Erektionsstörung: Vorbereitung auf einen Eingriff
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Erektionsstörung liegt vor, wenn ein Mann über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Erektion bekommt oder halten kann. Wenn einfachere Behandlungen nicht ausreichen, kann ein medizinischer Eingriff in Betracht kommen. Dieser Artikel erklärt, wie Sie sich auf einen solchen Eingriff vorbereiten.
Wichtige Fakten
- Der Eingriff ist in der Regel freiwillig – Sie dürfen und sollen alle Fragen stellen.
- Vorher sind eine gründliche Untersuchung und ein Gespräch über Ihre Krankengeschichte nötig.
- Die genauen Abläufe richten sich nach Ihrer persönlichen Situation und den Empfehlungen von Leitlinien.
Ja, Erektionsstörungen sind häufig. Schätzungen legen nahe, dass etwa jeder zweite Mann zwischen 40 und 70 Jahren zumindest zeitweise darunter leidet.
Männer jedes Alters, aber das Risiko steigt mit dem Alter. Auch Männer mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sind häufiger betroffen.
Symptome
- Rufen Sie sofort den Notruf 112 an, wenn eine Erektion länger als vier Stunden anhält und stark schmerzt.
- Rufen Sie sofort den Notruf 112 an, wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Penis oder im Unterleib haben.
- ⚠Sie bemerken Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit.
- ⚠Sie haben Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen.
Häufige Symptome
- Sie bekommen bei sexueller Erregung nicht immer eine ausreichende Erektion.
- Sie können die Erektion nicht lange genug aufrechterhalten.
- Das sexuelle Verlangen ist vermindert.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Erektionsprobleme können ein Hinweis auf Durchblutungsstörungen oder eine Zuckerkrankheit sein.
- Im Alter verlängern sich die Erholungszeiten zwischen zwei Erektionen – das ist normal.
Ursachen
Hauptursachen
- Durchblutungsstörungen der Schwellkörper im Penis
- Nervenschäden, zum Beispiel durch Diabetes oder Operationen im Becken
- Psychische Belastungen wie Stress, Angst oder Depressionen
- Ein Mangel am Hormon Testosteron
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht
- Zu wenig Bewegung
- Hoher Blutdruck
- Diabetes mellitus
- Hoher Alkoholkonsum
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach einem Eingriff Fieber, starke Blutungen oder plötzlich heftige Schmerzen bemerken.
- Wenn eine schmerzhafte Erektion länger als vier Stunden anhält.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie seit mehr als drei Monaten Erektionsprobleme haben.
- Wenn Sie über einen möglichen Eingriff nachdenken und eine Beratung wünschen.
- Wenn Ihre Beschwerden Sie stark belasten oder Ihre Beziehung beeinträchtigen.
Diagnose
Der Arzt beginnt mit einem ausführlichen Gespräch – etwa über Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente und Lebensgewohnheiten. Danach folgt eine körperliche Untersuchung, gegebenenfalls mit Blutabnahme.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Zucker-, Fett- und Hormonwerte
- Ultraschalluntersuchung des Penis und seiner Blutgefäße
- Nervenfunktionstest (Elektromyographie) – bei Verdacht auf Nervenschäden
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei. Sie müssen nichts Besonderes vorbereiten, aber kommen Sie ausgeruht und offen zum Arztgespräch.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und Ihren Wünschen. Es gibt nicht-medikamentöse und medikamentöse Ansätze sowie operative Verfahren. Ihr Arzt wird Ihnen alles erklären und auf Leitlinien der AWMF verweisen.
Selbsthilfe zu Hause
- Informieren Sie sich vor dem Eingriff ausführlich und schreiben Sie Fragen auf.
- Falls Sie rauchen: Versuchen Sie, den Tabakkonsum zu stoppen.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, um die Durchblutung zu fördern.
- Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ängste und Erwartungen.
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschreibungspflichtige Medikamente, die vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen oder injiziert werden. Zudem gibt es Vakuumpumpen, die mechanisch helfen. Alle Optionen sind ärztlich zu verordnen und zu überwachen. Eine Operation – zum Beispiel das Einsetzen einer Penisprothese – wird nur dann empfohlen, wenn andere Behandlungen nicht helfen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist dann sinnvoll, wenn andere Behandlungen erfolglos waren oder nicht infrage kommen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Art von Eingriff für Sie geeignet ist und wie Sie sich vorbereiten müssen.
Leben mit der Erkrankung
Nach dem Eingriff braucht Ihr Körper Zeit zur Heilung. Folgen Sie genau den Anweisungen Ihres Arztes – etwa zum Duschen, zur körperlichen Belastung und zur Verwendung von Verbänden.
Tipps für den Alltag
- Gesundes und abwechslungsreiches Essen mit viel Obst und Gemüse
- Regelmäßige Bewegung, zum Beispiel Spazierengehen oder Schwimmen
- Abschalten vom Alltag, etwa durch Entspannungsübungen
- Verzichten Sie auf Nikotin und begrenzen Sie Alkohol
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung stärken Herz und Blutgefäße. Das kommt der erektilen Funktion zugute, aber auch Ihrer allgemeinen Gesundheit.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Erektionsprobleme und Eingriffe können Scham, Unsicherheit oder Angst auslösen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson. Wenn Sie Gedanken an Selbstmord haben, wenden Sie sich sofort an die Notaufnahme oder rufen Sie den Notruf 112 an.
Vorbeugung
Sie können nicht alles vorbeugen, aber ein gesunder Lebensstil verringert das Risiko für Gefäß- und Hormonstörungen, die Erektionsprobleme auslösen können.
Früherkennungsprogramme
Männer mit bekannten Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck sollten regelmäßig ärztliche Kontrollen von Blutdruck und Blutzucker wahrnehmen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Erektionsstörung an sich ist nicht gefährlich, aber sie kann auf ernste Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen.
- Unerkannte und unbehandelte Ursachen können sich im Laufe der Zeit verschlimmern, ebenso der seelische Leidensdruck.
Langzeitprognose
Mit der richtigen Diagnose und Behandlung ist die Prognose gut. Viele Männer können wieder zufriedenstellende Erektionen erreichen, auch wenn der Weg etwas Geduld braucht.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.