Idiopathic pulmonary fibrosis
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) ist eine seltene Erkrankung der Lunge, bei der sich Narbengewebe (Fibrose) in der Lunge bildet. Dieses Narbengewebe macht die Lunge steif und erschwert die Atmung. Die genaue Ursache ist unbekannt, daher der Name „idiopathisch“.
Wichtige Fakten
- Die Erkrankung betrifft meist Menschen über 50 Jahre.
- IPF ist nicht ansteckend und wird nicht durch Rauchen allein verursacht.
- Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können den Verlauf verlangsamen.
Nein, IPF ist selten. In Deutschland erkranken etwa 3 bis 9 von 100.000 Menschen pro Jahr.
Häufiger betroffen sind Männer, ältere Menschen (meist über 50 Jahre) und ehemalige oder aktive Raucher. Auch eine familiäre Veranlagung kann eine Rolle spielen.
Symptome
- Plötzlich auftretende schwere Atemnot, die sich nicht bessert
- Brustschmerzen mit Atemnot
- ⚠Starke Zunahme von Husten oder Auswurf
- ⚠Fieber mit Verschlechterung der Atmung
Häufige Symptome
- Anhaltender trockener Husten
- Kurzatmigkeit bei Belastung, später auch in Ruhe
- Müdigkeit und Erschöpfung
Symptome bei Kindern
- IPF tritt bei Kindern äußerst selten auf. Die Symptome ähneln denen Erwachsener.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Die Symptome können mit altersbedingten Veränderungen verwechselt werden, daher ist eine genaue Abklärung wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist unbekannt (idiopathisch).
- Es wird eine Fehlregulation der Wundheilung in der Lunge vermutet.
Risikofaktoren
- Rauchen oder Passivrauchen
- Belastung mit Schadstoffen am Arbeitsplatz (z. B. Metallstaub, Holzstaub)
- Bestimmte Virusinfektionen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlich auftretender Atemnot oder Brustschmerzen – rufen Sie den Notruf 112 (deutscher Notruf).
- Bei starkem Husten mit blutigem Auswurf.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Husten oder Kurzatmigkeit länger als ein paar Wochen anhalten.
- Wenn Sie Atembeschwerden haben, die im Alltag zunehmen.
Diagnose
Die Diagnose wird von einem Lungenfacharzt (Pneumologen) gestellt. Sie umfasst eine genaue Befragung, eine körperliche Untersuchung und spezielle Tests.
Mögliche Untersuchungen
- Röntgen oder CT des Brustkorbs (hochauflösende Computertomographie)
- Lungenfunktionstest (Spirometrie)
- Blutuntersuchungen
- Manchmal eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) mit Gewebeprobe
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird zunächst Ihre Atmung und Lunge genau untersuchen. Die Untersuchung ist meist schmerzfrei. Besprechen Sie alle Fragen offen mit Ihrem Behandlungsteam.
Behandlung
Eine vollständige Heilung der IPF ist derzeit nicht möglich, aber die Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.
Selbsthilfe zu Hause
- Mit dem Rauchen aufhören (Unterstützung durch den Hausarzt)
- Regelmäßige Bewegung nach ärztlicher Absprache
- Ausreichend Schlaf und Pausen bei Belastung
Medizinische Behandlungen
Es gibt Medikamente, die die Narbenbildung bremsen können (antifibrotische Therapie). Eine Sauerstofftherapie kann die Atmung erleichtern. Lungenrehabilitation (Atemübungen, Krafttraining) wird oft empfohlen. Alle Behandlungen werden individuell mit dem Arzt besprochen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In sehr fortgeschrittenen Fällen kann eine Lungentransplantation erwogen werden. Dies wird nur nach gründlicher Prüfung in spezialisierten Zentren angeboten.
Leben mit der Erkrankung
IPF verändert den Alltag. Planen Sie ausreichend Zeit für Ruhe und vermeiden Sie Überanstrengung. Ein Atem-Tagebuch kann helfen, den Verlauf zu verfolgen.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Schadstoffe und Rauch.
- Lassen Sie sich gegen Grippe und Lungenentzündung impfen (nach Rücksprache mit dem Arzt).
- Nutzen Sie Hilfsmittel wie Rollator, um Kräfte zu schonen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt die allgemeine Gesundheit. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Atemgymnastik kann die Lungenfunktion verbessern. Besprechen Sie die Belastungsgrenze mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine chronische Erkrankung kann Angst und Traurigkeit auslösen. Sprechen Sie mit vertrauten Menschen oder suchen Sie psychologische Unterstützung. Bei akuten Gedanken an Selbstverletzung wenden Sie sich sofort an die Telefonseelsorge (kostenfrei, 24/7, Rufnummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).
Vorbeugung
Da die genaue Ursache unbekannt ist, lässt sich IPF nicht sicher verhindern. Ein gesunder Lebensstil und der Verzicht auf Rauchen können das Risiko senken.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreitende Atemnot bis hin zur Atemschwäche
- Erhöhtes Risiko für Lungeninfektionen
- Bluthochdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie)
Langzeitprognose
Die Erkrankung verläuft bei jedem Menschen anders. Dank neuer Behandlungsmöglichkeiten können viele Betroffene länger ein aktives Leben führen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt gibt Halt und Hoffnung.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.