Vorbereitung auf den Angina-Screening-Test
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Vorbereitung auf einen Angina-Screening-Test umfasst alle Schritte, die Sie vor der Untersuchung beachten sollten. Diese Tests, wie Belastungs-EKG, Herzkatheter oder CT-Koronarangiographie, helfen festzustellen, ob eine Verengung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) vorliegt. Eine gute Vorbereitung sorgt für verlässliche Ergebnisse und minimiert Risiken.
Wichtige Fakten
- Die Tests sind meist schmerzfrei oder nur leicht unangenehm.
- Sie müssen oft nüchtern zur Untersuchung kommen – das bedeutet, mindestens 6 Stunden vorher nichts essen.
- Einige Medikamente, wie Blutverdünner, dürfen vor dem Test nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden.
- Tragen Sie bequeme Kleidung und Schuhe, vor allem bei Belastungstests.
- Informieren Sie Ihren Arzt über alle Ihre Beschwerden und Medikamente.
Ja, Angina-Screening-Tests gehören zu den häufigsten Untersuchungen in der Kardiologie. Millionen Menschen lassen sich jährlich untersuchen, vor allem aufgrund von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.
In erster Linie betroffen sind Menschen mit Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit: Raucher, Personen mit Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten oder einer familiären Vorbelastung. Auch ältere Menschen ab etwa 50 Jahren haben ein erhöhtes Risiko.
Symptome
- Plötzliche, starke Brustschmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten oder immer wiederkommen.
- Brustschmerzen begleitet von Atemnot, Übelkeit, starkem Schweißausbruch oder einem Gefühl der Ohnmacht.
- Schmerzen, die in Arme, Rücken, Kiefer oder Bauch ausstrahlen.
- ⚠Neu auftretende Brustschmerzen bei Belastung, die nach Ruhe wieder verschwinden.
- ⚠Verschlechterung bekannter Anginabeschwerden – zum Beispiel häufiger oder schon bei geringer Anstrengung.
- ⚠Kurzatmigkeit oder Schwindelgefühle, die ohne erkennbare Ursache auftreten.
Häufige Symptome
- Druck- oder Engegefühl in der Brust (meist hinter dem Brustbein)
- Schmerzen, die in Arme, Schultern, Kiefer oder Rücken ausstrahlen können
- Kurzatmigkeit bei Belastung oder in Ruhe
- Übelkeit, Schweißausbrüche oder Schwindelgefühl
Symptome bei Kindern
- Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Stoffwechselerkrankungen können Brustschmerzen bei körperlicher Anstrengung verspüren.
- Auch eine schnelle Ermüdung oder Blässe kann auf eine Durchblutungsstörung hinweisen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen äußert sich Angina oft unspezifisch: Müdigkeit, Atemnot, Verwirrtheit oder ein Gefühl der Schwäche.
- Die typischen Brustschmerzen können fehlen oder nur schwach ausgeprägt sein.
Ursachen
Hauptursachen
- Verengung der Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose (Ablagerungen aus Fett, Cholesterin und anderen Stoffen).
- Verkrampfung der Herzkranzgefäße (funktionelle Störung).
Risikofaktoren
- Rauchen
- Hoher Blutdruck (Hypertonie)
- Erhöhtes Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Diabetes mellitus
- Übergewicht (Adipositas)
- Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung (viel Fett, Zucker, Salz)
- Starker oder langanhaltender Stress
- Familiäre Vorbelastung (Herzinfarkt bei Verwandten ersten Grades unter 60 Jahren)
- Alter (Männer ab 45, Frauen ab 55 Jahren)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei neu auftretenden Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust.
- Wenn bekannte Anginabeschwerden stärker werden oder öfter auftreten.
- Bei Atemnot, die ohne körperliche Anstrengung auftritt.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie Risikofaktoren für eine Herzkrankheit haben und noch nie untersucht wurden.
- Zur regelmäßigen Kontrolle, wenn bei Ihnen bereits eine koronare Herzkrankheit bekannt ist.
- Vor einer größeren Operation, bei der Ihr Herz belastet wird.
Diagnose
Die Diagnose einer Angina pectoris (Brustenge) wird in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese (Arztgespräch), körperlicher Untersuchung und speziellen Tests gestellt. Die Vorbereitung auf einen Screeningtest ist ein wichtiger Schritt, um eine genaue Diagnose zu erhalten.
Mögliche Untersuchungen
- Ruhe-EKG (Elektrokardiogramm)
- Belastungs-EKG (Ergometrie) – Vorbereitung: nicht rauchen, 2 Stunden vorher nichts essen, bequeme Kleidung und Laufschuhe.
- Langzeit-EKG (24-Stunden-EKG)
- Echokardiographie (Herzultraschall)
- CT-Koronarangiographie – Vorbereitung: meist nüchtern, bestimmte Medikamente absetzen.
