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Krampfadern (Varizen) sind erweiterte, geschlängelte Venen, die oft an den Beinen sichtbar sind. Ein Bluttest bei Krampfadern wird in der Regel nicht zur Diagnose der Krampfadern selbst eingesetzt, sondern um mögliche Ursachen wie Gerinnungsstörungen oder Entzündungen zu erkennen.
Wichtige Fakten
Krampfadern sind sehr häufig – etwa 20 bis 30 von 100 Erwachsenen in Deutschland haben sie. Ein Bluttest speziell für Krampfadern wird aber nur selten und meist bei besonderen Risikofaktoren durchgeführt.
Krampfadern betreffen häufiger Frauen als Männer und treten besonders bei älteren Menschen, in der Schwangerschaft oder bei langer Steh- oder Sitzbelastung auf.
Krampfadern werden meist durch eine körperliche Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) festgestellt. Ein Bluttest dient nicht der Diagnose von Krampfadern, sondern kann bei Verdacht auf eine Gerinnungsstörung (Thrombophilie) oder eine Entzündung hilfreich sein.
Der Arztbesuch dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Sie werden gebeten, die Beine zu entblößen. Beim Ultraschall wird ein Gel auf die Haut aufgetragen und ein kleiner Schallkopf über die Beine geführt – das ist schmerzfrei. Falls ein Bluttest nötig ist, wird Ihnen Blut aus der Armvene abgenommen – das Ergebnis liegt nach einigen Tagen vor.
Die Behandlung von Krampfadern richtet sich nach Beschwerden, Größe und Lage. Oft reichen schon einfache Maßnahmen wie Bewegung und Kompressionsstrümpfe. Bei stärkeren Beschwerden gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten, die der Venenspezialist (Phlebologe) mit Ihnen bespricht.
Krampfadern lassen sich gut in den Alltag integrieren. Wichtig ist, auf Bewegung und das Tragen von Kompressionsstrümpfen zu achten, besonders wenn Sie viel stehen oder sitzen müssen.
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten hilft, Übergewicht zu vermeiden. Bewegung wie Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren fördert den Blutfluss – ideal sind 30 Minuten pro Tag.
Krampfadern lassen sich nicht immer verhindern, vor allem wenn eine erbliche Veranlagung vorliegt. Sie können das Risiko aber senken, indem Sie Übergewicht vermeiden, sich regelmäßig bewegen und Phasen langen Stehens oder Sitzens unterbrechen.
Es gibt keine Impfung gegen Krampfadern.
Ein generelles Screening (Test ohne Beschwerden) ist nicht empfohlen. Wer ein erhöhtes Risiko hat (z. B. durch Familienanamnese), kann mit seinem Arzt über eine frühzeitige Untersuchung sprechen.
Mit einer rechtzeitigen Behandlung und guten Eigenmaßnahmen lassen sich Komplikationen meist vermeiden. Krampfadern sind gut behandelbar – die meisten Menschen können ein normales Leben führen und ihre Beschwerden deutlich lindern.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Zu den ärztlichen Verfahren zählen die Verödung (Sklerotherapie), bei der eine spezielle Lösung in die Krampfader gespritzt wird, sowie moderne Verfahren wie Laser- oder Radiofrequenztherapie, bei denen die Vene von innen verschlossen wird. Welche Methode für Sie infrage kommt, entscheidet der Facharzt nach einer genauen Untersuchung.
Eine Operation wird seltener nötig, zum Beispiel wenn die Krampfader sehr groß ist oder die anderen Behandlungen nicht geholfen haben. Dabei wird die erkrankte Vene gezogen (Stripping) oder minimalinvasiv entfernt.
Manche Menschen fühlen sich durch sichtbare Krampfadern unwohl oder unsicher. Das ist verständlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Wünsche – auch eine Behandlung aus kosmetischen Gründen ist möglich. Bei seelischen Belastungen hilft ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten oder der Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr).