Blood culture â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Blood culture
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Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Eine Blutkultur ist ein Test, bei dem eine Blutprobe in speziellen NĂ€hrlösungen bebrĂŒtet wird, um Bakterien oder Pilze im Blut nachzuweisen. Damit kann festgestellt werden, ob eine Blutvergiftung (Sepsis) vorliegt oder woher eine schwere Infektion kommt.
Wichtige Fakten
Die Blutkultur ist die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf eine Blutvergiftung.
Das Ergebnis liegt meist nach 1â3 Tagen vor, bei Pilzen kann es lĂ€nger dauern.
FĂŒr eine Blutkultur werden meist zwei bis drei Blutproben aus verschiedenen Armvenen entnommen.
Ein positives Ergebnis zeigt, welche Erreger die Infektion verursachen und hilft, die richtige Behandlung zu wÀhlen.
Fragen zu diesem Artikel
Die Blutkultur ist ein Standardtest in KrankenhĂ€usern und wird bei jedem Verdacht auf eine schwere Infektion oder Blutvergiftung schnell durchgefĂŒhrt.
Eine Blutkultur wird bei Menschen jeden Alters angewendet, bei denen der Verdacht auf eine schwere Infektion im Blut besteht â besonders bei Fieber, SchĂŒttelfrost, rascher Verschlechterung des Allgemeinzustands oder nach Operationen.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Atemnot oder Atemstillstand
Bewusstlosigkeit
KrampfanfÀlle
Hautausschlag mit kleinen roten oder violetten Flecken, die sich nicht wegdrĂŒcken lassen (Anzeichen einer Meningokokken-Sepsis)
Schaum vor dem Mund oder blÀuliche VerfÀrbung der Lippen/Zunge
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Fieber ĂŒber 39âŻÂ°C mit SchĂŒttelfrost
â Starke Verwirrtheit oder Desorientierung
â Blutdruckabfall (Schwindel, OhnmachtsgefĂŒhl)
â Starke Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit
HĂ€ufige Symptome
Hohes Fieber (ĂŒber 38,5 °C) oder Untertemperatur (unter 36 °C)
SchĂŒttelfrost und starkes Frösteln
Schneller Puls (Herzrasen)
Schnelle, flache Atmung
Verwirrtheit oder Benommenheit
Starkes KrankheitsgefĂŒhl
Schmerzen an verschiedenen Körperstellen (z.âŻB. Bauch, Lunge)
Symptome bei Kindern
Fieberkrampf
Apathie (das Kind ist teilnahmslos, schwer erweckbar)
Verweigerung von Trinken oder Essen
Hautausschlag, der sich nicht wegdrĂŒcken lĂ€sst (âPetechienâ)
Schnelles Atmen ohne erkennbaren Grund
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Verwirrtheit oder plötzliche WesensverÀnderung
StĂŒrze oder Gangunsicherheit
Deutlicher Appetitverlust
Fieber fehlt oft oder ist nur gering erhöht
Verschlechterung einer bestehenden Grunderkrankung
Ursachen
Hauptursachen
Bakterien (z.âŻB. Staphylokokken, Streptokokken, E. coli) gelangen ins Blut â oft von einer lokalen Infektion wie einer LungenentzĂŒndung, Harnwegsinfektion oder Wundinfektion
Pilze (z.âŻB. Candida) â vor allem bei Menschen mit geschwĂ€chtem Immunsystem
Selten: Viren, die eine schwere systemische Infektion auslösen (z.âŻB. Herpesviren bei Neugeborenen)
Risikofaktoren
VorgeschĂ€digtes Immunsystem (z.âŻB. durch Chemotherapie, HIV, Organtransplantation)
Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Leberzirrhose, Niereninsuffizienz
Katheter oder zentrale VenenverweilkanĂŒlen
KĂŒrzliche Operationen oder Wunden
Alter (SÀuglinge und Àltere Menschen sind besonders gefÀhrdet)
Krankenhausaufenthalt, insbesondere auf Intensivstation
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Bei Fieber ĂŒber 39âŻÂ°C mit SchĂŒttelfrost oder Verwirrtheit
Bei Atemnot, schnellem Puls oder Blutdruckabfall
Bei starken Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit
Bei Ausschlag, der nicht wegdrĂŒckbar ist
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn Sie sich trotz Fieber gut fĂŒhlen und innerhalb von 3 Tagen kein Arzttermin frei ist (aber besser frĂŒher)
Nach einer bekannten Infektion, bei der das Fieber nicht sinkt
Nicht jeder Infekt braucht eine Blutkultur. Bei leichten ErkÀltungen oder harmlosen Fieber ist der Test nicht nötig. Ihr Arzt entscheidet anhand der Symptome, ob eine Blutkultur sinnvoll ist.
