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Der Wachstumshormontest ist eine medizinische Untersuchung, bei der die Menge des Wachstumshormons im Blut gemessen wird. Wachstumshormon ist ein Botenstoff, der das Wachstum von Knochen und Gewebe steuert und auch bei Erwachsenen wichtige Aufgaben hat, zum Beispiel den Stoffwechsel. Mit dem Test kann festgestellt werden, ob der Körper zu viel oder zu wenig von diesem Hormon produziert.
Wichtige Fakten
Wachstumshormontests werden nicht bei jeder Person durchgefĂŒhrt, sondern nur bei bestimmten Anzeichen. Die zugrundeliegenden Störungen sind selten: Wachstumshormonmangel tritt bei etwa 1 von 4.000 Kindern auf, und eine Ăberproduktion (Akromegalie) bei etwa 1 von 20.000 Erwachsenen.
Kinder und Erwachsene jeden Alters, aber die Ursachen sind unterschiedlich: Bei Kindern sind es meist angeborene oder entwicklungsbedingte Störungen, bei Erwachsenen oft Tumore der HirnanhangdrĂŒse (Hypophyse).
Die Diagnose beginnt mit der Anamnese (Krankengeschichte) und einer körperlichen Untersuchung. Falls der Arzt einen Wachstumshormonmangel oder -ĂŒberschuss vermutet, folgen Blutuntersuchungen, oft unter bestimmten Bedingungen (z. B. nach Fasten oder nach Gabe von Medikamenten).
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Störung. Ziel ist es, den Wachstumshormonspiegel zu normalisieren, um Symptome zu lindern und FolgeschÀden zu vermeiden.
Bei einem nachgewiesenen Wachstumshormonmangel wird das fehlende Hormon durch Injektionen ersetzt (subkutane Spritzen, meist tĂ€glich). Die Dosis wird individuell angepasst und regelmĂ€Ăig kontrolliert. Bei einem Ăberschuss (Akromegalie) stehen mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur VerfĂŒgung: die operative Entfernung des Hypophysentumors (transsphenoidale Operation), die medikamentöse Senkung des Hormonspiegels mit sogenannten Somatostatin-Analoga oder der Einsatz einer Strahlentherapie. Die Wahl der Behandlung hĂ€ngt von GröĂe und Lage des Tumors sowie Ihrem Gesundheitszustand ab.
Wenn Sie Wachstumshormon ersetzen mĂŒssen, gehört die tĂ€gliche Injektion zum Alltag. Viele lernen das selbst und fĂŒhren die Spritze nach Anleitung durch. RegelmĂ€Ăige Arztbesuche (Endokrinologe) sind wichtig, um den Hormonspiegel zu kontrollieren und die Dosis anzupassen.
Eine vollwertige ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten hilft bei der Gewichtskontrolle und dem Knochenerhalt. Bei Wachstumshormonmangel kann Muskelaufbau durch moderate Bewegung (z. B. Radfahren, Schwimmen) die Therapie unterstĂŒtzen. Bei Ăberschuss sollten Sie gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Yoga wĂ€hlen.
Eine Störung des Wachstumshormons kann das Selbstbild beeinflussen â besonders bei Kindern mit Kleinwuchs oder Erwachsenen mit verĂ€ndertem Aussehen. Viele fĂŒhlen sich unsicher oder gestresst. Es ist völlig in Ordnung, sich Hilfe zu holen: Psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen bieten UnterstĂŒtzung.
Wachstumshormonstörungen lassen sich meist nicht verhindern, da sie auf Tumoren oder angeborenen Ursachen beruhen. Ein gesunder Lebensstil unterstĂŒtzt die allgemeine Hormonbalance, kann aber eine Störung nicht vorbeugen.
In Deutschland gibt es kein allgemeines Screening auf Wachstumshormonstörungen. Bei Kindern wird das Wachstum im gelben Untersuchungsheft (U-Heft) regelmĂ€Ăig dokumentiert â so fallen Abweichungen frĂŒh auf.
Mit einer frĂŒhzeitigen Diagnose und maĂgeschneiderten Behandlung ist die Prognose meist gut. Die meisten Menschen können ein normales Leben fĂŒhren, auch wenn die Behandlung oft ĂŒber Jahre nötig ist. Bei Tumoren besteht eine hohe Chance auf Heilung durch Operation oder medikamentöse Therapie. RegelmĂ€Ăige Nachsorge ist wichtig, um Langzeitfolgen zu vermeiden.
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Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Die Tests finden meist ambulant in einer Praxis oder Klinik statt. Sie mĂŒssen einige Stunden nĂŒchtern sein (nichts essen). Der Arzt legt eine VenenverweilkanĂŒle, um mehrfach Blut abzunehmen. Der Eingriff ist schmerzarm, Sie können leichte Ăbelkeit oder Kopfschmerzen verspĂŒren, besonders beim Stimulationstest. Die Auswertung dauert wenige Tage. Besprechen Sie die Ergebnisse immer mit Ihrem Arzt.
Eine Operation wird vor allem bei Hypophysentumoren empfohlen, die gut zugĂ€nglich sind und auf die Hirnnerven drĂŒcken. Sie erfolgt meist durch die Nase (endonasal).