Grippe-Screening: Was Sie über den Test auf Influenza wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Grippe-Screening ist eine medizinische Untersuchung, die herausfindet, ob Sie sich mit dem Influenzavirus angesteckt haben. Influenza ist eine ansteckende Atemwegsinfektion. Beim Screening wird ein Abstrich aus Nase oder Rachen entnommen und im Labor auf Viren geprüft. So lässt sich eine echte Grippe von einem grippalen Infekt unterscheiden.
Wichtige Fakten
- Die Grippe wird durch Viren verursacht, nicht durch Bakterien.
- Ein Abstrich aus Nase oder Rachen gibt meist Aufschluss.
- Die Behandlung ist meist unterstützend, Antibiotika helfen nicht bei Viren.
Ja, in Deutschland erkranken jährlich mehrere Millionen Menschen an einer Influenzawelle. Allerdings wird nicht bei jedem Schnupfen ein Grippe-Test gemacht. Der Test wird gezielt eingesetzt, wenn die Gefahr von Komplikationen besteht.
Jeder kann an Grippe erkranken, aber besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere und Personen mit chronischen Leiden. Bei diesen Gruppen wird ein Screening häufiger durchgeführt.
Symptome
- Atemnot: sofort den Notruf 112 anrufen
- Starke Brustschmerzen oder Engegefühl im Brustkorb
- Bewusstlosigkeit oder starke Verwirrtheit
- Bläuliche Verfärbung von Lippen oder Gesicht
- Krampfanfall im Zusammenhang mit Fieber
- ⚠Fieber über drei Tage oder erneuter Fieberanstieg
- ⚠Kind trinkt zu wenig oder ist ungewöhnlich schläfrig
- ⚠Starke Kopf- oder Ohrenschmerzen
- ⚠Bei Risikopersonen schon bei mittelschweren Symptomen
Häufige Symptome
- Plötzlich hohes Fieber
- Husten
- Halsschmerzen
- Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen
- Abgeschlagenheit und Schüttelfrost
Symptome bei Kindern
- Übelkeit und Erbrechen
- Durchfall und Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Besonders schnelles Fieber und Unwohlsein
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Schwindel
- Schwäche und Müdigkeit
- Weniger Fieber als jüngere Menschen
- Verschlechterung bestehender Krankheiten
Ursachen
Hauptursachen
- Influenza-Viren vom Typ A und B
- Ansteckung durch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen
- Ansteckung über Hände oder Gegenstände, an denen Viren haften
Risikofaktoren
- Alter über 60 Jahre
- Alter unter 2 Jahren
- Schwangerschaft
- Chronische Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen
- Geschwächtes Immunsystem
- Leben in einer Pflegeeinrichtung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie zur Risikogruppe gehören
- Wenn Sie Atemnot verspüren
- Wenn Sie hohes Fieber über mehrere Tage haben
- Wenn Sie sich sehr schwer krank fühlen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig mit vielen Menschen arbeiten und eine Grippe schnell behandeln möchten
- Wenn Sie unsicher sind, ob Sie eine Grippe haben
- Vor einer geplanten Grippeimpfung
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht Sie. Bei Verdacht auf Influenza wird ein Abstrich aus Nase oder Rachen genommen und auf Viren getestet. Das Vorgehen folgt den Empfehlungen der Fachgesellschaften (AWMF).
Mögliche Untersuchungen
- Nasen-Rachen-Abstrich
- Influenza-Schnelltest
- PCR-Test im Labor
- Gegebenenfalls Blutuntersuchung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Abstrich dauert nur wenige Sekunden und ist etwas unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Ein Schnelltest zeigt meist nach 15 Minuten ein Ergebnis. Der PCR-Test aus dem Labor braucht ein bis zwei Tage. Bis zum Ergebnis sollten Sie zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken.
Behandlung
Die meisten Menschen werden auch ohne spezielle Therapie wieder gesund. Im Vordergrund steht, die Beschwerden zu lindern und dem Körper Ruhe zu geben. Bei schweren Verläufen oder Risikopersonen können antivirale Medikamente erwogen werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Kräutertee)
- Bettruhe und Schlaf
- Wadenwickel oder kühlende Umschläge bei Fieber
- Leichte, magenschonende Kost
- Regelmäßiges Lüften des Zimmers
- Auf engen Kontakt zu anderen verzichten
Medizinische Behandlungen
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann bei einer Grippe antivirale Mittel verschreiben, die die Vermehrung der Viren aufhalten. Diese sind besonders wirksam, wenn sie früh eingenommen werden. Fieber- und schmerzlindernde Mittel können angewendet werden, wenn nötig. Antibiotika helfen nicht gegen Viren und kommen nur bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen in Frage.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie eine Erholungszeit von mehreren Tagen ein. Bleiben Sie so lange zu Hause, bis Sie mindestens 24 Stunden fieberfrei sind. Gönnen Sie sich jede Nacht ausreichend Schlaf und vermeiden Sie körperliche Anstrengung.
Tipps für den Alltag
- Viel trinken
- Auf Rauchen und Alkohol verzichten
- Hände regelmäßig waschen
- Mit einem Taschentuch niesen oder husten
- Frische Luft im Raum zulassen
Ernährung und Bewegung
Eine leichte Kost mit Obst, Gemüse und Suppen unterstützt den Körper. Kurze Spaziergänge an der frischen Luft sind nach der Fieberphase erlaubt, aber erst, wenn Sie sich wieder kräftig genug fühlen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Grippe kann Sie auch seelisch mitnehmen. Es ist völlig normal, sich müde, niedergeschlagen oder gereizt zu fühlen. Nehmen Sie sich Zeit zum Ausruhen und sprechen Sie mit Vertrauten über Ihre Gefühle, wenn Sie das möchten.
Vorbeugung
Ja, die wirksamste Vorsorge ist die jährliche Grippeimpfung. Auch regelmäßiges Händewaschen, Abstand zu Erkrankten und gute Raumluft verringern das Ansteckungsrisiko.
Impfungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für alle Personen ab 60 Jahren, für Schwangere, für Menschen mit chronischen Erkrankungen und für medizinisches Personal. Lassen Sie sich von Ihrer Impfpraxis beraten.
Früherkennungsprogramme
Ein Grippe-Screening ist nicht für alle Menschen vorgesehen. Es wird vor allem bei schwer kranken Personen, in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern eingesetzt, um eine Ausbreitung zu verhindern. Ihr Arzt entscheidet zusammen mit Ihnen, ob Sie einen Test benötigen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung
- Mittelohrentzündung
- Nebenhöhlenentzündung
- Verschlechterung von Herz- oder Lungenerkrankungen
Langzeitprognose
Die meisten Menschen erholen sich von einer Grippe innerhalb von zwei Wochen ohne bleibende Schäden. Bei schweren Verläufen gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten in der Klinik. Auch nach einer komplizierten Grippe ist die Prognose bei rechtzeitiger medizinischer Betreuung günstig.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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