Diagnose
Eine Blutkultur wird entnommen, wenn der Arzt eine schwere Infektion oder Blutvergiftung vermutet. Das Blut wird in spezielle FlĂ€schchen gegeben und in einem Brutschrank bebrĂŒtet. WĂ€chst ein Erreger, wird er genau bestimmt und auf seine Empfindlichkeit gegenĂŒber Antibiotika getestet.
Mögliche Untersuchungen
Blutkultur (meist 2â3 Proben aus verschiedenen Venen)
Urinuntersuchung, Röntgen, CT oder Ultraschall â je nach vermuteter Infektionsquelle
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutentnahme dauert nur wenige Minuten, es kann zu einem leichten Einstichschmerz kommen. Nach der Entnahme sollten Sie die Einstichstelle einige Minuten trocken abdrĂŒcken. Innerhalb von 24â48 Stunden liegt meist ein erstes Ergebnis vor, genauere Resistenztestung dauert 2â3 Tage.
Behandlung
Wenn eine Blutkultur positiv ist, wird die Infektion gezielt behandelt. Meist sind Antibiotika nötig, die zuerst breit wirken, spÀter dann genau auf den gefundenen Erreger abgestimmt werden. Bei Pilzinfektionen kommen Antipilzmittel zum Einsatz. Die Behandlung erfolgt oft im Krankenhaus, vor allem bei einer Blutvergiftung.
Selbsthilfe zu Hause
Viel trinken (Wasser, Tee), wenn keine FlĂŒssigkeitseinschrĂ€nkung besteht
Schonung und Bettruhe in der akuten Phase
Fiebersenkende MaĂnahmen nach RĂŒcksprache mit dem Arzt (keine Selbstmedikation!)
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach dem Erreger: Antibiotika oder Antimykotika werden meist ĂŒber die Vene gegeben (intravenös). Die Dosis und Dauer wird individuell angepasst. Manchmal mĂŒssen Infektionsherde wie Abszesse oder Katheter entfernt werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn die Infektion von einem Abszess (Eiterherd) oder einem infizierten Fremdkörper (z.âŻB. kĂŒnstliches Gelenk, Herzklappe) ausgeht, kann eine Operation nötig sein, um den Herd zu entfernen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer schweren Infektion braucht der Körper Zeit zur Erholung. Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und steigern Sie die AktivitĂ€t langsam. Bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihrem Arzt fĂŒr Nachuntersuchungen.
Tipps fĂŒr den Alltag
Ausreichend Schlaf und Pausen
Stress vermeiden, z.âŻB. durch Entspannungstechniken
Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăigen Alkohol meiden (schwĂ€chen das Immunsystem)
ErnÀhrung und Bewegung
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten unterstĂŒtzt die Genesung. Leichte Bewegung wie Spazierengehen kann nach Abklingen der Akutsymptome helfen. Bei langer BettlĂ€gerigkeit sind Ăbungen zur Thromboseprophylage wichtig.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine schwere Infektion kann Ăngste auslösen, z.âŻB. vor einem RĂŒckfall oder vor SpĂ€tfolgen. Es ist normal, sich verunsichert zu fĂŒhlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie psychologische UnterstĂŒtzung, wenn die Belastung zu groĂ wird.
Vorbeugung
Nicht alle Infektionen lassen sich verhindern, aber das Risiko kann gesenkt werden: gute HÀndehygiene, sorgfÀltige Wundversorgung, Impfungen und rechtzeitige Behandlung lokaler Infektionen.
Impfungen
Impfungen gegen Pneumokokken, Meningokokken, Grippe und COVID-19 können schwere Infektionen verhindern, die zu einer Blutvergiftung fĂŒhren können.
FrĂŒherkennungsprogramme
Eine regelmĂ€Ăige Blutkultur zur Vorsorge ist nicht sinnvoll. Der Test wird nur bei konkretem Verdacht durchgefĂŒhrt.
Komplikationen
Unbehandelt
Blutvergiftung (Sepsis) mit Kreislaufversagen
Organversagen (Nieren, Lunge, Leber)
Abszesse in verschiedenen Organen
EntzĂŒndung der Herzinnenhaut (Endokarditis)
Langzeitprognose
Bei rascher Erkennung und gezielter Behandlung ist die Prognose einer Blutstrominfektion heute meist gut. Dank moderner Antibiotika und intensivmedizinischer Betreuung können auch schwere VerlĂ€ufe erfolgreich behandelt werden. Eine frĂŒhzeitige Blutkultur ist der SchlĂŒssel zur richtigen Therapie.
UnterstĂŒtzung finden
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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