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Palpitationen sind das Gefühl, dass Ihr Herz schnell, unregelmäßig oder stark schlägt. Ein Bluttest bei Palpitationen hilft Ihrem Arzt, mögliche Ursachen wie Schilddrüsenprobleme, Blutarmut oder Elektrolytstörungen zu erkennen. Der Test untersucht, ob bestimmte Werte in Ihrem Blut außerhalb des normalen Bereichs liegen.
Wichtige Fakten
Ja, Palpitationen sind sehr häufig. Die meisten Menschen haben sie hin und wieder. Ein Bluttest zur Abklärung wird bei wiederholten oder anhaltenden Palpitationen empfohlen.
Palpitationen können in jedem Alter auftreten. Sie sind besonders häufig bei jungen Frauen, Menschen mit Angststörungen, bei Schilddrüsenerkrankungen und nach sportlicher Belastung. Auch bei älteren Menschen können sie aufgrund von Herzrhythmusstörungen vorkommen.
Zur Abklärung von Palpitationen wird in der Regel zunächst eine Blutuntersuchung durchgeführt. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen Ihre Beschwerden, Ihren Alltag und mögliche Risikofaktoren. Oft wird zusätzlich ein Ruhe-EKG geschrieben, um die Herzaktion zu dokumentieren.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, die durch den Bluttest gefunden wurde. Bei harmlosen Ursachen reicht es oft, Auslöser zu vermeiden und auf einen gesunden Lebensstil zu achten.
Je nach Ursache können verschiedene Behandlungen infrage kommen: bei Schilddrüsenüberfunktion können Medikamente die Hormonproduktion normalisieren; bei Elektrolytmangel werden diese oral oder intravenös ausgeglichen; bei Blutarmut werden Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure ergänzt. Bei Herzrhythmusstörungen gibt es Medikamente, die den Herzschlag stabilisieren (wie Betablocker oder Antiarrhythmika) – diese werden immer von einem Arzt verordnet. In manchen Fällen kommt eine Katheterablation (Verödung von fehlgeleiteten Herzreizleitungsbahnen) infrage.
Palpitationen sind oft harmlos und lassen sich gut in den Alltag integrieren. Solange ein ernster Grund ausgeschlossen wurde, können Sie normal leben. Bei Bedarf hilft es, Trigger zu meiden und auf die Signale Ihres Körpers zu achten.
Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Obst, Gemüse und Vollkornprodukten versorgt Ihren Körper mit wichtigen Mineralien. Magnesiumreiche Lebensmittel (Nüsse, Bananen, Hülsenfrüchte) können helfen, die Herzfrequenz zu stabilisieren. Beginnen Sie Sport langsam und steigern Sie sich – hören Sie auf Ihren Körper.
Nicht alle Ursachen von Palpitationen lassen sich verhindern, aber ein gesunder Lebensstil kann das Risiko senken. Regelmäßige ärztliche Kontrollen, insbesondere wenn Sie Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Schilddrüsenprobleme haben, helfen, frühzeitig gegenzusteuern.
Es gibt keine Impfung gegen Palpitationen. Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken können jedoch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, indem sie schwere Infektionen verhindern.
Bei familiärer Vorbelastung mit Herzkrankheiten oder plötzlichem Herztod kann ein Screening (z. B. EKG und Bluttest) schon in jungen Jahren sinnvoll sein. Ihr Arzt kann Sie beraten, ob und wann eine Vorsorgeuntersuchung für Sie infrage kommt.
Die Prognose bei Palpitationen ist in den allermeisten Fällen sehr gut. Sobald die zugrunde liegende Ursache behandelt ist – sei es durch eine Ernährungsumstellung, Medikamente oder einen kleinen Eingriff – bessern sich die Beschwerden meist deutlich. Mit der richtigen Abklärung und Behandlung können Sie ein normales, aktives Leben führen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Die Blutabnahme ist schnell und fast schmerzfrei. Sie müssen dafür nicht nüchtern sein, es sei denn, Ihr Arzt bittet ausdrücklich darum (z. B. bei Schilddrüsenwerten kann die Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten vor der Blutabnahme besprochen werden). Die Ergebnisse liegen meist nach ein bis zwei Tagen vor. Ihr Arzt wird sie mit Ihnen besprechen und ggf. weitere Untersuchungen empfehlen.
Nur selten ist eine Operation nötig, z. B. bei bestimmten Formen von Vorhofflimmern oder wenn eine Katheterablation nicht ausreicht. Ihr Kardiologe wird dies mit Ihnen besprechen.
Palpitationen können Angst auslösen, besonders wenn sie plötzlich auftreten. Die Sorge um das Herz kann den Alltag belasten. Es ist wichtig, sich zu informieren und mit dem Arzt oder einem Psychologen über Ängste zu sprechen. Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung oder Meditation können beruhigend wirken.