Vorbereitung auf eine Sehnen-Operation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Sehnenoperation ist ein Eingriff, bei dem eine verletzte oder stark abgenutzte Sehne repariert wird. Sehnen sind feste Bänder, die Muskeln mit Knochen verbinden. Bei der Operation werden diese Verbindungen wiederhergestellt. Eine gute Vorbereitung im Vorfeld hilft, Risiken zu verringern und die Heilung zu unterstützen.
Wichtige Fakten
- Sehnen sind feste, aber etwas dehnbare Bänder, die Muskeln mit Knochen verbinden.
- Eine Sehnenoperation kann bei Rissen, anhaltenden Schmerzen oder bei Verschleiß nötig sein.
- Gute Vorbereitung bedeutet: Alle Fragen klären, Begleitmedikamente mit dem Arzt besprechen und den Alltag organisieren.
Sehnenoperationen gehören zu den häufigen chirurgischen Eingriffen an Knochen und Gelenken. Jedes Jahr werden viele Menschen operiert, zum Beispiel an der Schulter, der Hand oder der Achillessehne.
Sie können Menschen in jedem Alter betreffen. Häufig sind Sportlerinnen und Sportler betroffen, aber auch Menschen mit körperlich anstrengenden Berufen und ältere Personen mit Verschleißerscheinungen.
Symptome
- Plötzlich auftretende, sehr starke Schmerzen mit dem Gefühl, dass etwas gerissen ist
- Unfähigkeit, ein Gelenk zu bewegen, zum Beispiel den Fuß nicht mehr hochziehen zu können
- Offene Verletzung, bei der eine Sehne sichtbar ist
- ⚠Starke Schwellung oder großer Bluterguss nach einem Unfall
- ⚠Zunehmende Schwäche, die den Alltag deutlich einschränkt
- ⚠Taubheitsgefühl oder Kribbeln im betroffenen Bereich
Häufige Symptome
- Anhaltender Schmerz über einer Sehne, zum Beispiel an Schulter, Ellbogen, Hand oder Ferse
- Schwäche oder Kraftverlust beim Bewegen eines Muskels
- Schwellung und Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Sehne
- Knirschen oder Reiben bei Bewegungen
Symptome bei Kindern
- Schmerzen an der Ferse oder im Knie, besonders bei Wachstumsschüben
- Schulterschmerzen beim Werfen oder Schwimmen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Morgendliche Steifigkeit und Anlaufschmerzen
- Abnehmende Kraft beim Greifen oder Heben
- Schmerzhafte Bewegung nach längerer Ruhe
Ursachen
Hauptursachen
- Unfall oder Sturz mit plötzlicher Überdehnung
- Wiederholte einseitige Belastung, etwa bei Sport oder Handarbeit
- Verschleiß im Alter, auch als Sehnenabnutzung bezeichnet
- Entzündliche Erkrankungen, die Sehnen angreifen können
Risikofaktoren
- Sportarten mit vielen schnellen Stopps und Richtungswechseln
- Schwere körperliche Arbeit ohne ausreichende Erholung
- Rauchen – es verschlechtert die Durchblutung von Sehnen
- Bestimmte Vorerkrankungen wie Diabetes oder Rheuma
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach einem Unfall ein Gelenk nicht mehr richtig bewegen können
- Wenn Sie ein deutliches Knacken oder Reißen gehört haben und nur noch wenig Kraft spüren
- Wenn starke Schmerzen nicht nachlassen oder schlimmer werden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Schmerzen länger als zwei Wochen bestehen
- Wenn sich die Beweglichkeit nicht verbessert
- Wenn die Schwellung trotz Kühlen nicht zurückgeht
Diagnose
Um ein Sehnenproblem zu beurteilen, ist eine gründliche Untersuchung durch eine Ärztin oder einen Arzt wichtig. Dazu gehören ein Gespräch über Ihre Beschwerden, eine körperliche Untersuchung und je nach Befund bildgebende Verfahren.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung mit Bewegungs- und Krafttests
- Ultraschall – stellt die Sehne und mögliche Risse dar
- Magnetresonanztomographie (MRT) für eine detaillierte Beurteilung
- Röntgen, um Knochenbeteiligung auszuschließen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel nicht schmerzhaft. Manche Tests verlangen, dass Sie Muskeln anspannen oder entspannen. Danach erklärt Ihnen das Behandlungsteam, ob eine Operation in Frage kommt und wie die Vorbereitung konkret aussieht.
