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Ein CT-Koronarkalk-Score ist ein spezieller Computertomographie-Scan (CT), der die Menge an Kalk (Kalzium) in den HerzkranzgefĂ€Ăen misst. Kalkablagerungen sind ein Zeichen fĂŒr Arterienverkalkung (Atherosklerose), die zu Herzinfarkt fĂŒhren kann. Der Score hilft, das persönliche Risiko fĂŒr einen Herzinfarkt besser einzuschĂ€tzen.
Wichtige Fakten
Der CT-Koronarkalk-Score wird zunehmend eingesetzt, vor allem bei Menschen mit mittlerem Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um die Therapie-Entscheidungen zu verbessern. Er ist kein Standard-Screening fĂŒr alle, aber bei bestimmten Risikofaktoren kann Ihr Arzt die Untersuchung empfehlen.
Die Untersuchung wird vor allem bei Personen empfohlen, die ein mittleres Risiko fĂŒr Herzinfarkt haben â also wenn mehrere Risikofaktoren vorliegen (Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Ăbergewicht oder familiĂ€re Vorbelastung). Bei sehr jungen Menschen oder Personen mit sehr niedrigem Risiko ist der Nutzen meist gering.
Der CT-Koronarkalk-Score wird mit einer speziellen Computertomographie (CT) des Herzens durchgefĂŒhrt. Dabei wird ohne Kontrastmittel gearbeitet â das heiĂt, es muss kein Farbstoff gespritzt werden. WĂ€hrend des Scans liegen Sie auf einer Liege, die durch eine kurze Röhre fĂ€hrt.
Die Untersuchung dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Sie mĂŒssen auf dem RĂŒcken liegen, die Arme ĂŒber dem Kopf. Der Scan selbst dauert nur wenige Sekunden, in denen Sie kurz die Luft anhalten mĂŒssen. Sie spĂŒren nichts. Vor der Untersuchung sollten Sie koffeinhaltige GetrĂ€nke (Kaffee, Cola, Energydrinks) vermeiden, da Koffein den Puls beeinflussen kann. Ansonsten keine besondere Vorbereitung.
Der CT-Koronarkalk-Score ist ein Wegweiser â er sagt, ob Ihr Risiko erhöht ist. Die Behandlung richtet sich nach Ihrem Gesamtrisiko (Score plus andere Faktoren). Ziel ist es, die Arterienverkalkung zu bremsen und einen Herzinfarkt zu verhindern. Dazu gehören LebensstilĂ€nderungen und falls nötig Medikamente.
Wenn Sie einen erhöhten CT-Koronarkalk-Score haben, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie bald einen Herzinfarkt bekommen. Vielmehr ist es ein Weckruf, aktiv zu werden. Ihr Alltag kann sich durch kleine VerĂ€nderungen verbessern: regelmĂ€Ăige Bewegung, gesĂŒndere Mahlzeiten, weniger Stress. Viele Menschen fĂŒhlen sich nach den Ănderungen sogar fitter und wohler.
Ein CT-Koronarkalk-Score misst bestehende Verkalkungen; er selbst kann nicht verhindert werden. Aber die Entstehung neuer Kalkablagerungen kann durch einen gesunden Lebensstil und gegebenenfalls Medikamente gebremst werden. Je frĂŒher Sie anfangen, desto besser.
Es gibt keine Impfung gegen Arterienverkalkung. Aber lassen Sie sich gegen Grippe und COVID-19 impfen, da Infekte das Herz belasten können.
Ein CT-Koronarkalk-Score wird nicht bei jedem empfohlen. Deutsche Leitlinien (AWMF) empfehlen ihn bei Menschen mit mittlerem Risiko, um die Therapie zu verbessern. FĂŒr MĂ€nner ĂŒber 45 und Frauen ĂŒber 55 mit Risikofaktoren kann er sinnvoll sein. Ihr Arzt prĂŒft das mit Ihnen gemeinsam.
Die gute Nachricht: Ein hoher CT-Score ist kein Todesurteil. Mit den richtigen MaĂnahmen â LebensstilĂ€nderungen, Medikamenten, regelmĂ€Ăigen Arztbesuchen â können Sie das Risiko eines Herzinfarkts deutlich senken. Viele Menschen leben mit erhöhten Werten viele Jahre gesund und aktiv. Bleiben Sie dran und lassen Sie sich von Ihrem Arzt begleiten.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Falls Ihr Risiko hoch ist, wird Ihr Arzt oft Medikamente empfehlen, die den Cholesterinspiegel senken (sogenannte Statine) oder den Blutdruck senken. Möglicherweise auch ein blutverdĂŒnnendes Medikament (z. B. ASS in niedriger Dosis). Ihr Arzt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, welche Therapie fĂŒr Sie am besten geeignet ist â immer auf der Grundlage Ihres Scans und Ihrer Gesamtsituation.
Ein CT-Koronarkalk-Score allein fĂŒhrt nicht zu einer Operation. Wenn er jedoch sehr hohe Werte zeigt und gleichzeitig Beschwerden (z. B. Brustschmerzen) bestehen, kann eine Herzkatheteruntersuchung notwendig werden. Dabei kann man Engstellen dehnen oder einen Stent setzen. Eine Bypass-Operation ist selten, aber möglich.
Eine herzgesunde ErnĂ€hrung nach mediterranem Vorbild ist wissenschaftlich gut belegt. Das bedeutet: viel frisches GemĂŒse, Obst, Vollkorn, HĂŒlsenfrĂŒchte, NĂŒsse und hochwertige Ăle (Olivenöl, Rapsöl). Dazu regelmĂ€Ăig Fisch und wenig rotes Fleisch. Bewegung: Schon 30 Minuten zĂŒgiges Gehen am Tag senken das Risiko. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder eine ErnĂ€hrungsberatung.
Ein erhöhter CT-Score kann Angst machen â das ist ganz normal. Viele Menschen sorgen sich, wann der Herzinfarkt kommt. Es hilft, sich bewusst zu machen, dass Sie durch Ihre neuen Gewohnheiten das Risiko selbst verringern können. Wenn die Sorgen ĂŒberhandnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darĂŒber â manchmal kann eine psychologische Beratung oder eine Herz-Sportgruppe sehr entlastend wirken.