COVID-19 überstehen: Fieber richtig einordnen und gesund werden
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Wenn Menschen an COVID-19 erkranken, kann der Körper mit Fieber reagieren. Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion: Der Körper stellt die Temperatur hoch, um das Virus zu bekämpfen. Bei vielen dauert das Fieber einige Tage. Manche Menschen haben während der Erholungsphase immer wieder mäßiges Fieber.
Wichtige Fakten
- Fieber ist eine normale Abwehrreaktion des Körpers bei einer Infektion.
- Bei COVID-19 kann Fieber mehrere Tage oder auch mit Unterbrechungen auftreten.
- Wichtig sind Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und die Beobachtung von Warnzeichen.
Fieber tritt bei einer COVID-19-Erkrankung häufig auf. Bei Menschen, die wegen COVID-19 ins Krankenhaus müssen, hat über die Hälfte Fieber. Aber auch bei milden Verläufen kann Fieber vorkommen.
Fieber kann Menschen jeden Alters betreffen, von Säuglingen bis zu älteren Erwachsenen. Wie lange es dauert und wie hoch es steigt, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Symptome
- Rufen Sie sofort 112 an bei Atemnot oder anhaltenden Atembeschwerden.
- Rufen Sie 112 an bei starken Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust.
- Rufen Sie 112 an bei Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen.
- Rufen Sie 112 an, wenn Lippen oder Gesicht bläulich sind.
- ⚠Suchen Sie am selben Tag ärztliche Hilfe, wenn das Fieber länger als 3 Tage anhält.
- ⚠Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Sie außergewöhnlich schwach sind oder wenig trinken.
- ⚠Suchen Sie ärztliche Hilfe bei Krampfanfällen oder wenn ein Baby jünger als 3 Monate Fieber hat.
- ⚠Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Sie unsicher sind oder sich Ihr Zustand verschlechtert.
Häufige Symptome
- Körpertemperatur über 38 °C
- Schüttelfrost oder Hitzegefühl
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Muskel- und Gliederschmerzen
- Kopfschmerzen
Symptome bei Kindern
- Fieber oft plötzlich mit geröteten Wangen
- Müdigkeit und vermehrter Bewegungsdrang
- Husten und Schnupfen
- Appetitlosigkeit
- Möglicherweise Durchfall oder Bauchschmerzen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Oft nur leicht erhöhte Temperatur, aber trotzdem starke Abgeschlagenheit
- Verwirrtheit oder Verlangsamung
- Weniger Appetit und Flüssigkeitsaufnahme
- Schwäche und Muskelabbau
Ursachen
Hauptursachen
- Das Coronavirus SARS-CoV-2 löst COVID-19 aus.
- Das Immunsystem schüttet Botenstoffe aus, die die Körpertemperatur erhöhen.
- Die erhöhte Temperatur erschwert dem Virus die Vermehrung.
Risikofaktoren
- Nicht geimpft oder unvollständig geimpft sein
- Alter über 60 Jahre
- Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder geschwächtes Immunsystem
- Schwangerschaft
- Kontakt zu infizierten Personen ohne Schutzmaßnahmen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie unter Atemnot leiden oder das Fieber mit einem schlechten Allgemeinzustand einhergeht.
- Wenn das Fieber nach 4–5 Tagen nicht sinkt oder neue Symptome dazukommen.
- Wenn bei einem Kind das Fieber länger als 2 Tage anhält oder Fieberkrämpfe auftreten.
- Wenn Sie eine Vorerkrankung haben und unsicher sind, rufen Sie Ihre Hausarztpraxis an.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Machen Sie einen Termin zur Kontrolle, wenn Sie sich nach 2 Wochen noch sehr schwach fühlen.
- Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über anhaltenden Husten, Geschmacksverlust oder Erschöpfung.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Symptomen und nimmt bei Bedarf einen Abstrich aus Nase oder Rachen. Dieser Test zeigt, ob eine COVID-19-Infektion vorliegt.
