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Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine dauerhafte Erkrankung der Lunge, bei der die Atemwege verengt sind und die Lunge nicht mehr richtig arbeiten kann. Ein Bluttest hilft, den Schweregrad zu bestimmen, andere Erkrankungen auszuschlieĂen und den Verlauf zu ĂŒberwachen. Dabei wird vor allem der Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut gemessen sowie ein spezieller Wert namens Alpha-1-Antitrypsin, um eine erbliche Form zu erkennen.
Wichtige Fakten
Ja, COPD ist eine der hĂ€ufigsten chronischen Atemwegserkrankungen in Deutschland. Laut AWMF-Leitlinien sind etwa 10â15 % der Erwachsenen ĂŒber 40 Jahren betroffen. Viele wissen aber nicht, dass sie eine COPD haben.
COPD betrifft vor allem Menschen ĂŒber 40, die geraucht haben oder rauchen. Auch Menschen, die beruflich Schadstoffen ausgesetzt sind (z.âŻB. Staub, Chemikalien), haben ein höheres Risiko. Die erbliche Form (Alpha-1-Antitrypsin-Mangel) kann auch jĂŒngere Menschen treffen.
Die COPD wird meist mit einer LungenfunktionsprĂŒfung (Spirometrie) diagnostiziert. Der Bluttest dient zur BestĂ€tigung und zum Ausschluss anderer Erkrankungen. Er misst den Gasaustausch (Sauerstoff und Kohlendioxid) im Blut und kann einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel nachweisen.
Der Bluttest ist schnell und meist schmerzfrei. Es wird etwas Blut aus einer Armvene oder aus dem OhrlĂ€ppchen entnommen. Vor dem Test mĂŒssen Sie nicht nĂŒchtern sein. Die Ergebnisse liegen oft schon nach ein paar Stunden vor. Ihr Arzt bespricht die Werte mit Ihnen und erklĂ€rt, was sie bedeuten.
Die Behandlung der COPD zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern, die Lungenfunktion zu erhalten und Verschlimmerungen zu vermeiden. Der Bluttest hilft dabei, den Behandlungsplan anzupassen â zum Beispiel ob Sie Sauerstoff brauchen oder ob eine erbliche Form vorliegt, die anders behandelt wird.
Die Behandlung umfasst Medikamente, die die Atemwege erweitern und EntzĂŒndungen hemmen (inhalative Arzneimittel). Bei fortgeschrittener COPD kann eine Sauerstofftherapie nötig werden. Eine spezielle Behandlung gibt es bei der erblichen Form (Alpha-1-Antitrypsin-Mangel) â Ihr Arzt wird Sie dazu beraten. In schweren FĂ€llen kommen andere Verfahren wie die Lungenvolumenreduktion oder eine Lungentransplantation infrage.
Eine Operation wird nur in sehr schweren FĂ€llen in Betracht gezogen, wenn die Medikamente nicht mehr ausreichen. Beispiele sind die Lungenvolumenreduktion (Entfernung von erkranktem Lungengewebe) oder eine Lungentransplantation. Die Entscheidung trifft ein Spezialist.
Mit der richtigen Behandlung und Lebensweise können Sie trotz COPD ein aktives Leben fĂŒhren. Achten Sie auf eine gute Atemtechnik, machen Sie AtemĂŒbungen und planen Sie Pausen ein. Der Bluttest kann regelmĂ€Ăig wiederholt werden, um den Sauerstoffgehalt zu kontrollieren.
Eine gesunde, ausgewogene ErnĂ€hrung hilft, das Immunsystem zu stĂ€rken. Essen Sie viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukte. Trinken Sie ausreichend Wasser. Bewegung wie Gehen, Radfahren oder Wassergymnastik verbessert die Lungenfunktion. Bei Atemnot langsamer machen.
Eine chronische Erkrankung kann belastend sein. Viele Menschen mit COPD fĂŒhlen sich Ă€ngstlich oder niedergeschlagen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie eine psychologische Beratung. Denken Sie daran: Sie sind nicht allein â es gibt viele Hilfsangebote.
COPD ist nicht immer vermeidbar, aber das Risiko sinkt deutlich, wenn Sie nicht rauchen und Schadstoffe meiden. Die erbliche Form lĂ€sst sich nicht verhindern, aber eine frĂŒhe Erkennung durch den Bluttest ermöglicht eine rechtzeitige Behandlung.
Lassen Sie sich jĂ€hrlich gegen Grippe (Influenza) impfen und einmalig gegen LungenentzĂŒndung (Pneumokokken). Auch eine COVID-19-Impfung wird empfohlen. Fragen Sie Ihren Hausarzt.
Es gibt kein allgemeines Screening auf COPD. Bei Risikofaktoren (Rauchen, Berufsschadstoffe) kann Ihr Arzt eine LungenfunktionsprĂŒfung und einen Bluttest empfehlen â auch ohne Beschwerden. Die AWMF-Leitlinie empfiehlt darĂŒber hinaus den Alpha-1-Antitrypsin-Test bei allen COPD-Patienten, um die erbliche Form nicht zu ĂŒbersehen.
Die gute Nachricht: Mit einer frĂŒhzeitigen Diagnose und einer konsequenten Behandlung lĂ€sst sich das Fortschreiten der COPD oft verlangsamen. Viele Menschen bleiben trotz COPD lange aktiv und haben eine gute LebensqualitĂ€t. Der Bluttest hilft, die Behandlung optimal anzupassen. Jeder Schritt, den Sie fĂŒr Ihre Gesundheit tun â wie das Aufhören mit dem Rauchen â macht einen Unterschied.
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Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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