Behandlung
Die Entscheidung für eine Sehnenoperation wird gemeinsam mit einem Facharzt getroffen. Vor dem Eingriff gibt es ein Aufklärungsgespräch, eventuell weitere Untersuchungen und Hinweise, wie Sie sich am besten vorbereiten.
Selbsthilfe zu Hause
- Gut planen: Organisation von Einkäufen, Fahrdiensten und Hilfe im Haushalt
- Bequeme Schuhe mit festem Halt bereitlegen, um Stürze zu vermeiden
- Fragen notieren und beim Aufklärungsgespräch stellen
- Nach der Operation: Hochlagern und Kühlen nach Anleitung
Medizinische Behandlungen
Das medizinische Team behandelt Sehnenprobleme je nach Situation mit entzündungshemmenden Behandlungen, Injektionen an der Sehne oder speziellen physiotherapeutischen Übungen. Medikamente werden nur nach ärztlicher Verordnung angewendet. Welche Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Sehnenoperation wird dann empfohlen, wenn die Sehne vollständig gerissen ist oder eine konservative Behandlung keinen Erfolg bringt. Der Eingriff kann minimal-invasiv oder offen durchgeführt werden. Ihr Chirurg oder Ihre Chirurgin bespricht mit Ihnen den genauen Ablauf und die Risiken.
Leben mit der Erkrankung
Bereiten Sie sich auf eine Zeit mit eingeschränkter Beweglichkeit vor. Richten Sie sich einen Bereich ein, in dem Sie das Nötigste in Reichweite haben. Für die erste Zeit nach der Operation brauchen Sie Geduld – und Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche.
Tipps für den Alltag
- Nehmen Sie Unterstützung von Familie oder Freunden an
- Legen Sie wichtige Dinge wie Telefon, Brille und Fernbedienung griffbereit
- Organisieren Sie Einkäufe und Fahrten im Voraus
- Tragen Sie rutschfeste Hausschuhe und beseitigen Sie Stolperfallen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen kann die Wundheilung unterstützen. Bewegung ist nach der Operation nur so erlaubt, wie es das Behandlungsteam vorgibt. Zu viel Belastung kann den Heilungsprozess stören.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Operation, Schmerzen und der ungewohnte Alltag können seelisch belasten. Das ist ganz normal. Scheuen Sie sich nicht, mit vertrauten Personen darüber zu sprechen. Wenn die Stimmung längere Zeit tief bleibt oder Sie Gedanken haben, die Sie nicht loslassen, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder eine psychologische Beratungsstelle. In einer akuten Krise – etwa wenn Sie sich das Leben nehmen möchten – wählen Sie bitte sofort den Notruf 112 oder gehen Sie in die nächste psychiatrische Notaufnahme.
Vorbeugung
Ob eine Sehne erkrankt, lässt sich nicht immer vorhersagen. Regelmäßige Bewegung, Aufwärmen vor dem Sport, ausreichende Ruhepausen und gute Technik können das Risiko senken.
Komplikationen
Unbehandelt
- Längerfristig eingeschränkte Beweglichkeit eines Gelenks
- Chronische Schmerzen, die den Alltag belasten
- Vollständiger Riss einer stark geschädigten Sehne
Langzeitprognose
Wird eine Sehnenoperation rechtzeitig geplant, sind die Aussichten heute sehr gut. Die meisten Menschen können nach der Rehabilitation ihren Alltag und viele Aktivitäten wieder aufnehmen. Je besser Sie sich vorbereiten und die Nachbehandlung einhalten, desto größer ist die Chance auf ein gutes Ergebnis.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.