Throat culture
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Ein Rachenabstrich ist eine einfache Untersuchung, bei der mit einem WattestĂ€bchen etwas Schleim von Ihrer Rachenwand abgenommen wird. Dieser Abstrich wird dann im Labor untersucht, um herauszufinden, welche Bakterien oder andere Erreger eine Halsschmerzen oder EntzĂŒndung verursachen. Meistens sucht man nach Streptokokken, die eine eitrige MandelentzĂŒndung auslösen können.
Wichtige Fakten
Ja, Rachenabstriche gehören in Arztpraxen und Kliniken zur Routine, wenn starke Halsschmerzen, Fieber oder geschwollene Mandeln auftreten. Besonders bei Kindern ist diese Untersuchung hÀufig.
Im Prinzip kann jeder einen Rachenabstrich bekommen â egal ob Kind, Erwachsener oder Ă€lterer Mensch. Besonders oft wird er bei Patienten mit typischen Anzeichen einer bakteriellen MandelentzĂŒndung (z. B. starke Halsschmerzen, Fieber, weiĂe BelĂ€ge auf den Mandeln) durchgefĂŒhrt.
Ein Rachenabstrich wird von einem Arzt oder einer Ărztin durchgefĂŒhrt. Dabei wird mit einem langen WattestĂ€bchen vorsichtig ĂŒber die RĂŒckseite des Rachens und eventuell ĂŒber die Mandeln gestrichen. Das Material wird dann entweder direkt vor Ort auf einen Schnelltest gegeben oder in ein Labor geschickt, wo die Bakterien auf einem NĂ€hrboden angezĂŒchtet werden.
In der Arztpraxis werden Sie kurz gebeten, den Mund weit zu öffnen. Der Arzt oder die Ărztin drĂŒckt die Zunge mit einem Holzspatel leicht nach unten und wischt mit einem WattestĂ€bchen schnell ĂŒber die Rachenhinterwand und die Mandeln. Das kann kurz einen WĂŒrgereiz auslösen, ist aber nach wenigen Sekunden vorbei. Wenn ein Schnelltest gemacht wird, erfahren Sie das Ergebnis noch in derselben Sitzung. Bei der Standardkultur mĂŒssen Sie zwei bis drei Tage auf das Ergebnis warten. In der Zwischenzeit kann der Arzt meist schon eine vorlĂ€ufige Behandlung einleiten â zum Beispiel Medikamente gegen Fieber und Schmerzen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, die der Rachenabstrich zeigt. Bei einer viralen HalsentzĂŒndung reichen in der Regel Hausmittel und rezeptfreie Mittel gegen Schmerzen und Fieber. Bei einer bakteriellen Infektion (insbesondere Streptokokken) wird Ihr Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Wichtig ist, die Behandlung immer genau nach Anweisung durchzufĂŒhren.
WĂ€hrend der Behandlung einer bakteriellen HalsentzĂŒndung sollten Sie auf Sport und anstrengende AktivitĂ€ten verzichten, bis das Fieber weg ist und Sie sich wieder krĂ€ftig fĂŒhlen. Bei viralen Halsschmerzen können Sie nach einigen Tagen schonend in den Alltag zurĂŒckkehren. Achten Sie auf Hygiene, um andere nicht anzustecken: regelmĂ€Ăig HĂ€ndewaschen, nicht in die Hand niesen, eigenes Handtuch und Besteck verwenden.
Nicht jede HalsentzĂŒndung lĂ€sst sich vermeiden. Aber Sie können das Risiko senken, indem Sie auf gute HĂ€ndehygiene achten, engen Kontakt zu erkrankten Personen meiden und Ihr Immunsystem durch gesunde ErnĂ€hrung, Bewegung und ausreichend Schlaf stĂ€rken. Bei Rachenabstrichen an sich gibt es keine Vorbeugung â der Abstrich ist ja nur eine Untersuchungsmethode.
Gegen die hĂ€ufigsten bakteriellen Erreger (Streptokokken) gibt es keine Impfung. Gegen manche Viren, die Halsschmerzen verursachen können (z. B. Grippe, COVID-19), gibt es Impfungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Impfung fĂŒr Sie infrage kommt.
Ein Rachenabstrich wird nicht zur Vorsorge bei gesunden Menschen eingesetzt. Er kommt nur bei konkretem Verdacht auf eine bakterielle Infektion zum Einsatz. Wenn Sie hĂ€ufig wiederkehrende HalsentzĂŒndungen haben, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine regelmĂ€Ăige Kontrolle sinnvoll ist.
Die allermeisten HalsentzĂŒndungen â ob viral oder bakteriell â heilen vollstĂ€ndig aus. Mit einem Rachenabstrich kann Ihr Arzt die richtige Behandlung einleiten und Komplikationen zuverlĂ€ssig vermeiden. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose ausgezeichnet. Auch wenn die Symptome einige Tage unangenehm sind: Nach etwa einer Woche geht es den meisten Patienten deutlich besser. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht erholen.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Wenn eine bakterielle Infektion nachgewiesen ist, wird der Arzt ein geeignetes Antibiotikum verordnen. Die Einnahme erfolgt meist ĂŒber 7 bis 10 Tage. Es ist wichtig, das Antibiotikum genau nach Ă€rztlicher Anweisung einzunehmen und die Behandlung auch dann zu Ende zu fĂŒhren, wenn die Symptome schon nach ein paar Tagen abklingen. Bei Schmerzen und Fieber können nicht verschreibungspflichtige Schmerz- und Fiebersenker eingenommen werden â sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Eine Operation (Entfernung der Mandeln) wird nur in seltenen FĂ€llen empfohlen â zum Beispiel bei sehr hĂ€ufigen, schweren MandelentzĂŒndungen (mehr als sechs Mal im Jahr) oder wenn Abszesse (Eiteransammlungen) im Rachen auftreten. Ihr Arzt wird die Vor- und Nachteile mit Ihnen besprechen.
Leichte, weiche Kost wie Haferbrei, KartoffelpĂŒree, Quark, Suppen oder Smoothies erleichtern das Schlucken. Kalte Speisen (Eis, Pudding) können die Schleimhaut beruhigen. Auf scharfe, saure oder heiĂe Speisen sollten Sie verzichten. Bewegung ist wĂ€hrend der akuten Phase nicht empfehlenswert â nach Besserung können Sie wieder mit leichter Bewegung beginnen.
Anhaltende Halsschmerzen und Schluckbeschwerden können belastend sein und zu Frustration oder Niedergeschlagenheit fĂŒhren. Gerade wenn man nicht richtig essen oder trinken kann, sinkt das Wohlbefinden. Nehmen Sie sich die Zeit zum Auskurieren und gönnen Sie sich kleine WohlfĂŒhlrituale. Wenn die gedrĂŒckte Stimmung lĂ€nger anhĂ€lt, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder der HausĂ€rztin.