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Die bildgesteuerte Radiofrequenzablation (RFA) ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem mit Hilfe von Hitze (Radiofrequenz-Strom) krankhaftes Gewebe zerstört wird. Ein dĂŒnner Schlauch (Katheter) wird ĂŒber einen kleinen Hautschnitt in das Zielgebiet gefĂŒhrt. Die genaue Position wird dabei mit Bildgebung wie Ultraschall, CT oder MRT kontrolliert. So können Ărzte sehr gezielt Tumore oder andere krankhafte VerĂ€nderungen behandeln, ohne den ganzen Körper zu belasten.
Wichtige Fakten
Die RFA ist ein etabliertes, jedoch nicht alltĂ€gliches Verfahren. Sie wird in spezialisierten radiologischen Abteilungen durchgefĂŒhrt und kommt vor allem dann infrage, wenn herkömmliche Operationen zu risikoreich wĂ€ren.
Die RFA kommt fĂŒr Menschen mit bestimmten gutartigen oder bösartigen Tumoren infrage, wenn diese an einer gut zugĂ€nglichen Stelle liegen. Sie wird auch bei SchilddrĂŒsenknoten oder Krampfadern eingesetzt. Das Alter spielt keine Hauptrolle, oft sind es Ă€ltere oder operativ nicht gut belastbare Patienten.
Die RFA wird nicht diagnostiziert, sondern ist eine Behandlungsmethode. Die Notwendigkeit und Eignung wird durch Bildgebung (CT, MRT, Ultraschall) sowie durch eine Gewebeprobe (Biopsie) festgestellt.
Vor der RFA fĂŒhrt der Radiologe ein ausfĂŒhrliches GesprĂ€ch und klĂ€rt ĂŒber Risiken und Nutzen auf. Der Eingriff selbst erfolgt meist unter örtlicher BetĂ€ubung oder Kurznarkose. Sie liegen wĂ€hrend der Behandlung auf einem speziellen Tisch, die Nadel wird durch die Haut zum Tumor gefĂŒhrt. Die Hitze â etwa 60â100 °C â zerstört das Gewebe. Die Dauer betrĂ€gt oft 30â90 Minuten. Nach dem Eingriff werden Sie fĂŒr einige Stunden ĂŒberwacht.
Die Radiofrequenzablation ist eine Behandlung, die Tumore gezielt zerstört, ohne das umliegende gesunde Gewebe stark zu belasten. Sie wird eingesetzt, wenn eine Operation zu risikoreich ist oder der Tumor klein und gut erreichbar ist.
Die RFA ist eine der schonenden Verfahren. Alternativ kommen auch andere lokale Verfahren wie Kryoablation (KĂ€lte), Mikrowellenablation oder Chemoembolisation infrage. Die Wahl hĂ€ngt von der Tumorart, GröĂe und Lage ab. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Eine Operation wird bevorzugt, wenn der Tumor vollstĂ€ndig entfernt werden kann und der Patient fit genug ist. Die RFA ist eine Alternative fĂŒr Patienten, die nicht operiert werden können.
Nach einer RFA können Sie meist nach 1â2 Tagen wieder normalen AktivitĂ€ten nachgehen. Leichte MĂŒdigkeit ist normal. Vermeiden Sie anstrengende körperliche TĂ€tigkeiten fĂŒr etwa eine Woche.
Essen Sie leicht verdauliche Kost und trinken Sie ausreichend. Leichte Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung und das Wohlbefinden. Starkes Pressen oder schweres Heben sollten Sie vermeiden.
Eine Krebserkrankung und deren Behandlung sind psychisch belastend. Es ist normal, Ăngste oder Stimmungsschwankungen zu haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie psychologische UnterstĂŒtzung.
Die Erkrankungen, die mit RFA behandelt werden (z.B. Leberkrebs, Nierentumore), lassen sich nicht immer verhindern. Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener ErnĂ€hrung, Bewegung und Verzicht auf Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăigen Alkohol kann das Risiko senken.
Menschen mit erhöhtem Risiko (z.B. chronische Hepatitis, Leberzirrhose) sollten regelmĂ€Ăig Ultraschall- oder CT-Untersuchungen wahrnehmen, um Tumore frĂŒh zu erkennen.
Die Radiofrequenzablation ist ein schonendes Verfahren mit guten Erfolgsaussichten, besonders bei kleinen, klar abgrenzbaren Tumoren. Viele Patienten können so eine Operation vermeiden. Die Prognose hĂ€ngt von der Grunderkrankung ab â Ihr Arzt wird mit Ihnen offen ĂŒber die individuelle Situation sprechen.
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Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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