Mögliche Untersuchungen
- PCR-Test (Abstrich)
- Antigen-Schnelltest
- Bei Bedarf Blutuntersuchung
- Messung der Sauerstoffmenge im Blut
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist einfach und meist schmerzfrei. Ein Abstrich dauert nur wenige Sekunden. Über das Ergebnis informiert Sie die Praxis oder das Gesundheitsamt. Beim Verdacht auf Komplikationen kann auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge sinnvoll sein.
Behandlung
Fieber bei COVID-19 wird nicht immer behandelt. Der Körper braucht das Fieber oft für die Abwehr. Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Bei mäßigem Fieber ist es meist ausreichend, im Bett zu bleiben und viel zu trinken.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken: Wasser, Kräutertee oder Brühe – am besten über den Tag verteilt.
- Viel Ruhe und Schlaf; verzichten Sie auf anstrengende Tätigkeiten.
- Lauwarme Wadenwickel oder ein kühles Tuch auf die Stirn können wohltuend sein.
- Leichte Kost, zum Beispiel Suppe, Zwieback oder Joghurt.
- Den Raum gut lüften und sich nicht zu warm zudecken.
Medizinische Behandlungen
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann ein fiebersenkendes Medikament empfehlen, wenn das Fieber sehr hoch ist oder stark belastet. Welches Mittel geeignet ist, hängt von Ihrem Alter, Ihren Vorerkrankungen und anderen Medikamenten ab. Entscheidend ist, dass Sie keine Medikamente auf eigene Faust einnehmen – sprechen Sie immer vorher mit medizinischem Fachpersonal.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie für die Erholung genügend Zeit ein. Hören Sie auf Ihren Körper: Wer sich krank fühlt, sollte nicht arbeiten. Nach dem Abklingen des Fiebers können Sie Tätigkeiten langsam steigern, zum Beispiel kurze Spaziergänge.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und feste Ruhezeiten.
- Vermeiden Sie Stress und hohe körperliche Belastung in den ersten Wochen.
- Verzichten Sie auf Rauchen – es belastet die Atemwege.
- Halten Sie Kontakt zu Familie und Freunden – auch telefonisch.
Ernährung und Bewegung
Essen Sie leicht verdauliche Mahlzeiten mit Gemüse, Obst und Vollkorn. Trinken Sie ausreichend. Bewegung ist nach dem Fieber sinnvoll, aber steigern Sie sie langsam – ein kurzer Spaziergang reicht am Anfang. Höhere Ausdauerbelastungen sollten erst nach ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen werden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine COVID-19-Erkrankung kann Gefühle von Angst, Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung auslösen. Das ist normal. Wenn diese Gefühle anhalten oder Sie Hoffnungslosigkeit empfinden, suchen Sie sich Unterstützung. In einer akuten seelischen Krise wenden Sie sich sofort an den Notruf 112 oder an die nächste psychiatrische Notaufnahme.
Vorbeugung
Eine Ansteckung mit dem Coronavirus lässt sich nicht immer verhindern. Sie können das Risiko aber deutlich senken, wenn Sie auf Abstand achten, Innenräume lüften und bei Krankheitszeichen zu Hause bleiben.
Impfungen
Die COVID-19-Impfung schützt sehr gut vor schweren Verläufen und kann die Krankheitsdauer verkürzen. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten, welche Auffrischungsimpfung für Sie empfohlen wird.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltender Husten und Abgeschlagenheit
- Lungenentzündung
- Blutgerinnsel in den Beinen oder der Lunge
- Post-COVID-Syndrom – Beschwerden, die viele Wochen anhalten
Langzeitprognose
Die allermeisten Menschen erholen sich vollständig von einer COVID-19-Erkrankung. Bei manchen dauert es etwas länger, bis die Energie zurückkommt. Mit Geduld, Ruhe und ärztlicher Begleitung gibt es gute Chancen auf eine vollständige Genesung.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.