Erektionsprobleme: Was Sie selbst tun können
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Erektionsstörung bedeutet, dass ein Mann über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Erektion bekommt oder halten kann. Das ist ein häufiges Problem und kein Grund, sich zu schämen.
Wichtige Fakten
- Erektionsstörungen sind sehr verbreitet und betreffen viele Männer.
- Ein gesunder Lebensstil kann oft viel verbessern.
- Mit einem Arzt zu sprechen ist der erste Schritt zur Besserung.
Ja, Erektionsstörungen sind weit verbreitet. In Deutschland ist etwa jeder zehnte Mann im Laufe seines Lebens betroffen.
Sie kommen bei älteren Männern häufiger vor, können aber in jedem Alter auftreten.
Symptome
- Rufen Sie sofort die 112, wenn Sie eine schmerzhafte Erektion haben, die länger als 4 Stunden anhält (Priapismus).
- ⚠Suchen Sie am gleichen Tag einen Arzt auf, wenn Erektionsprobleme plötzlich zusammen mit starken Rückenschmerzen, Brustschmerzen oder Atemnot auftreten.
Häufige Symptome
- Sie bekommen oft keine Erektion.
- Die Erektion ist nicht hart genug für Sex.
- Die Erektion hält nicht lange genug an.
Ursachen
Hauptursachen
- Durchblutungsstörungen der Gefäße
- Nervenschäden, zum Beispiel durch Diabetes
- Stress, Sorgen oder Leistungsdruck
- Niedriger Testosteronspiegel
- Nebenwirkungen von manchen Medikamenten
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Bluthochdruck
- Zuckerkrankheit (Diabetes)
- Zu viel Alkohol
- Chronischer Stress
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie eine schmerzhafte Dauererektion haben, rufen Sie sofort den Notarzt.
- Wenn Erektionsprobleme plötzlich mit Taubheitsgefühlen oder Lähmungen auftreten, suchen Sie sofort medizinische Hilfe.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Erektionsprobleme länger als drei Monate bestehen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Urologen.
- Wenn Sie chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme haben, bringen Sie das Thema bei Ihrem nächsten Kontrolltermin zur Sprache.
Diagnose
Der Arzt spricht mit Ihnen über Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und Ihre Lebensgewohnheiten. Er klärt, wann das Problem auftritt und welche Umstände dazu beitragen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Zucker- und Hormonwerte
- Ultraschall zur Untersuchung der Blutgefäße
- Erektionstest im Schlaflabor, um nächtliche Erektionen zu messen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei. Sie können dem Arzt alle Fragen stellen und über Sorgen offen sprechen.
Behandlung
Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten. Welche hilft, hängt von der Ursache ab. Eine Änderung des Lebensstils kann oft schon viel bewirken.
Selbsthilfe zu Hause
- Bewegen Sie sich regelmäßig, zum Beispiel zügiges Spazierengehen oder Radfahren.
- Essen Sie ausgewogen mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
- Reduzieren Sie Stress durch Entspannungsübungen oder Hobbys.
- Achten Sie auf ausreichend Schlaf.
- Sprechen Sie offen mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die die Durchblutung fördern. Es gibt auch Behandlungen mit Stoßwellen, Vakuumpumpen oder Injektionen in den Penis. Alle Verfahren sollten nur von Fachleuten empfohlen und begleitet werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nur in seltenen Fällen, wenn andere Behandlungen nicht helfen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Ihr Urologe bespricht das ausführlich mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin. Erektionsstörungen sind keine Schande. Je entspannter Sie das Thema angehen, desto besser.
Tipps für den Alltag
- Nehmen Sie sich Zeit für Nähe und Zärtlichkeit, ohne Druck.
- Reduzieren Sie Alkohol und hören Sie mit dem Rauchen auf.
- Planen Sie regelmäßige Bewegung in den Alltag ein.
- Suchen Sie sich ein Entspannungsritual, das Ihnen guttut.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn und wenig tierischen Fetten hält Ihre Blutgefäße fit. Ausdauertraining wie Radfahren, Schwimmen oder Walking verbessert die Durchblutung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Erektionsprobleme können das Selbstvertrauen und die Stimmung belasten. Das ist verständlich. Scheuen Sie sich nicht, mit einem Arzt oder Psychologen darüber zu sprechen. Auch eine Sexualberatung kann helfen.
Vorbeugung
Mit einem gesunden Lebensstil können Sie viel dazu beitragen, Erektionsstörungen vorzubeugen. Gut eingestellter Blutdruck und Blutzucker sind besonders wichtig.
Impfungen
Bei manchen Infektionen kann eine Impfung helfen, Gefäßschäden zu vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren Impfstatus.
Früherkennungsprogramme
Lassen Sie regelmäßig Blutdruck, Blutzucker und Blutfette prüfen. So erkennen Sie frühzeitig, ob Ihre Gefäße gefährdet sind.
Komplikationen
Unbehandelt
- Erektionsstörungen können ein Warnzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.
- Unbehandelt können sie Partnerschaft und Selbstwertgefühl belasten.
- Manchmal entwickeln sich Angst- und Vermeidungsverhalten.
Langzeitprognose
Erektionsstörungen sind in den meisten Fällen gut behandelbar. Mit der richtigen Unterstützung, einem gesunden Lebensstil und offener Kommunikation können Sie ein erfülltes Liebesleben führen.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Lokale Organisationen
- Urologenportal der Deutschen Gesellschaft für Urologie ↗ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.