Stool test â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Stool test
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Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Ein Stuhltest ist eine Untersuchung einer Stuhlprobe im Labor. Dabei wird der Stuhl auf verstecktes Blut, Krankheitserreger oder andere AuffĂ€lligkeiten geprĂŒft. Der Test hilft, Erkrankungen des Verdauungstrakts zu erkennen, zum Beispiel Darminfektionen, EntzĂŒndungen oder Darmkrebs.
Wichtige Fakten
Ein Stuhltest ist schmerzfrei und einfach durchzufĂŒhren.
Sie erhalten von Ihrer Ărztin oder Ihrem Arzt ein Röhrchen oder einen BehĂ€lter fĂŒr die Probe.
Die Probe wird im Labor auf Bakterien, Viren, Blut oder Kotspuren untersucht.
Der Test wird oft zur Vorsorge von Darmkrebs ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.
Ja, Stuhltests werden hĂ€ufig durchgefĂŒhrt, zum Beispiel bei der Darmkrebsvorsorge oder bei anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden.
Fragen zu diesem Artikel
Stuhltests können bei Menschen jeden Alters durchgefĂŒhrt werden. Besonders hĂ€ufig werden sie bei Personen mit Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen oder Blut im Stuhl eingesetzt. Auch in der Vorsorge ab 50 Jahren ist der Test ĂŒblich.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
starke Bauchschmerzen, die plötzlich auftreten
Erbrechen von Blut
Blut im Stuhl in groĂen Mengen
Kreislaufbeschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Blut im Stuhl, auch geringe Mengen
â Durchfall, der trotz Behandlung nicht aufhört
â ungewollter Gewichtsverlust
â Fieber ĂŒber 38,5 Grad zusammen mit Bauchschmerzen
HĂ€ufige Symptome
Blut im Stuhl
anhaltender Durchfall
Verstopfung
Bauchschmerzen oder -krÀmpfe
unerklÀrlicher Gewichtsverlust
Symptome bei Kindern
Durchfall, der lÀnger als 2 Tage anhÀlt
Blut im Stuhl des Kindes
wiederholtes Erbrechen
Fieber in Verbindung mit Durchfall
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
plötzliche VerÀnderung der Stuhlgewohnheiten
Blutbeimengungen im Stuhl
Verdacht auf Darmkrebs im Rahmen der Vorsorge
wiederkehrende Bauchschmerzen
Ursachen
Hauptursachen
Ein Stuhltest wird durchgefĂŒhrt, um mögliche Ursachen von Beschwerden zu finden, nicht um eine bestimmte Ursache zu behandeln. Zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden gehören: Infektionen durch Bakterien oder Viren, chronisch-entzĂŒndliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, Darmkrebs, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten.
Risikofaktoren
Alter ĂŒber 50 Jahre (fĂŒr Darmkrebsvorsorge)
familiĂ€re Vorbelastung fĂŒr Darmkrebs
chronisch-entzĂŒndliche Darmerkrankung
Einnahme von blutverdĂŒnnenden Medikamenten
schlechtes Immunsystem, z. B. nach Transplantationen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Bei sichtbarem Blut im Stuhl
Bei sehr starken oder anhaltenden Bauchschmerzen
Bei Durchfall, der lÀnger als 3 Tage anhÀlt und mit Fieber einhergeht
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Ab dem 50. Lebensjahr zur Darmkrebsvorsorge
Bei wiederkehrenden Bauchbeschwerden ohne akute NotfÀlle
Nach einer Reise in LÀnder mit erhöhtem Infektionsrisiko (z. B. Reisedurchfall)
Ein Stuhltest ist eine einfache, schmerzfreie Untersuchung, die oft wichtige Hinweise auf Ihre Gesundheit geben kann. Ihre Ărztin oder Ihr Arzt erklĂ€rt Ihnen genau, wie Sie die Probe richtig entnehmen.
Diagnose
Der Stuhltest wird in der Regel von Ihrer HausÀrztin oder Ihrem Hausarzt angeordnet. Sie erhalten ein Probenset und entnehmen zu Hause eine kleine Stuhlprobe. Die Probe wird ins Labor geschickt und dort untersucht. Die Ergebnisse liegen meist nach wenigen Tagen vor.
Mögliche Untersuchungen
Guajak-basierter Test auf okkultes Blut (iFOBT)
Immunologischer Test auf HĂ€moglobin (iFOBT)
Erregerkultur bei Verdacht auf Infektion
PCR-Test auf bestimmte Viren oder Bakterien
Calprotectin-Test bei Verdacht auf EntzĂŒndung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie erhalten ein Röhrchen oder eine Schale. Entnehmen Sie eine kleine Menge Stuhl von der Toilette oder aus einem Stuhlfangbeutel. Achten Sie darauf, dass die Probe nicht mit Urin oder Toilettenwasser vermischt ist. VerschlieĂen Sie das Röhrchen gut und geben Sie es wie vereinbart ab. Die Auswertung dauert je nach Test wenige Tage.
