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Die Embolisation ist ein minimalinvasives Verfahren in der Radiologie. Dabei werden kleine Partikel, Spiralen oder andere Materialien ĂŒber einen dĂŒnnen Katheter (einen Schlauch) in ein BlutgefÀà eingebracht, um dieses gezielt zu verschlieĂen. So können Blutungen gestillt, Tumore verkleinert oder krankhafte GefĂ€Ăverbindungen (zum Beispiel GefĂ€Ăfehlbildungen) behandelt werden. Der Eingriff wird meist unter örtlicher BetĂ€ubung und Bildkontrolle (Durchleuchtung) durchgefĂŒhrt.
Wichtige Fakten
Die Embolisation ist ein etabliertes Verfahren, das in spezialisierten radiologischen Zentren regelmĂ€Ăig durchgefĂŒhrt wird. Sie ist nicht alltĂ€glich wie eine Blutabnahme, aber fĂŒr bestimmte Erkrankungen eine wichtige und verbreitete Behandlungsoption.
Die Embolisation kann bei Menschen jeden Alters eingesetzt werden, wenn die zugrundeliegende Erkrankung dies erfordert. HĂ€ufige Anwendungen sind bei Frauen mit GebĂ€rmuttermyomen, bei Personen mit Lebertumoren oder bei Patienten mit GefĂ€Ăfehlbildungen (Arteriovenöse Malformationen).
Die Embolisation ist ein Behandlungsverfahren, keine Diagnose. Die zugrundeliegende Erkrankung wird mithilfe von bildgebenden Verfahren festgestellt: Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Angiographie (Röntgen der BlutgefĂ€Ăe).
Vor der Embolisation werden Sie ausfĂŒhrlich von einem Radiologen beraten. Sie erhalten Informationen ĂŒber Nutzen, Risiken und Ablauf. Meist mĂŒssen Sie vor dem Eingriff nĂŒchtern sein (kein Essen und Trinken fĂŒr einige Stunden). Der Eingriff selbst wird in örtlicher BetĂ€ubung durchgefĂŒhrt â Sie sind wach, aber die Stelle wird betĂ€ubt.
Die Embolisation ist ein minimalinvasives Behandlungsverfahren. Dabei wird ein dĂŒnner Katheter ĂŒber eine Arterie (meist in der Leiste) bis zum Zielort geschoben. Ăber den Katheter werden dann winzige Partikel, Spiralen oder ein spezielles Gel (Embolisat) injiziert, um das BlutgefÀà zu verschlieĂen. So wird die Blutzufuhr zu einem Tumor oder einer Fehlbildung unterbrochen. Der Eingriff wird unter Röntgenkontrolle durchgefĂŒhrt und erfordert einen kurzen Krankenhausaufenthalt (meist 1-2 Tage).
Die Embolisation selbst ist die Behandlung. In manchen FĂ€llen wird sie mit anderen Therapien kombiniert, zum Beispiel mit einer Chemotherapie bei Lebertumoren (dann spricht man von Chemoembolisation). Die Entscheidung ĂŒber die genaue Art der Embolisation trifft der Radiologe gemeinsam mit Ihnen und Ihren anderen Ărzten. Je nach Grunderkrankung können auch Medikamente (z. B. zur Schmerzlinderung) gegeben werden â sprechen Sie mit Ihrem Arzt, nicht auf eigene Faust.
Nach der Embolisation können die meisten Menschen nach einigen Tagen wieder ihren Alltag aufnehmen. Bei manchen Behandlungen (z. B. Myomembolisation) kann es eine Woche oder lĂ€nger dauern, bis die Beschwerden nachlassen. Ihr Arzt gibt Ihnen einen konkreten Plan fĂŒr die Erholungsphase.
Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Kost mit viel Obst und GemĂŒse ist empfehlenswert. Bewegung an der frischen Luft (z. B. SpaziergĂ€nge) fördert die Durchblutung, aber erst nach Absprache mit dem Arzt. Leichte AktivitĂ€ten sind meist schon nach 1â2 Tagen möglich.
Eine Erkrankung und eine Behandlung wie die Embolisation können emotional belastend sein. Sorgen und Ăngste sind normal. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ărztin ĂŒber Ihre GefĂŒhle zu sprechen. Auch GesprĂ€che mit Angehörigen oder psychosozialen Diensten im Krankenhaus können helfen.
Die Embolisation ist eine Behandlung, keine Vorsorge. Ob die zugrundeliegende Erkrankung verhindert werden kann, hĂ€ngt von der Ursache ab. Zum Beispiel können manche Lebererkrankungen (die zu Tumoren fĂŒhren) durch eine gesunde Lebensweise (kein Alkoholmissbrauch, Impfung gegen Hepatitis B) verhindert werden. Bei Myomen gibt es keine sichere PrĂ€vention.
FĂŒr bestimmte Erkrankungen, die eine Embolisation nötig machen können, gibt es FrĂŒherkennungsuntersuchungen â z. B. das Leberkrebs-Screening bei Risikopatienten (Ultraschall). Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob Sie zu einer Risikogruppe gehören.
Die Embolisation ist ein modernes und sicheres Verfahren, das in vielen FĂ€llen eine sehr gute Alternative zur Operation darstellt. Die Erfolgsraten sind hoch, und die meisten Menschen erholen sich gut. Manchmal ist eine zweite Sitzung nötig, aber die Prognose ist insgesamt gĂŒnstig. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber die individuellen Erfolgsaussichten sprechen.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Die Embolisation wird oft dann eingesetzt, wenn eine offene Operation zu riskant wÀre oder nicht infrage kommt. In manchen FÀllen kann eine Operation notwendig sein, wenn die Embolisation nicht ausreicht oder nicht möglich ist. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Option besprechen.