Vitiligo patches
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Vitiligo ist eine Hauterkrankung, bei der die Haut an manchen Stellen ihre Farbe verliert. Das liegt daran, dass die Zellen, die den Hautfarbstoff (Melanin) herstellen, nicht mehr richtig arbeiten. Es entstehen weiße Flecken auf der Haut.
Wichtige Fakten
- Vitiligo ist nicht ansteckend.
- Die weißen Flecken können an jeder Körperstelle auftreten.
- Die Erkrankung ist nicht schmerzhaft oder juckt in der Regel nicht.
Etwa 1 von 100 Menschen hat Vitiligo. Es ist also nicht selten.
Vitiligo kann Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und jedes Geschlechts betreffen. Oft zeigen sich die ersten Flecken im jungen Erwachsenenalter.
Symptome
Häufige Symptome
- Weiße, scharf begrenzte Flecken auf der Haut.
- Die Flecken können langsam größer werden oder neue entstehen.
- Auch Haare in den betroffenen Bereichen können weiß werden.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern treten die Flecken häufig im Gesicht (um Augen und Mund) sowie an den Fingern und Zehen auf.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Im Alter können die Flecken auch an Stellen auftreten, die Reibung ausgesetzt sind, wie Ellenbogen oder Knie. Manchmal sind größere Hautareale betroffen.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Fehlregulation des Immunsystems eine Rolle spielt (Autoimmunreaktion).
- Auch erbliche Faktoren können das Risiko erhöhen.
Risikofaktoren
- Eine familiäre Vorbelastung mit Vitiligo oder anderen Autoimmunerkrankungen (wie Schilddrüsenerkrankungen).
- Bestimmte Umweltfaktoren wie starker Sonnenbrand oder Hautverletzungen können das Auftreten begünstigen.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die weißen Flecken sich sehr schnell ausbreiten oder neue Flecken innerhalb kurzer Zeit auftreten.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sobald Sie weiße Flecken auf der Haut bemerken, die Sie nicht einordnen können.
- Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Vitiligo oder eine andere Hautveränderung handelt.
Diagnose
Die Diagnose stellt in der Regel eine Hautärztin oder ein Hautarzt (Dermatologe). Oft reicht bereits eine Betrachtung der Haut mit bloßem Auge aus.
Mögliche Untersuchungen
- Manchmal wird eine spezielle Lampe (Wood-Lampe) verwendet, um die weißen Flecken besser sichtbar zu machen.
- In seltenen Fällen wird eine kleine Hautprobe entnommen (Biopsie), um andere Hauterkrankungen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt oder die Ärztin wird Sie nach Ihren Symptomen und Ihrer Krankengeschichte fragen. Meist ist die Diagnose schnell und ohne aufwändige Untersuchungen möglich.
Behandlung
Vitiligo ist nicht heilbar, aber es gibt Behandlungen, die die Hautfarbe teilweise wiederherstellen oder das Fortschreiten verlangsamen können. Nicht jede Behandlung ist für jede Person geeignet.
Selbsthilfe zu Hause
- Schützen Sie die weißen Hautstellen mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30), da sie besonders sonnenempfindlich sind.
- Tarnkosmetik (Camouflage) kann helfen, die Flecken zu überdecken, wenn Sie das stört.
Medizinische Behandlungen
Zu den medizinischen Behandlungen gehören verschreibungspflichtige Cremes, die das Immunsystem beeinflussen, sowie Lichttherapien. Auch eine Kombination beider Verfahren ist möglich. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen die passende Option besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In schweren Fällen, wenn andere Behandlungen nicht helfen, kann eine Hauttransplantation in Betracht gezogen werden. Dies ist ein operativer Eingriff, der spezialisierten Zentren vorbehalten ist.
Leben mit der Erkrankung
Mit Vitiligo zu leben bedeutet, dass Sie Ihre Haut gut pflegen und vor der Sonne schützen sollten. Viele Menschen kommen gut damit zurecht und sehen die weißen Flecken als Teil ihres Erscheinungsbildes.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Sonnenbrände, da diese die Flecken verstärken können.
- Tragen Sie Kleidung, die die Haut bedeckt, wenn Sie längere Zeit in der Sonne sind.
Ernährung und Bewegung
Es gibt keine spezielle Diät gegen Vitiligo. Eine ausgewogene Ernährung ist allgemein gut für die Hautgesundheit. Bewegung tut gut und hilft, Stress abzubauen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Vitiligo kann das Selbstbewusstsein beeinträchtigen, besonders wenn die Flecken im Gesicht oder an sichtbaren Stellen sind. Es ist normal, sich manchmal unsicher zu fühlen.
Vorbeugung
Vitiligo lässt sich nicht sicher verhindern, da die genauen Ursachen nicht vollständig bekannt sind. Ein gesunder Lebensstil und Sonnenschutz können jedoch die Haut allgemein stärken.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne Behandlung kann Vitiligo fortschreiten und neue weiße Flecken bilden.
- Die betroffenen Hautstellen haben keinen natürlichen Sonnenschutz, daher ist das Risiko für Sonnenbrände erhöht.
Langzeitprognose
Vitiligo beeinträchtigt die körperliche Gesundheit in der Regel nicht. Mit der richtigen Pflege und Behandlung können die meisten Menschen ein ganz normales Leben führen. Die Erkrankung verläuft oft in Schüben, aber viele Betroffene finden Wege, gut damit umzugehen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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