Lung VQ scan — Patienteninformationen · Ruqelo Health
Radiology·Radiology
Lung VQ scan
Ruqelo Health – Zum Arzttermin mitnehmen
Patienteninformation – kein ärztlicher Rat. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Lungen-VQ-Untersuchung (Ventilations-Perfusions-Szintigrafie) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem die Durchblutung und die Belüftung der Lunge getrennt dargestellt werden. Dabei wird eine sehr kleine Menge schwach radioaktiver Substanz eingeatmet und über eine Armvene verabreicht. Die Aufnahmen zeigen, ob die Lunge gleichmäßig durchblutet und belüftet wird. Die häufigste Frage, die diese Untersuchung beantworten soll, ist: „Liegt ein Blutgerinnsel (Lungenembolie) in den Lungengefäßen vor?“
Wichtige Fakten
Die VQ-Untersuchung ist ein nuklearmedizinischer Test, der aus zwei Teilen besteht: Ventilation (Belüftung) und Perfusion (Durchblutung).
Sie wird vor allem bei Verdacht auf eine Lungenembolie eingesetzt, besonders wenn Patienten keine Kontrastmittel-Computer-Tomographie (CT) erhalten können.
Die Untersuchung ist schmerzfrei und die Strahlenbelastung ist sehr gering – vergleichbar mit einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs.
Die VQ-Untersuchung gehört zu den Standardverfahren in der Radiologie und wird häufig durchgeführt, wenn eine Lungenembolie vermutet wird. Sie ist besonders dann eine gute Wahl, wenn eine CT nicht möglich ist (z. B. bei Nierenproblemen oder Allergien gegen Kontrastmittel).
Fragen zu diesem Artikel
Die Untersuchung wird bei Erwachsenen und – seltener – bei Kindern durchgeführt, die Symptome einer Lungenembolie haben, wie plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder Husten mit Blutbeimengung. Auch Menschen mit Risikofaktoren für Blutgerinnsel (z. B. nach Operationen, bei Krebs oder langer Bettlägerigkeit) können diese Untersuchung erhalten.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Plötzliche starke Atemnot, die nicht nachlässt
Starke Brustschmerzen, die in den Rücken oder Arm ausstrahlen
Husten mit hellrotem Blut (mehr als ein Teelöffel)
Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
⚠Anhaltende oder sich verschlimmernde Atemnot
⚠Schmerzen in der Brust, die beim Einatmen stärker werden
⚠Geschwollene, schmerzhafte Wade (Verdacht auf tiefe Beinvenenthrombose)
Häufige Symptome
Plötzliche, erklärliche Atemnot (Dyspnoe)
Scharfe oder stechende Brustschmerzen, besonders beim tiefen Einatmen
Husten – manchmal mit blutigem Auswurf (Hämoptyse)
Schneller Herzschlag (Tachykardie) und beschleunigte Atmung
Symptome bei Kindern
Bei Kindern treten Lungenembolien selten auf, aber wenn doch, äußern sie sich ähnlich wie bei Erwachsenen: plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Husten.
Oft sind die Ursachen angeborene Gerinnungsstörungen, Katheter oder bestimmte Grunderkrankungen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
Bei älteren Menschen können die Symptome einer Lungenembolie untypisch sein – etwa nur allgemeine Schwäche, Verwirrtheit oder plötzliche Verschlechterung einer bestehenden Herzkrankheit.
Auch Kurzatmigkeit ohne offensichtliche Ursache sollte ernst genommen werden.
Ursachen
Hauptursachen
Die VQ-Untersuchung sucht nach einer Lungenembolie – die Ursache ist meist ein Blutgerinnsel (Thrombus), das sich in den tiefen Beinvenen bildet (tiefe Venenthrombose) und dann in die Lunge wandert.
Seltener können auch Fettgewebe, Luftblasen oder Tumorzellen die Lungengefäße verstopfen.
