Infektionsschutz im Job: So bleiben Sie gesund
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Infektionsschutz am Arbeitsplatz bedeutet, alles zu tun, damit Krankheitserreger wie Viren und Bakterien sich bei der Arbeit nicht ausbreiten. Dazu gehören einfache Maßnahmen wie Händewaschen, Abstand halten und richtig lüften. Ein starkes Immunsystem hilft Ihnen, gar nicht erst krank zu werden.
Wichtige Fakten
- Regelmäßiges Händewaschen verhindert viele Infektionen.
- Wer krank ist, gehört nach Hause – im Homeoffice, wenn möglich.
- Eine gesunde Lebensweise stärkt die Abwehrkräfte.
Ja. Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infektionen gehören zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen. Gerade am Arbeitsplatz, wo viele Menschen zusammenkommen, stecken sich Menschen leicht an.
Es betrifft alle, die mit anderen Menschen arbeiten. Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel durch Krankheit, Medikamente oder hohes Alter.
Symptome
- Atemnot
- Bewusstlosigkeit oder starke Benommenheit
- Bläuliche Lippen oder Gesicht
- Krampfanfall
- ⚠Hohes Fieber über 39 Grad Celsius, das nicht sinkt
- ⚠Sehr starke Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit
- ⚠Zeichen einer schweren Dehydrierung (kaum Urin, trockene Zunge, Schwindel)
Häufige Symptome
- Fieber
- Husten
- Schnupfen
- Halsschmerzen
- Durchfall oder Erbrechen
- Gliederschmerzen
- Plötzliche starke Müdigkeit
Symptome bei Kindern
- Bauchschmerzen
- Hautausschlag
- Appetitlosigkeit
- Fieberkrampf bei sehr hohem Fieber
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit
- Schwindel
- Stürze ohne erkennbaren Grund
- Fieber kann auch fehlen
Ursachen
Hauptursachen
- Tröpfcheninfektion: Beim Sprechen, Husten oder Niesen gelangen Viren in die Luft.
- Schmierinfektion: Hände berühren Türklinken, Haltegriffe oder Werkzeuge und übertragen Erreger.
- Schlechte Luft: In geschlossenen Räumen mit vielen Menschen sammeln sich Erreger.
Risikofaktoren
- Viel Kundenkontakt
- Dichtes Großraumbüro
- Arbeit in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen
- Geschwächtes Immunsystem
- Mangelnder Impfschutz
- Stress und zu wenig Schlaf
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie sich sehr krank fühlen und Fieber haben
- Wenn Sie chronisch krank sind (z.B. Diabetes, Herzerkrankung) und Infektionszeichen bemerken
- Wenn Sie nach einer Reise in ein Tropengebiet Fieber bekommen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn ein Infekt nicht nach einigen Tagen besser wird
- Wenn Sie häufiger als sonst Infekte haben
- Vor der Grippesaison: Impfberatung bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt
Diagnose
Wenn Sie mit Symptomen in die Praxis kommen, fragt die Ärztin oder der Arzt nach Ihren Beschwerden und Ihrem Arbeitsplatz. Danach wird der Körper untersucht. Es kann sein, dass ein Abstrich im Rachen oder an der Nase gemacht wird.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung
- Bluttest
- Abstrich von Nase, Rachen oder Wunde
- Test auf Grippe oder Corona
- Arbeitsmedizinische Beratung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist meist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie bekommen danach eine Einschätzung und Empfehlungen für die nächsten Schritte.
Behandlung
Wurde eine Infektion festgestellt, geht es vor allem darum, den Körper zu unterstützen und andere nicht anzustecken. Bettruhe, viel trinken und kühlende Wadenwickel bei Fieber sind oft die Basis.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel Flüssigkeit trinken, zum Beispiel Wasser oder ungesüßten Tee
- Schonen und ausreichend Schlafen
- Gesund essen, zum Beispiel Brühe, Obst und Gemüse
- Hände gründlich mit Seife waschen
- Abstand zu anderen Personen halten
- Räume regelmäßig lüften
Medizinische Behandlungen
Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht bei Viren. Bei viralen Infekten wird meist nur die Beschwerde behandelt. Welche Mittel das sind, besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder in der Apotheke. Nehmen Sie keine Medikamente auf eigene Faust ein.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie sich auf der Arbeit besonders vor Infektionen schützen möchten, können Sie Ihren Arbeitsplatz anpassen: regelmäßig lüften, die Tastatur reinigen und den Arbeitsweg so legen, dass Sie Stoßzeiten meiden. Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob Homeoffice möglich ist.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlaf, idealerweise sieben bis acht Stunden
- Stress abbauen mit Bewegung, Atemübungen oder kurzen Pausen
- Rauchen vermeiden, Alkohol nur wenig
- Täglich Bewegung, am besten an der frischen Luft
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und pflanzlichen Fetten unterstützt das Immunsystem. Moderate Bewegung wie zügiges Spazierengehen mehrmals pro Woche senkt das Infektionsrisiko.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die ständige Angst vor Ansteckung oder Krankschreibung kann belasten. Auch eine lange Krankheit kann niedergeschlagen machen. Holen Sie sich früh Unterstützung, zum Beispiel von Ihrer hausärztlichen Praxis oder einer Online-Beratungsstelle.
Vorbeugung
Viele Infektionen am Arbeitsplatz lassen sich vermeiden. Die wichtigsten Maßnahmen sind Hygiene, Abstand, Impfschutz und ein gesundes Immunsystem.
Impfungen
Impfungen schützen wirksam, zum Beispiel gegen Grippe, Corona und Pneumokokken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bestimmte Impfungen für Berufstätige. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Impfungen für Ihren Arbeitsplatz sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Im Rahmen des Arbeitsschutzes gibt es Vorsorgeuntersuchungen. Besprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, ob zusätzliche Untersuchungen für Sie hilfreich sind.
Komplikationen
Unbehandelt
- Schwere Verläufe wie Lungenentzündung
- Langwierige Erschöpfung (Fatigue)
- Ausbreitung einer Infektion im Körper
- Lange Krankschreibung mit beruflichen Folgen
Langzeitprognose
Wer auf Hygiene achtet und sein Immunsystem stärkt, kann das Infektionsrisiko deutlich senken. Und selbst wenn es einmal krank macht: Fast alle Infektionen heilen bei guter Behandlung vollständig aus. Bleiben Sie zuversichtlich.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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