Behandlung
Ein Stuhltest selbst ist nur eine Untersuchung, keine Behandlung. AbhĂ€ngig vom Ergebnis können verschiedene MaĂnahmen folgen. Bei einer Infektion kann eine Behandlung mit Antibiotika oder antiparasitĂ€ren Mitteln nötig sein â diese verschreibt nur die Ărztin oder der Arzt. Bei chronisch-entzĂŒndlichen Darmerkrankungen stehen entzĂŒndungshemmende Medikamente zur VerfĂŒgung. Bei Darmkrebs ist eine Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie möglich.
Selbsthilfe zu Hause
Trinken Sie ausreichend Wasser und Tee, besonders bei Durchfall
Achten Sie auf eine leichte, fettarme ErnÀhrung
Vermeiden Sie Rohkost und Milchprodukte bei Verdacht auf Infektion
Waschen Sie sich grĂŒndlich die HĂ€nde, um eine Ansteckung zu vermeiden
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach der festgestellten Erkrankung. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika helfen, bei chronisch-entzĂŒndlichen Darmerkrankungen entzĂŒndungshemmende Medikamente wie Kortison oder Immunsuppressiva (vom Arzt verordnet). Bei Darmkrebs kommen Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie infrage. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ărztin beraten â eine Selbstmedikation ohne Diagnose ist nicht empfehlenswert.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann notwendig sein, wenn ein Tumor im Darm gefunden wird, der entfernt werden muss, oder bei bestimmten Komplikationen wie Darmverschluss. Ihr medizinisches Team bespricht alle Möglichkeiten mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem auffÀlligen Stuhltest kann eine weitere AbklÀrung nötig sein, z. B. eine Darmspiegelung. Bis dahin ist ein normaler Alltag meist möglich, solange keine starken Beschwerden auftreten. Achten Sie auf Ihren Körper und vereinbaren Sie zeitnah einen Kontrolltermin.
Tipps fĂŒr den Alltag
Gesund ernĂ€hren mit viel Ballaststoffen, GemĂŒse und Vollkornprodukten
RegelmĂ€Ăige Bewegung fördert die DarmtĂ€tigkeit
Stress vermeiden und Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation ausprobieren
Nicht rauchen und Alkohol nur in MaĂen genieĂen
ErnÀhrung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche ErnĂ€hrung (Obst, GemĂŒse, HĂŒlsenfrĂŒchte) und ausreichend FlĂŒssigkeit helfen, den Darm gesund zu halten. Moderate Bewegung wie SpaziergĂ€nge oder Radfahren unterstĂŒtzt die Verdauung. Sprechen Sie mit Ihrer Ărztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie gröĂere Ănderungen vornehmen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein auffĂ€lliger Stuhltest kann Ăngste auslösen, besonders wenn der Verdacht auf Krebs besteht. Das ist verstĂ€ndlich. Wichtig ist, sich nicht alleine zu fĂŒhlen und mit Angehörigen oder einem psychologischen Beratungsdienst zu sprechen. Die meisten auffĂ€lligen Ergebnisse sind gut behandelbar, wenn sie frĂŒh erkannt werden.
Vorbeugung
Ein Stuhltest selbst kann nicht verhindert werden, aber sein Ziel ist die FrĂŒherkennung von Krankheiten. Um Darmkrebs vorzubeugen, wird ab dem 50. Lebensjahr ein Stuhltest empfohlen. Auch eine gesunde Lebensweise senkt das Risiko fĂŒr Darmkrebs.
Impfungen
Es gibt Impfungen gegen einige Erreger, die Durchfall verursachen, wie z. B. die Rotavirus-Impfung fĂŒr SĂ€uglinge. Diese ist im Kindesalter empfohlen. Weitere Impfungen besprechen Sie mit Ihrer Ărztin oder Ihrem Arzt.
FrĂŒherkennungsprogramme
Die gesetzliche Darmkrebsvorsorge in Deutschland bietet MÀnnern und Frauen ab 50 Jahren einen jÀhrlichen Stuhltest auf Blut (iFOBT). Ab 55 Jahren haben auch Versicherte Anspruch auf eine Darmspiegelung. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
Wenn ein auffĂ€lliger Stuhltest nicht weiter abgeklĂ€rt wird, kann eine ernste Erkrankung unerkannt bleiben, z. B. Darmkrebs in einem frĂŒhen, gut behandelbaren Stadium.
Infektionen können sich verschlimmern und auf andere Personen ĂŒbertragen werden.
Chronische EntzĂŒndungen können ohne Behandlung zu dauerhaften DarmschĂ€den fĂŒhren.
Langzeitprognose
Mit einem Stuhltest lassen sich viele Krankheiten frĂŒhzeitig erkennen â und das verbessert die Heilungschancen deutlich. Die meisten Befunde sind harmlos oder gut behandelbar. Auch wenn einmal etwas gefunden wird: Dank moderner Medizin gibt es fast immer wirksame Behandlungen. Zögern Sie nicht, den Test zu machen und bei AuffĂ€lligkeiten Ă€rztlichen Rat einzuholen.
UnterstĂŒtzung finden
Lokale Organisationen
Ărztlicher Bereitschaftsdienst · Deutschland
Krebsinformationsdienst · Deutschland
Hilfetelefone
Telefonische Gesundheitsberatung der KassenÀrztlichen Bundesvereinigung
116117
Deutschland
Notruf fĂŒr medizinische NotfĂ€lle
112
Deutschland
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.