Entdecken Sie das Ruqelo-Ökosystem
KI-gestützte klinische Produktivitätstools für medizinisches Fachpersonal.
Ruqelo ClinicalPatientenfreundliche Gesundheitsbildung und Orientierung.
Premium-Training für gesprochenes Arabisch mit Rollenspielen, Audio und Companion.
Ruqelo ArabicBasierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ihre Lipidwerte (Blutfettwerte) geben an, wie viel Fett in Ihrem Blut ist. Dazu gehören Cholesterin (eine fettähnliche Substanz) und Triglyceride (eine andere Art von Fett). Zu hohe Werte können die Blutgefäße verstopfen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Wichtige Fakten
Ja, erhöhte Blutfettwerte sind sehr häufig. In Deutschland haben etwa 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen erhöhte Cholesterinwerte.
Menschen jeden Alters können betroffen sein. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen und bestimmten Vorerkrankungen (z. B. Diabetes). Auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle.
Die Lipidwerte werden mit einer Blutuntersuchung gemessen. Dafür wird Ihnen Blut aus einer Vene entnommen, meist am Morgen nach zwölfstündigem Fasten (nur Wasser trinken ist erlaubt). Die Ergebnisse zeigen die Konzentrationen von Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceriden.
Die Blutentnahme dauert nur wenige Minuten und ist fast schmerzfrei. Die Ergebnisse liegen meist am nächsten Werktag vor. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bespricht sie mit Ihnen und ordnet sie ein – berücksichtigt werden dabei auch Ihr Alter, Geschlecht, Ihr Lebensstil und mögliche Risikofaktoren.
Die Behandlung beginnt immer mit einer Umstellung des Lebensstils. Reicht das nicht aus, können Medikamente zum Einsatz kommen, die die Cholesterinproduktion in der Leber senken oder die Ausscheidung fördern. Die genaue Therapie wird individuell festgelegt.
Mit erhöhten Lipidwerten können Sie gut leben, indem Sie Ihren Lebensstil anpassen und regelmäßig Ihre Werte kontrollieren lassen. Unterstützung durch Ihr medizinisches Team hilft Ihnen, die Werte im Griff zu behalten.
Eine herzgesunde Ernährung ist der Schlüssel: Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel, mageres Fleisch und Fisch, und verwenden Sie hochwertige Öle. Vermeiden Sie Fertigprodukte, frittierte Speisen und stark zuckerhaltige Getränke. Bewegung sollte zur täglichen Routine werden – schon flottes Gehen für 30 Minuten hilft.
Viele Fälle von erhöhten Blutfettwerten lassen sich durch eine gesunde Lebensweise verhindern oder verbessern. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und ein gesundes Körpergewicht sind die wichtigsten Maßnahmen.
Es gibt keine Impfung gegen erhöhte Blutfettwerte. Lassen Sie sich jedoch gegen Grippe und andere Infektionen impfen, da diese bei bestehenden Herz-Kreislauf-Risiken schwerer verlaufen können.
Im Rahmen der gesetzlichen Gesundheitsuntersuchungen (Check-up ab 35 Jahren, alle zwei bis drei Jahre) werden die Blutfettwerte automatisch bestimmt. Bei familiärer Vorbelastung kann die Untersuchung auch früher sinnvoll sein – sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Die gute Nachricht: Erhöhte Blutfettwerte sind gut behandelbar. Mit einer gesunden Lebensweise und – falls nötig – Medikamenten können Sie das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich senken. Viele Menschen führen mit dieser Diagnose ein langes und aktives Leben. Regelmäßige Kontrollen und die Zusammenarbeit mit Ihrem medizinischen Team sind der Schlüssel zum Erfolg.
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen, können Medikamente wie Statine (CSE-Hemmer) oder andere verschrieben werden. Diese senken die Cholesterinproduktion in der Leber. Auch Ezetimib, Fibrate oder PCSK9-Hemmer können je nach Situation eingesetzt werden. Die Wahl des Medikaments und die Dosierung legt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin fest – bitte nehmen Sie keine Medikamente ohne ärztliche Verordnung ein.
Operationen sind bei reinen Fettstoffwechselstörungen nicht üblich. Nur bei sehr seltenen, schweren erblichen Formen können Verfahren wie die LDL-Apherese (Blutwäsche) in Betracht kommen. Dies besprechen Spezialistinnen und Spezialisten in darauf spezialisierten Zentren.
Die Diagnose erhöhter Blutfettwerte kann Sorgen auslösen. Es ist wichtig, sich nicht unter Druck zu setzen. Kleine Schritte bringen Sie weiter. Wenn Sie sich ängstlich oder belastet fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder suchen Sie psychologische Unterstützung. Sie sind nicht allein.