Taubheitsgefühle: Das können Sie mit Ihrer Ernährung tun
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Bei Taubheitsgefühlen spüren Sie Hautstellen weniger oder gar nicht. Das kann an den Nerven liegen. Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen – etwa wenn wichtige Nährstoffe fehlen.
Wichtige Fakten
- Taubheitsgefühle sind ein Symptom, keine eigene Krankheit.
- Ein Mangel an Vitamin B12 kann die Nerven schädigen.
- Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Nervengesundheit.
Ja, Taubheitsgefühle sind häufig. Viele Menschen spüren gelegentlich ein Kribbeln, zum Beispiel nach falschem Sitzen.
Sie können in jedem Alter auftreten, sind aber bei Erwachsenen und älteren Menschen häufiger.
Symptome
- Plötzliche Taubheit in Gesicht, Arm oder Bein – auch nur auf einer Seite
- Taubheit mit Sprach- oder Sehstörungen
- Taubheit nach einem Unfall oder Sturz
- ⚠Kribbeln oder Taubheit, das sich über Stunden ausbreitet
- ⚠Taubheit mit Blasen- oder Darmproblemen
- ⚠Taubheit mit deutlicher Muskelschwäche
Häufige Symptome
- Ameisenlaufen oder Kribbeln
- Taubes Gefühl wie nach einer Betäubung
- Vermindertes Schmerz- oder Temperaturempfinden
Symptome bei Kindern
- Kribbeln an Händen oder Füßen
- Taubheitsgefühl nach langem Sitzen im Schneidersitz
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Gefühllosigkeit in Zehen und Füßen
- Unsicheres Gefühl beim Gehen
Ursachen
Hauptursachen
- Nährstoffmangel, zum Beispiel an Vitamin B12 oder Folsäure
- Nervenschäden durch Diabetes
- Eingeklemmte Nerven, etwa im Handgelenk oder Rücken
- Durchblutungsstörungen
Risikofaktoren
- Ungesunde, einseitige Ernährung
- Alkoholkonsum
- Vegane Ernährung ohne Vitamin-B12-Zufuhr
- Diabetes mellitus
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn das Taubheitsgefühl plötzlich auftritt
- Wenn es sich rasch ausbreitet oder mit Schwäche verbunden ist
- Wenn es nach einem Unfall auftritt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn das Taubheitsgefühl wiederkommt oder länger als ein paar Minuten anhält
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht Sie. Dabei prüft er auch Ihre Nervenfunktion.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung (zum Beispiel Vitamin B12, Blutzucker)
- Nervenleitgeschwindigkeitstest (misst, wie schnell Nerven Signale leiten)
- Bildgebung wie Magnetresonanztomographie (MRT), wenn nötig
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist meist schmerzfrei. Sie dürfen dem Arzt alle Fragen stellen.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Wichtig sind eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und die Behandlung von Grunderkrankungen wie Diabetes.
Selbsthilfe zu Hause
- Auf eine ausgewogene Ernährung mit Vitamin B12, Folsäure und Magnesium achten.
- Regelmäßig bewegen: Spaziergänge, Radfahren oder Schwimmen fördern die Durchblutung.
- Bei veganer Ernährung auf Vitamin-B12-Quellen achten und gezielt anreichern.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann die Grunderkrankung behandeln, zum Beispiel einen Diabetes gut einstellen. Physiotherapie kann helfen, die Muskulatur zu stärken. In manchen Fällen werden Medikamente verordnet – immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn ein eingeklemmter Nerv die Ursache ist (zum Beispiel im Handgelenk), kann eine Operation helfen.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie auf eine gute Körperhaltung. Vermeiden Sie langes Sitzen mit übergeschlagenen Beinen. Prüfen Sie die Wassertemperatur beim Baden, wenn Sie weniger auf der Haut spüren.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung
- Ausreichend Schlaf
- Stress vermeiden
Ernährung und Bewegung
Essen Sie viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Vitamin B12 steckt in Eiern, Milch und Fleisch. Bewegung verbessert die Durchblutung der Nerven.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wenn Taubheitsgefühle andauern, kann das belasten. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson. Hilfe bei seelischen Belastungen erhalten Sie auch bei psychotherapeutischen Anlaufstellen.
Vorbeugung
Nicht alle Ursachen sind vermeidbar. Aber eine gesunde Lebensweise, ausgewogene Ernährung und Vorsorge senken das Risiko für viele Nervenschäden.
Impfungen
Schutzimpfungen können vor einigen Infektionen schützen, die Nerven schädigen können – etwa gegen Gürtelrose. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Früherkennungsprogramme
Lassen Sie regelmäßig Blutzucker und Vitamin-B12-Spiegel überprüfen – gerade bei Diabetes oder veganer Ernährung.
Komplikationen
Unbehandelt
- Stürze und Verletzungen durch ein eingeschränktes Gefühl in den Füßen
- Hautverletzungen, die nicht bemerkt werden und sich entzünden
- Körperliche Einschränkungen bei fortbestehender Nervenschädigung
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und ausgewogener Ernährung bessern sich viele Taubheitsgefühle. Ein gesunder Lebensstil unterstützt Ihre Nerven ein Leben lang.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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