Venenscreening: Vorbereitung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Venenscreening ist eine schmerzlose Untersuchung mit Ultraschall, bei der die Gesundheit Ihrer Venen überprüft wird. Dabei sucht der Arzt oder die Ärztin nach Krampfadern, Blutgerinnseln oder Durchblutungsstörungen.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung dauert etwa 15 bis 30 Minuten und ist völlig schmerzfrei.
- Sie benötigen keine besondere Vorbereitung – tragen Sie einfach bequeme Kleidung.
- Der Arzt oder die Ärztin kann oft schon während der Untersuchung erste Ergebnisse mitteilen.
Ja, Venenprobleme sind sehr weit verbreitet. Viele Menschen haben erweiterte Venen oder Krampfadern, ohne es zu wissen.
Ein Venenscreening wird vor allem bei Erwachsenen durchgeführt, die Risikofaktoren wie langes Sitzen oder Stehen, Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung haben.
Symptome
- Plötzliche, starke Schwellung eines Beins
- Starke Schmerzen im Bein oder in der Leiste
- Atemnot oder Brustschmerzen (Hinweis auf eine mögliche Lungenembolie)
- ⚠Neu aufgetretene Rötung, Überwärmung oder Verhärtung an einem Bein
- ⚠Offene Wunde am Unterschenkel, die nicht heilt
Häufige Symptome
- Schwere oder müde Beine
- Geschwollene Knöchel oder Beine, vor allem abends
- Sichtbare, geschlängelte Venen (Krampfadern)
- Juckreiz oder Spannungsgefühl an den Beinen
Symptome bei Kindern
- Venenerkrankungen sind bei Kindern sehr selten. Bei Beschwerden sollten Sie einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Mit zunehmendem Alter nehmen Venenschwäche und Krampfadern zu. Auch Hautveränderungen und offene Beine (Ulcus cruris) können auftreten.
Ursachen
Hauptursachen
- Schwäche der Venenwände und Venenklappen (Bindegewebsschwäche)
- Erbliche Veranlagung
- Langes Stehen oder Sitzen im Beruf
- Übergewicht
- Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen
Risikofaktoren
- Alter (über 50 Jahre)
- Bewegungsmangel
- Rauchen
- Hormonelle Einflüsse (z. B. durch die Pille oder Hormonersatztherapie)
- Frühere Beinverletzungen oder Operationen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlicher, einseitiger Beinschwellung oder starken Schmerzen
- Bei Atemnot oder Brustschmerzen
- Bei offener, nicht heilender Wunde am Bein
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltend schweren oder müden Beinen
- Bei sichtbaren Krampfadern oder geschwollenen Beinen
- Wenn Sie in Ihrer Familie Venenleiden kennen
Diagnose
Ein Venenscreening wird meist mit einem speziellen Ultraschallgerät (Duplexsonografie) durchgeführt. Der Arzt oder die Ärztin gleitet mit einem Gel-beschichteten Schallkopf über Ihre Beine.
Mögliche Untersuchungen
- Duplexsonografie (Ultraschall mit Blutflussmessung)
- Manuelle Untersuchung (Betrachten und Abtasten)
- Selten: Venenverschlussplethysmografie (VVP) oder Phlebografie (Röntgen mit Kontrastmittel)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege, die Beine sind frei. Es wird ein Gel auf die Haut aufgetragen. Der Schallkopf wird sanft über die Beine bewegt – Sie spüren nichts. Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Danach können Sie sofort nach Hause gehen. Tragen Sie lockere Kleidung und keine engen Strümpfe. Cremen Sie die Beine vorher nicht ein, damit das Gel gut haftet.
Behandlung
Die Behandlung von Venenproblemen richtet sich nach der Schwere. Oft helfen bereits einfache Maßnahmen wie Bewegung, Hochlegen der Beine und Kompressionsstrümpfe. Bei fortgeschrittenen Fällen gibt es schonende Verfahren in einer Gefäßpraxis.
Selbsthilfe zu Hause
- Bewegen Sie sich regelmäßig (Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen)
- Legen Sie die Beine so oft wie möglich hoch
- Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen
- Tragen Sie bequeme Schuhe und lockere Kleidung
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Kompressionsstrümpfe verschreiben. In einer Praxis für Gefäßmedizin stehen Behandlungen wie die Verödung (Sklerotherapie) oder endovenöse Verfahren (Laser- oder Radiofrequenztherapie) zur Verfügung. Eine Operation ist nur bei sehr großen oder komplizierten Krampfadern nötig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (z. B. Venenstripping) kommt nur dann in Betracht, wenn andere Methoden nicht ausreichen oder die Venen stark erweitert sind. Ihr Gefäßchirurg oder Ihre Gefäßchirurgin bespricht die Optionen mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Mit Venenproblemen können Sie gut leben. Wichtig ist, den Alltag so zu gestalten, dass die Beine regelmäßig bewegt und entlastet werden.
Tipps für den Alltag
- Wechselduschen oder kalte Güsse an den Beinen
- Viel Trinken (Wasser) fördert die Durchblutung
- Vermeiden Sie Übergewicht durch eine gesunde Ernährung
Ernährung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten hilft, Verstopfung zu vermeiden, die die Venen belastet. Bewegung wie Walking, Schwimmen oder Gymnastik ist ideal.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Venenbeschwerden können belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie sich wegen der Beschwerden ängstlich oder niedergeschlagen fühlen.
Vorbeugung
Ganz verhindern lassen sich Venenprobleme nicht, aber Sie können das Risiko senken: viel Bewegung, gesundes Gewicht, regelmäßiges Hochlegen der Beine.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiges Venenscreening ist sinnvoll, wenn Sie Risikofaktoren haben oder Beschwerden auftreten. Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin kann Sie über die Leistungen Ihrer Krankenkasse informieren.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz)
- Hautveränderungen wie Verhärtungen oder Ekzeme
- Offenes Bein (Ulcus cruris)
- Thrombose (Blutgerinnsel in den tiefen Venen)
Langzeitprognose
Mit frühzeitiger Erkennung und Behandlung haben Venenprobleme eine gute Prognose. Die Beschwerden lassen sich meist gut lindern, und schwerwiegende Komplikationen können vermieden werden. Bleiben Sie aktiv und suchen Sie bei Veränderungen ärztlichen Rat.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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