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Das Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein EiweiĂ, das normalerweise im Blut von ungeborenen Babys vorkommt. Bei Erwachsenen kann ein erhöhter AFP-Wert ein Hinweis auf bestimmte Krebsarten sein, zum Beispiel Leberkrebs oder Keimzelltumore. Der AFP-Test wird daher als Tumormarker bezeichnet, also als ein Laborwert, der bei der Erkennung und Verlaufskontrolle von Krebs helfen kann.
Wichtige Fakten
Der AFP-Test wird nicht routinemĂ€Ăig bei allen Menschen durchgefĂŒhrt, sondern nur bei bestimmten VerdachtsfĂ€llen oder Risikogruppen. Ein erhöhter AFP-Wert ist selten.
Betroffen sind vor allem Menschen mit chronischen Lebererkrankungen wie Hepatitis B oder C, Leberzirrhose sowie MĂ€nner mit bestimmten Keimzelltumoren (z. B. Hodenkrebs). Auch Schwangere haben natĂŒrlicherweise erhöhte AFP-Werte.
Die AFP-Konzentration wird mit einer einfachen Blutabnahme bestimmt. Ergibt sich ein auffÀlliger Wert, leitet der Arzt weitere Untersuchungen ein.
Bei der Blutabnahme wird Ihnen eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen â das ist schnell und kaum schmerzhaft. Die Ergebnisse liegen meist innerhalb weniger Tage vor. Bei auffĂ€lligen Werten folgen bildgebende Verfahren und eventuell eine Biopsie, die unter örtlicher BetĂ€ubung durchgefĂŒhrt wird.
Behandelt wird nicht der AFP-Wert selbst, sondern die zugrundeliegende Erkrankung. Die Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Stadium.
Bei Leberkrebs kommen Verfahren wie operative Entfernung, lokale Zerstörung des Tumors (z. B. Radiofrequenzablation), Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichtete Medikamente in Frage. Bei Keimzelltumoren werden oft Chemotherapie und unter UmstÀnden eine Operation eingesetzt. Ihr Facharzt wird die individuell beste Behandlung mit Ihnen besprechen. (Hinweis: Konkrete Arzneimittel werden hier nicht genannt.)
Eine Operation kommt infrage, wenn der Tumor noch örtlich begrenzt ist und die Leberfunktion ausreichend gut ist. Auch bei Keimzelltumoren kann eine operative Entfernung notwendig sein.
Nach einer Krebsdiagnose sind regelmĂ€Ăige Kontrolluntersuchungen beim Arzt wichtig, um den Verlauf zu ĂŒberwachen. Dazu gehört auch die wiederholte Messung des AFP-Werts.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel GemĂŒse, Obst und Vollkornprodukten unterstĂŒtzt den Körper. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen kann das Wohlbefinden steigern. Bei Lebererkrankungen sollten Sie auf ĂŒbermĂ€Ăige Fett- und Zuckerzufuhr verzichten.
Ein erhöhter AFP-Wert oder eine Krebsdiagnose kann Ăngste und Unsicherheit auslösen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Behandlungsteam und suchen Sie bei Bedarf psychologische UnterstĂŒtzung.
Eine Erhöhung des AFP-Werts lĂ€sst sich nicht direkt verhindern, aber Sie können das Risiko fĂŒr die zugrundeliegenden Erkrankungen senken. Dazu gehört die Vorbeugung gegen Leberkrebs und Keimzelltumoren.
Die Impfung gegen Hepatitis B ist eine wirksame MaĂnahme, um eine chronische Hepatitis und damit Leberkrebs zu verhindern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darĂŒber.
Menschen mit erhöhtem Risiko (z. B. Leberzirrhose, chronische Hepatitis) können regelmĂ€Ăig auf AFP getestet werden. Auch eine Ultraschalluntersuchung der Leber alle 6 bis 12 Monate wird oft empfohlen. Die genauen AbstĂ€nde legt Ihr Arzt fest.
Die Aussichten hĂ€ngen stark von der Ursache ab. Viele Krebserkrankungen, die mit AFP zusammenhĂ€ngen, sind bei frĂŒhzeitiger Erkennung gut behandelbar. Die heutigen Therapiemöglichkeiten verbessern sich stetig, sodass auch fortgeschrittene Stadien oft gut kontrolliert werden können. Ihr Arzt wird mit Ihnen einen persönlichen Behandlungsplan besprechen.
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Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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