Risikofaktoren
Lange Bettlägerigkeit oder längere Flug-/Autoreisen (mehr als 4–6 Stunden)
Kürzliche Operationen, besonders an Hüfte oder Knie
Krebserkrankungen (insbesondere bösartige Tumorerkrankungen im Beckenbereich)
Schwangerschaft und Wochenbett
Übergewicht (Adipositas)
Rauchen und hoher Blutdruck
Angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen (z. B. Faktor-V-Leiden-Mutation)
Hormonelle Verhütungsmittel oder Hormonersatztherapie
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen oder Husten mit Blut – suchen Sie noch am gleichen Tag Ihren Arzt auf oder rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117).
Wenn die Beschwerden sehr stark sind oder Sie ohnmächtig werden, wählen Sie sofort die 112.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn bei Ihnen Risikofaktoren für eine Lungenembolie vorliegen (z. B. kürzliche Operation, lange Reise) und Sie leichte Symptome haben, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt.
Auch wenn die Diagnose bereits gestellt wurde und Sie eine Kontrolluntersuchung benötigen, wird Ihr Arzt die VQ-Untersuchung veranlassen.
Eine VQ-Untersuchung wird nur durchgeführt, wenn ein medizinischer Verdacht besteht. Sie müssen keine Angst vor der Strahlenbelastung haben – sie ist sehr gering. Die Untersuchung ist sicher und wird bei Bedarf auch bei Kindern und Schwangeren eingesetzt.
Diagnose
Die Lungen-VQ-Untersuchung ist ein wichtiger Baustein der Diagnostik. Sie wird meist durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine Lungenembolie besteht und eine CT-Untersuchung nicht möglich ist. Vor der Untersuchung erhalten Sie eine Spritze (D-Dimer-Test) und eine Blutabnahme, um die Gerinnungsneigung zu prüfen. Die VQ-Untersuchung selbst ist schmerzfrei und dauert etwa 30 Minuten.
Mögliche Untersuchungen
Anamnese (ärztliches Gespräch) und körperliche Untersuchung
Blutuntersuchung: D-Dimer-Test (erhöht bei Blutgerinnseln)
Lungen-VQ-Szintigrafie (der genannte Test)
EKG und Herzultraschall, um andere Ursachen auszuschließen
Sie werden gebeten, über ein Mundstück ein Gasgemisch mit einer sehr geringen Menge radioaktiver Substanz einzuatmen (Ventilationsphase). Dann erhalten Sie eine Injektion in eine Armvene, ebenfalls mit einer radioaktiven Substanz (Perfusionsphase). Während der Aufnahmen werden Sie gebeten, ruhig zu atmen und sich nicht zu bewegen. Die Bilder werden von einem Nuklearmediziner ausgewertet. Sie können direkt nach der Untersuchung nach Hause gehen.
Behandlung
Die Behandlung einer Lungenembolie zielt darauf ab, das Blutgerinnsel aufzulösen oder zu verhindern, dass neue entstehen. Dies geschieht in der Regel mit blutverdünnenden Medikamenten (Antikoagulation). Die konkrete Therapie richtet sich nach der Schwere der Embolie und Ihren persönlichen Risikofaktoren.
Selbsthilfe zu Hause
Bewegen Sie Ihre Beine regelmäßig, besonders bei langen Flügen oder Autofahrten (z. B. Wippen mit den Füßen, alle 2 Stunden aufstehen).
Tragen Sie bei Risiko Kompressionsstrümpfe – besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, aber meiden Sie koffeinhaltige Getränke, die dehydrieren können.
