Creatinine clearance
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Die Creatinin-Clearance ist ein Test, der misst, wie gut Ihre Nieren das Abfallprodukt Creatinin aus dem Blut filtern. Dafür wird Ihr Creatininspiegel im Blut und im Urin über 24 Stunden gemessen.
Wichtige Fakten
Der Test wird in Deutschland häufig durchgeführt, besonders bei Menschen mit Verdacht auf Nierenerkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck.
Er betrifft vor allem Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder nach Nierentransplantationen. Auch ältere Menschen werden häufiger getestet, da die Nierenfunktion mit dem Alter nachlassen kann.
Die Creatinin-Clearance wird durch eine Kombination aus Bluttest und 24-Stunden-Urinsammlung bestimmt. Sie zeigt, wie viel Creatinin die Nieren pro Minute aus dem Blut filtern (ml/min).
Die Blutabnahme ist kurz und schmerzarm. Die Urinsammlung erfordert etwas Planung: Sie bekommen einen Behälter und klare Anweisungen. Am besten beginnen Sie morgens nach dem ersten Wasserlassen (dieses verwerfen) und sammeln dann 24 Stunden lang. Die Auswertung dauert meist 1–2 Tage.
Eine verminderte Creatinin-Clearance allein wird nicht behandelt – die zugrunde liegende Ursache steht im Vordergrund. Ziel ist es, die Nierenfunktion zu schützen und ein Fortschreiten zu verhindern.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Bluthochdruck werden blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt, bei Diabetes eine gute Blutzuckereinstellung. Manchmal werden Medikamente zur Entlastung der Nieren verordnet – Ihr Arzt entscheidet individuell. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Dialyse (Blutwäsche) nötig sein.
Chirurgische Eingriffe sind nur selten direkt notwendig, z. B. bei Nierensteinen oder Nierenarterienstenose (Verengung der Nierenarterie). In schweren Fällen kann eine Nierentransplantation in Betracht gezogen werden.
Leben Sie bewusst mit Ihrer Nierenfunktion: Nehmen Sie vereinbarte Kontrolltermine wahr und folgen Sie den Empfehlungen Ihres Arztes. Eine gesunde Lebensweise unterstützt die Nieren.
Eine nierenfreundliche Ernährung ist wichtig: weniger Salz, weniger verarbeitete Lebensmittel. Die Proteinmenge kann je nach Stadium der Nierenschwäche begrenzt werden – sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberatung. Bewegung fördert die Durchblutung und hilft, Blutdruck und Blutzucker zu kontrollieren.
Eine gesunde Lebensweise kann das Risiko für Nierenerkrankungen senken: ausgewogene Ernährung, ausreichend Trinken, Nichtrauchen, Bewegung. Bei Diabetes und Bluthochdruck ist die gute Einstellung dieser Erkrankungen der wichtigste Schutz.
Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und Blutzucker checken. Wenn Sie zu Risikogruppen gehören (Familie, Diabetes, Bluthochdruck), ist ein jährlicher Nierenfunktionstest sinnvoll – sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.
Mit einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung kann der Verlauf einer Nierenerkrankung oft verlangsamt oder gestoppt werden. Viele Menschen leben mit einer leicht eingeschränkten Nierenfunktion ohne große Einschränkungen. Bei fortgeschrittener Nierenschwäche stehen Behandlungsmöglichkeiten wie Dialyse oder Transplantation zur Verfügung, die ein gutes Leben ermöglichen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Eine chronische Nierenschwäche kann belastend sein. Sie fühlen sich vielleicht unsicher oder ängstlich wegen der Zukunft. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Holen Sie sich Unterstützung, wenn die Gedanken Sie belasten.