ist darauf vorbereitet.
- Die Strahlenbelastung ist gering und wird von Ihrem Arzt nur dann veranlasst, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt.
Diese Untersuchung wird häufig durchgeführt, vor allem wenn der Verdacht auf eine Lungenembolie besteht. Jedes Jahr werden in Deutschland viele tausend CT-Pulmonalisangiografien gemacht.
Die Untersuchung wird bei Erwachsenen durchgeführt, die plötzliche Kurzatmigkeit, Brustschmerzen oder andere Anzeichen einer Lungenembolie haben. Auch bei Menschen mit Risikofaktoren wie Krebs, langem Sitzen auf Reisen oder einer Operation kann sie nötig sein.
Symptome
- Plötzliche Atemnot, die nicht nachlässt
- Brustschmerzen, die sich anfühlen wie ein schwerer Druck oder Engegefühl
- Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit
- Bluthusten in größeren Mengen
- ⚠Anhaltende Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen, die Sie beunruhigen
- ⚠Schwellung oder Schmerzen in einem Bein, besonders nach längerem Sitzen oder einer Operation
Häufige Symptome
- Plötzliche, unerklärliche Kurzatmigkeit – auch in Ruhe
- Scharfe Brustschmerzen, die sich beim tiefen Einatmen oder Husten verstärken
- Husten – manchmal mit blutigem Auswurf
- Schneller Herzschlag oder Schwindelgefühl
Symptome bei Kindern
- Kinder mit Lungenembolie zeigen oft unspezifische Symptome wie schnelle Atmung, Fieber oder Beinschmerzen. Daher wird die CT-Pulmonalisangiografie nur bei starkem Verdacht eingesetzt.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine Lungenembolie entsteht meist durch ein Blutgerinnsel, das sich in den tiefen Beinvenen löst und über das Herz in die Lunge gelangt.
- Seltener kann das Gerinnsel aus anderen Körperregionen stammen, etwa aus den Becken- oder Armvenen.
Risikofaktoren
- Langes Sitzen, zum Beispiel bei langen Flügen oder Autofahrten
- Operationen, die länger als eine Stunde dauern – besonders an Hüfte, Knie oder Unterleib
- Krebserkrankungen und bestimmte Chemotherapien
- Schwangerschaft und Wochenbett
- Vererbte oder erworbene Blutgerinnungsstörungen
- Übergewicht und Rauchen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen oder Bluthusten sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen oder die nächste Notaufnahme aufsuchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für eine Lungenembolie besteht (z. B. nach einer Operation oder langem Sitzen) und Sie leichte, aber anhaltende Symptome haben, vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder Lungenfacharzt.
Diagnose
Die CT-Pulmonalisangiografie ist die wichtigste bildgebende Untersuchung, um eine Lungenembolie zu bestätigen oder auszuschließen. Ihr Arzt ordnet sie in der Regel an, wenn der Verdacht aufgrund Ihrer Symptome und Risikofaktoren besteht.
Mögliche Untersuchungen
- Vor der CT wird oft ein Bluttest auf D-Dimere durchgeführt – ein Abbauprodukt von Blutgerinnseln. Ist dieser Wert normal, ist eine Lungenembolie unwahrscheinlich.
- EKG und Blutgasanalyse können Hinweise liefern.
- Die eigentliche CT-Untersuchung erfolgt meist im Krankenhaus oder in einer radiologischen Praxis.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege, die durch eine große Röhre fährt. Vorher bekommen Sie eine Kanüle in die Armvene gelegt. Während der Aufnahme wird das Kontrastmittel schnell injiziert – Sie spüren vielleicht kurz Wärme im Körper. Sie werden aufgefordert, kurz die Luft anzuhalten (etwa 10 Sekunden). Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Nach der Untersuchung können Sie meist sofort nach Hause gehen, sofern keine weiteren Behandlungen nötig sind.
Behandlung
Falls die CT-Angiografie eine Lungenembolie zeigt, wird sofort eine Behandlung eingeleitet. Ziel ist es, das Blutgerinnsel aufzulösen und weitere zu verhindern. Die Behandlung erfolgt in der Regel im Krankenhaus.
