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Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist eine einfache und schmerzfreie Untersuchung, bei der die elektrischen Signale Ihres Herzens aufgezeichnet werden. Das EKG zeigt, wie Ihr Herz schlägt – ob der Rhythmus regelmäßig ist, wie schnell es schlägt und ob es Hinweise auf Durchblutungsstörungen oder andere Herzprobleme gibt.
Wichtige Fakten
Ja, das EKG gehört zu den häufigsten Untersuchungen in der Herzmedizin. Es wird jedes Jahr bei Millionen von Menschen durchgeführt.
Ein EKG kann bei Menschen jeden Alters durchgeführt werden – vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten. Es wird vor allem bei Verdacht auf Herzerkrankungen, aber auch im Rahmen von Routineuntersuchungen oder vor Operationen eingesetzt.
Das EKG wird mit einem Gerät durchgeführt, das über kleine Elektroden (Klebepads) auf der Haut die elektrischen Impulse des Herzens aufzeichnet. Die Daten werden als Kurve auf Papier oder einem Bildschirm dargestellt. Ein Arzt – meist ein Kardiologe (Herzspezialist) – wertet die Kurve aus und beurteilt Puls, Rhythmus, Herzachse und mögliche Veränderungen. Bei der Befundung stützen sich Ärzte unter anderem auf die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
Ein auffälliges EKG wird nicht direkt „behandelt“ – es zeigt lediglich Auffälligkeiten. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Herzerkrankung. So können Rhythmusstörungen mit Medikamenten oder einer Katheterablation (Verödung krankhafter Gewebebereiche) behandelt werden. Bei Durchblutungsstörungen kommen Medikamente, eine Ballonaufdehnung (PCI) oder ein Bypass in Frage. Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam einen Behandlungsplan erstellen.
Wenn Ihr EKG einmal auffällig war, heißt das nicht automatisch, dass Sie Ihren Alltag stark einschränken müssen. Viele Menschen mit abweichenden EKG-Befunden leben völlig normal. Wichtig ist eine gute ärztliche Betreuung und das Einhalten der vereinbarten Kontrollen.
Eine herzgesunde Ernährung (z. B. mediterrane Kost) und moderate Bewegung wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen werden empfohlen. Bei bekannten Herzerkrankungen sollten Sie das Trainingsprogramm mit Ihrem Arzt abstimmen.
Ein auffälliges EKG an sich kann man nicht verhindern – es ist ja nur eine Diagnosemethode. Aber Sie können viel tun, um Herzkrankheiten vorzubeugen, die zu einem auffälligen EKG führen: gesunde Lebensweise, Blutdruck- und Cholesterinkontrolle, Nichtrauchen.
Ein EKG als Screening (Vorsorgeuntersuchung) wird in Deutschland für bestimmte Altersgruppen und Risikopersonen empfohlen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob dies für Sie sinnvoll ist.
Die gute Nachricht: Durch Früherkennung und moderne Behandlungen haben die meisten Herzerkrankungen heute eine gute Prognose. Viele Menschen mit auffälligen EKG-Befunden und kontrollierter Grunderkrankung führen ein langes, aktives Leben. Befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes und nehmen Sie regelmäßige Kontrollen wahr – dann stehen die Chancen sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Vor einem EKG müssen Sie sich nicht besonders vorbereiten. Sie legen sich entspannt auf eine Liege, der Arzt oder die Arzthelferin bringt Elektroden an bestimmten Stellen auf Ihrer Brust, Armen und Beinen an. Während der Aufzeichnung atmen Sie normal. Das Ganze dauert nur etwa 5–10 Minuten. Danach können Sie sofort Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen.
Die medikamentöse Behandlung umfasst je nach Grunderkrankung Mittel zur Blutdruckeinstellung, Gerinnungshemmer (um Schlaganfälle zu verhindern) oder Medikamente zur Rhythmusstabilisierung. Auch eine elektrische Kardioversion (Stromstoß zur Rhythmuswiederherstellung) oder ein Herzschrittmacher sind mögliche Therapien. Diese Entscheidungen trifft der Kardiologe nach sorgfältiger Abwägung.
Eine Operation (z. B. Bypass-Operation oder Herzklappenersatz) ist nur bei bestimmten, schweren Herzerkrankungen nötig, die durch das EKG mit aufgefallen sein können. Ihr Arzt wird Ihnen die Notwendigkeit und den Ablauf genau erklären.
Ein auffälliges EKG kann Ängste und Unsicherheit auslösen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt genau erklären, was der Befund bedeutet. Scheuen Sie sich nicht, nachzufragen. Wenn die Angst überhandnimmt, kann ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten oder die Teilnahme an einer Herzgruppe helfen.