- Herzkatheteruntersuchung – Vorbereitung: nüchtern, Blutverdünner nach Absprache absetzen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Je nach Test müssen Sie unterschiedliche Vorbereitungen treffen. Grundsätzlich sollten Sie Ihren Arzt über alle Medikamente informieren, die Sie einnehmen. Bei Belastungstests werden Sie auf einem Laufband oder Fahrrad aktiv – das ist anstrengend, aber gut auszuhalten. Die Tests sind sicher, aber bei Auftreten von Beschwerden wird sofort abgebrochen. Nach der Untersuchung können Sie meist normal essen und trinken, es sei denn, Sie wurden sediert oder hatten eine Herzkatheteruntersuchung. Planen Sie für den Test insgesamt etwa ein bis zwei Stunden ein.
Behandlung
Die Behandlung der Angina pectoris zielt darauf ab, die Durchblutung des Herzens zu verbessern, Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Die Therapie besteht aus einer Kombination von Lebensstiländerungen, medikamentöser Behandlung und gegebenenfalls Eingriffen.
Selbsthilfe zu Hause
- Mit dem Rauchen aufhören
- Gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig gesättigten Fetten
- Regelmäßige Bewegung (mindestens 30 Minuten an den meisten Tagen der Woche, nach ärztlicher Absprache)
- Stressabbau durch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen
- Gewichtskontrolle bei Übergewicht
Medizinische Behandlungen
Zur medikamentösen Behandlung gehören Mittel, die die Herzkranzgefäße erweitern, die Blutgerinnung hemmen, den Blutdruck senken oder den Herzschlag rhythmisieren. Ihr Arzt wird die geeignete Kombination für Sie auswählen. Nehmen Sie Medikamente immer genau nach Anweisung ein und besprechen Sie Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn die Verengungen der Herzkranzgefäße schwerwiegend sind oder die Symptome trotz Medikamenten nicht ausreichend kontrolliert werden können, kommen interventionelle Verfahren wie eine Ballondilatation mit Stent-Einlage (Herzkatheter mit Aufweitung der Gefäße) oder eine Bypass-Operation in Frage. Ihr Kardiologe wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer Angina pectoris können Sie ein erfülltes Leben führen. Es ist wichtig, auf die Signale Ihres Körpers zu achten: Vermeiden Sie Situationen, die Brustschmerzen auslösen, und planen Sie ausreichend Pausen ein. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein und führen Sie Tagebuch über Ihre Beschwerden – das hilft Ihrem Arzt, die Behandlung anzupassen.
Tipps für den Alltag
- Bewegung in Maßen: Spaziergänge, Radfahren oder Schwimmen sind gut – vermeiden Sie jedoch extreme Anstrengung.
- Stress vermeiden oder bewusst abbauen.
- Genügend Schlaf (7–8 Stunden pro Nacht).
- Kein Rauchen und wenig Alkohol (maximal ein Glas Wein oder Bier pro Tag für Frauen, zwei für Männer).
- Regelmäßige ärztliche Kontrollen wahrnehmen.
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung umfasst viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, magere Proteine (z.B. Fisch, Hülsenfrüchte) und gesunde Fette (aus Nüssen, Avocado, Olivenöl). Reduzieren Sie Salz, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel. Bewegung ist wichtig, aber steigern Sie die Intensität langsam. Ideal sind Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen – am besten in Absprache mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer Herzerkrankung kann Angst machen und zu Stress, Depressionen oder sozialem Rückzug führen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson. Bei anhaltenden Problemen kann eine psychologische Unterstützung sehr hilfreich sein.
Vorbeugung
Eine Angina pectoris und die zugrundeliegende koronare Herzkrankheit lassen sich nicht immer verhindern, aber Sie können Ihr Risiko deutlich senken. Dazu gehören: Nichtrauchen, gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Stressabbau, Gewichtsnormalisierung und die Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker. Lassen Sie regelmäßig Ihren Gesundheitszustand von Ihrem Hausarzt überprüfen.
Früherkennungsprogramme
Ein Screening auf eine koronare Herzkrankheit ist dann sinnvoll, wenn Sie Risikofaktoren haben oder erste Symptome bemerken. Die AWMF-Leitlinien empfehlen ein individuelles Vorgehen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob ein Screening für Sie infrage kommt – nicht jeder braucht eine Untersuchung. Früherkennung kann helfen, Komplikationen wie einen Herzinfarkt zu vermeiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
- Herzrhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern)
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
- Plötzlicher Herztod
Langzeitprognose
Mit einer konsequenten Behandlung, einem gesunden Lebensstil und regelmäßigen Kontrollen ist die Prognose bei Angina pectoris heute sehr gut. Viele Menschen können trotz der Erkrankung aktiv und beschwerdefrei leben. Die Medizin hat große Fortschritte gemacht – es gibt also Grund zur Zuversicht. Ihr Arzt wird Sie begleiten und die beste Therapie für Sie finden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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