Selbsthilfe zu Hause
- Bewegen Sie sich nach einer Lungenembolie langsam wieder, aber nur nach Absprache mit Ihrem Arzt.
- Trinken Sie ausreichend Wasser, um eine Dehydrierung zu vermeiden.
- Vermeiden Sie zu langes Sitzen – stehen Sie regelmäßig auf und gehen Sie ein paar Schritte.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung einer Lungenembolie besteht meist aus gerinnungshemmenden Medikamenten (sogenannte Antikoagulanzien). Zunächst werden diese meist als Spritze oder Infusion gegeben, später in Tablettenform. Die Dauer der Behandlung legt Ihr Arzt fest – meist mehrere Monate. Bei sehr schweren Embolien kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein, die das Gerinnsel auflöst oder mechanisch entfernt. Ihr behandelnder Arzt wird die für Sie beste Therapie wählen. Bitte fragen Sie ihn nach den genauen Medikamenten und Dosierungen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen, wenn die Gerinnsel sehr groß sind oder der Kreislauf zusammenbricht, kann ein chirurgischer Eingriff (Emboliektomie) oder eine Katheterbehandlung nötig sein. Diese Verfahren werden nur in spezialisierten Zentren durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Lungenembolie und ihrer Behandlung geht es den meisten Menschen bald wieder gut. Wichtig ist, die verordneten Medikamente regelmäßig einzunehmen und die Nachsorgetermine wahrzunehmen. In den ersten Wochen sollten Sie anstrengende Tätigkeiten meiden.
Tipps für den Alltag
- Tragen Sie bei langen Reisen Kompressionsstrümpfe, wie von Ihrem Arzt empfohlen.
- Vermeiden Sie Rauchen – das senkt das Risiko für neue Gerinnsel.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber nicht übermäßig. Gute Übungen sind Spaziergänge, Radfahren oder Schwimmen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Gefäßgesundheit. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit. Bewegen Sie sich täglich mindestens 30 Minuten – nach Absprache mit Ihrem Arzt. Sportarten mit Sturzrisiko sollten Sie in der Anfangsphase meiden, da die Blutverdünnung das Blutungsrisiko erhöht.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Lungenembolie kann sehr beunruhigend sein. Viele Menschen haben Angst vor einem erneuten Ereignis. Das ist normal. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder einem Psychologen darüber zu sprechen. Auch Selbsthilfegruppen können helfen.
Vorbeugung
Man kann nicht alle Lungenembolien verhindern, aber das Risiko lässt sich senken. Wichtig sind ausreichend Bewegung, das Vermeiden von langem Sitzen ohne Unterbrechung und eine gesunde Lebensweise. Nach Operationen erhalten Sie oft vorbeugend Gerinnungshemmer oder Kompressionsstrümpfe.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening auf Lungenembolie. Bei erhöhtem Risiko (z. B. nach einer Beinvenenthrombose) kann Ihr Arzt regelmäßig Kontrolluntersuchungen empfehlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt kann eine Lungenembolie lebensbedrohlich sein – sie kann zu einem Kreislaufzusammenbruch oder plötzlichem Herztod führen.
- Auch wenn sie nicht tödlich verläuft, können dauerhafte Schäden an der Lunge entstehen (Lungenhochdruck) oder die Belastbarkeit dauerhaft eingeschränkt werden.
Langzeitprognose
Die CT-Pulmonalisangiografie ist ein sehr sicheres Verfahren, das dazu beiträgt, die richtige Diagnose zu stellen. Wird eine Lungenembolie früh erkannt und behandelt, erholen sich die meisten Menschen vollständig. Die Sterblichkeit ist mit rechtzeitiger Behandlung niedrig. Auch nach einer schweren Embolie ist eine gute Lebensqualität möglich – mit der richtigen Therapie und Nachsorge können die meisten wieder ihren normalen Aktivitäten nachgehen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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