Verstopfung, die im Liegen schlimmer wird
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Verstopfung bedeutet, dass der Stuhlgang selten oder schwer abgeht. Manche Menschen bemerken, dass die Beschwerden schlimmer werden, wenn sie sich hinlegen. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass sich der Darm oder andere Organe in der Bauchhöhle verschieben oder ein Darmverschluss vorliegt.
Wichtige Fakten
- Verstopfung ist sehr häufig und meist harmlos, aber wenn sie im Liegen zunimmt, sollte man die Ursache abklären lassen.
- Oft steckt eine Reizung des Darms oder eine Störung der Darmbewegung dahinter.
- In seltenen Fällen kann ein Darmverschluss oder ein Tumor die Ursache sein.
Ja, viele Menschen haben hin und wieder Verstopfung. Dass sie im Liegen schlimmer wird, ist weniger häufig, kommt aber vor.
Betroffen sein können Menschen jeden Alters, besonders aber ältere Erwachsene und Menschen mit chronischen Darmerkrankungen wie Reizdarmsyndrom.
Symptome
- Plötzliche, starke Bauchschmerzen, die nicht nachlassen
- Erbrechen von Kot
- Blut im Stuhlgang
- Fieber und Schüttelfrost mit Bauchschmerzen
- ⚠Seit mehr als einer Woche keine Darmentleerung
- ⚠Starke Schmerzen, die Sie wach halten
- ⚠Gewichtsverlust ohne Grund
Häufige Symptome
- Seltener Stuhlgang (weniger als dreimal pro Woche)
- Hartes, klumpiges oder trockenes Stuhlgang
- Gefühl des unvollständigen Entleerens
- Schmerzen oder Druck im Bauch, besonders beim Liegen
Symptome bei Kindern
- Schmerzen beim Stuhlgang, die das Kind ängstlich machen
- Einkoten durch Überlauf
- Unfreiwilliger Stuhlverhalt
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Häufiger Stuhlverhalt
- Gefühl, den Darm nicht richtig entleeren zu können
- Verstopfung kann zu Darmverschluss führen
Ursachen
Hauptursachen
- Eine Verstopfung kann durch eine Darmträgheit (langsame Darmbewegung) verursacht werden.
- Im Liegen kann sich der Darminhalt stauen, besonders bei Pelveenfunktionsstörungen (Problemen mit den Beckenbodenmuskeln).
- Eine Verstopfung kann auch durch einen Darmverschluss (mechanische Blockade) verursacht werden, der im Liegen stärker wird.
Risikofaktoren
- Ballaststoffarme Ernährung
- Zu wenig Bewegung
- Bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel oder Eisenpräparate
- Schwangerschaft
- Älteres Alter
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Verstopfung mit starken Schmerzen einhergeht
- Wenn Sie Blut im Stuhl haben
- Wenn Sie zusätzlich Fieber oder Erbrechen haben
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Verstopfung länger als drei Wochen anhält
- Wenn Hausmittel nicht helfen
- Wenn Sie Ihren Lebensstil ändern möchten
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht Ihren Bauch. Er tastet manchmal auch den Enddarm ab, um einen Verschluss auszuschließen.
Mögliche Untersuchungen
- Stuhluntersuchung auf Blut oder Entzündungszeichen
- Ultraschall des Bauches
- Manchmal eine Darmspiegelung (Koloskopie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei und dauert etwa 30 Minuten. Sie bekommen vorher genaue Anweisungen zur Vorbereitung.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Meist helfen bereits einfache Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und Bewegung. Medikamente werden nur kurzfristig oder in Absprache mit dem Arzt eingesetzt.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie ausreichend (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag)
- Essen Sie ballaststoffreiche Kost wie Vollkornbrot, Obst und Gemüse
- Bewegen Sie sich regelmäßig, z. B. Spazierengehen oder Radfahren
- Nehmen Sie sich Zeit für den Toilettengang und unterdrücken Sie den Stuhldrang nicht
Medizinische Behandlungen
Bei anhaltender Verstopfung kann der Arzt kurzfristig Quellmittel oder milde Abführmittel empfehlen. Diese sollten nicht ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden. In seltenen Fällen kommen Medikamente in Betracht, die die Darmbewegung fördern. Eine Operation ist nur bei einem Darmverschluss oder einer Verengung nötig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist selten nötig, z. B. wenn ein Darmverschluss oder ein Tumor die Ursache ist.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie feste Zeiten für den Toilettengang ein, z. B. nach dem Frühstück. Vermeiden Sie Pressen, da es die Beschwerden verstärken kann.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung, auch schon 30 Minuten täglich
- Stress reduzieren durch Entspannungsübungen
- Ausreichend Schlaf
Ernährung und Bewegung
Essen Sie viele Ballaststoffe (z. B. Leinsamen, Flohsamenschalen) und trinken Sie dazu viel. Bewegung regt die Darmtätigkeit an.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Verstopfung kann belastend sein und zu Scham oder Angst führen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt darüber.
Vorbeugung
Ja, oft lässt sich Verstopfung durch eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Trinken und regelmäßige Bewegung vorbeugen.
Impfungen
omitten
Früherkennungsprogramme
omitten
Komplikationen
Unbehandelt
- Hämorrhoiden oder Analrisse
- Stuhlverhalt bis hin zum Darmverschluss
- Blinddarmreizung bei längerem Stau
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und einer Änderung der Lebensgewohnheiten bessert sich die Verstopfung in den meisten Fällen deutlich. Suchen Sie frühzeitig ärztlichen Rat, um Komplikationen zu vermeiden.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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