IGF-1 blood test
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Der IGF-1-Bluttest misst die Menge des insulinĂ€hnlichen Wachstumsfaktors 1 (IGF-1) in Ihrem Blut. IGF-1 ist ein Hormon, das vor allem in der Leber gebildet wird und das Wachstum von Knochen und Gewebe steuert. Der Test hilft dabei, Störungen des Wachstumshormonhaushalts zu erkennen, wie etwa einen Mangel oder Ăberschuss an Wachstumshormon.
Wichtige Fakten
Der IGF-1-Bluttest ist ein hĂ€ufig eingesetzter Labortest, wenn der Verdacht auf Wachstumsstörungen oder Erkrankungen der HirnanhangsdrĂŒse (Hypophyse) besteht.
Der Test wird sowohl bei Kindern mit Wachstumsverzögerung als auch bei Erwachsenen mit Symptomen wie ungewöhnlichem Wachstum von HĂ€nden, FĂŒĂen oder GesichtszĂŒgen (Akromegalie) durchgefĂŒhrt.
Der IGF-1-Bluttest ist der erste Schritt. Wenn der Wert auffĂ€llig ist, folgen weitere Untersuchungen, um die Ursache zu klĂ€ren. Dazu gehören ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) zur Messung der WachstumshormonunterdrĂŒckung oder bildgebende Verfahren wie ein MRT der Hypophyse.
Die Blutabnahme fĂŒr den IGF-1-Test dauert nur wenige Minuten. Sie mĂŒssen in der Regel 8â12 Stunden nĂŒchtern sein. Danach wird Ihr Blut im Labor analysiert. Die Ergebnisse liegen je nach Labor innerhalb von wenigen Tagen vor. Ihr Arzt bespricht die Werte mit Ihnen und erlĂ€utert die nĂ€chsten Schritte.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der verÀnderten IGF-1-Werte. Ziel ist es, den Wachstumshormonspiegel wieder in den Normalbereich zu bringen und mögliche FolgeschÀden zu vermeiden.
Bei einem Wachstumshormonmangel kann eine Hormonersatztherapie mit kĂŒnstlichem Wachstumshormon in Betracht gezogen werden (nur nach strenger Ă€rztlicher Indikation). Bei einem Ăberschuss (z.âŻB. durch Hypophysenadenom) kommen Medikamente zum Einsatz, die die AusschĂŒttung des Wachstumshormons hemmen â diese werden individuell von Ihrem Endokrinologen verordnet. In manchen FĂ€llen wird eine Strahlentherapie des Tumors erwogen.
Wenn ein Hypophysenadenom die Ursache ist, kann eine Operation (transsphenoidale Adenomektomie) notwendig sein, um den Tumor zu entfernen. Dies ist in der Regel ein minimalinvasiver Eingriff ĂŒber die Nase.
Die meisten Menschen mit behandeltem Wachstumshormonmangel oder -ĂŒberschuss fĂŒhren ein normales Leben. Wichtig ist, dass Sie Ihre Medikamente (falls verschrieben) zuverlĂ€ssig einnehmen und regelmĂ€Ăig Ihren Endokrinologen aufsuchen. Bei einer Hormonersatztherapie mĂŒssen Sie auf mögliche Nebenwirkungen achten und Ihren Arzt informieren.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten unterstĂŒtzt den Hormonstoffwechsel. Kalziumreiche Lebensmittel (Milchprodukte, GrĂŒnkohl) und Vitamin-D-Quellen (fetter Fisch, Eier) sind besonders wichtig fĂŒr die Knochen. Sport wie Schwimmen, Radfahren oder Walken hilft, den Stoffwechsel zu stabilisieren.
Eine Störung des Wachstumshormonspiegels kann sich auf die Stimmung auswirken â manche Menschen fĂŒhlen sich mĂŒde, antriebslos oder Ă€ngstlich. Es ist völlig normal, sich darĂŒber Gedanken zu machen. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt ĂŒber Ihre psychische Belastung zu sprechen. Gegebenenfalls kann eine psychologische Beratung helfen.
Die meisten Ursachen fĂŒr verĂ€nderte IGF-1-Werte (z.âŻB. Hypophysentumoren) lassen sich nicht verhindern. Eine frĂŒhzeitige Diagnose und Behandlung können jedoch Komplikationen vermeiden. RegelmĂ€Ăige Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und gegebenenfalls bei Erwachsenen mit Risikofaktoren sind sinnvoll.
Es gibt keine Impfung gegen Erkrankungen der Wachstumshormonachse.
Ein routinemĂ€Ăiges Screening auf IGF-1-Erhöhung wird in Deutschland nicht fĂŒr die Allgemeinbevölkerung empfohlen. Bei familiĂ€rer Vorbelastung oder bestimmten Syndromen kann der Arzt jedoch eine Kontrolle anordnen.
Mit einer rechtzeitigen und angepassten Behandlung ist die Prognose in der Regel gut. Die meisten Betroffenen können ein aktives Leben fĂŒhren. Moderne Therapien (Medikamente, Operation, Strahlentherapie) haben die Behandlungsergebnisse in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Ihr Behandlungsteam wird Sie eng begleiten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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