Nehmen Sie verordnete Medikamente immer genau nach Anweisung ein – brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache ab.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung umfasst meist eine vorübergehende oder dauerhafte Antikoagulation (Blutverdünnung). Diese kann zunächst als Spritze unter die Haut (niedermolekulares Heparin) und später als Tablette erfolgen. Bei schweren Embolien kann eine Thrombolyse (Auflösung des Gerinnsels über die Vene) oder ein Eingriff (Katheter-Thrombektomie) notwendig sein. All dies wird von Ihrem Arzt individuell entschieden. Keine Empfehlung konkreter Medikamentennamen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In sehr seltenen Fällen, wenn das Gerinnsel sehr groß ist oder der Kreislauf instabil wird, kann eine Operation (Embolektomie) erforderlich sein. Dabei wird das Gerinnsel über einen Katheter oder offen entfernt. Dies geschieht nur in spezialisierten Zentren und ist die letzte Option.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Lungenembolie müssen Sie in der Regel für mehrere Monate blutverdünnende Medikamente einnehmen. Wichtig ist, dass Sie alle vereinbarten Kontrolltermine wahrnehmen und bei Beschwerden wie ungewöhnlichen Blutungen oder neuen Schwellungen sofort Ihren Arzt informieren. In der Anfangszeit sollten Sie anstrengende Tätigkeiten vermeiden.
Tipps für den Alltag
Bewegen Sie sich regelmäßig, aber steigern Sie die Belastung langsam. Gute Aktivitäten sind Gehen, Schwimmen oder Radfahren.
Tragen Sie Kompressionsstrümpfe, falls Ihr Arzt sie empfiehlt – sie helfen, Schwellungen in den Beinen zu verhindern.
Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum – beides erhöht das Risiko für neue Blutgerinnsel.
Führen Sie bei langen Reisen (Flug, Auto) einfache Beinübungen durch und stehen Sie regelmäßig auf.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt Ihre Gefäßgesundheit. Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht – Übergewicht belastet die Venen. Bewegung hilft, den Blutfluss zu verbessern und erneuten Thrombosen vorzubeugen. Meiden Sie jedoch extreme Sportarten in den ersten Wochen nach der Embolie.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Lungenembolie kann sehr beängstigend sein. Viele Menschen haben Angst vor einem erneuten Ereignis oder vor den Medikamenten. Es ist normal, sich nach einer solchen Erkrankung verunsichert zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Ängste – eine psychologische Beratung oder ein Selbsthilfegruppe können helfen. Bei anhaltenden depressiven Verstimmungen suchen Sie ärztliche Hilfe.
Vorbeugung
Nicht jede Lungenembolie ist vermeidbar, aber das Risiko lässt sich deutlich senken. Die wichtigste Maßnahme ist die Vorbeugung einer tiefen Beinvenenthrombose. Dazu gehören: regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit bei langen Reisen, Kompressionsstrümpfe bei Risiko und die Einnahme von Blutverdünnern nach Operationen – wie vom Arzt verschrieben.
Impfungen
Nicht zutreffend. Es gibt keine Impfung gegen Thrombosen oder Lungenembolien.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening für Lungenembolien. Bei Menschen mit hohem Risiko (z. B. nach Knie- oder Hüftoperationen) wird der Arzt vorbeugend eine VU-Untersuchung oder eine Sonografie der Beinvenen durchführen. Auch bei familiärer Thromboseneigung (Thrombophilie) kann eine genetische Beratung sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
Eine unbehandelte Lungenembolie kann zu schweren Komplikationen führen: Lungeninfarkt (Gewebeschaden), anhaltende Atemnot, chronische pulmonale Hypertonie (erhöhter Blutdruck in den Lungengefäßen) und im schlimmsten Fall zum Tod durch Kreislaufversagen.
Fast 30 % der unbehandelten Lungenembolien führen zum Tode – bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung sinkt diese Rate auf unter 5 %.
Langzeitprognose
Die Prognose einer Lungenembolie ist heute sehr gut, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Dank moderner Diagnostik (wie der VU-Untersuchung) und wirksamer Medikamente können die meisten Patienten vollständig genesen. Ein kleiner Teil entwickelt bleibende Einschränkungen wie Kurzatmigkeit bei Belastung – mit einer guten Nachsorge und Lebensstilanpassung kann die Lebensqualität aber meist erhalten bleiben. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten – es gibt viel Hoffnung.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.