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Mundtrockenheit (auch Xerostomie genannt) bedeutet, dass der Mund zu wenig Speichel produziert. Der Speichel ist wichtig, um den Mund feucht zu halten, das Kauen und Schlucken zu erleichtern und die ZĂ€hne vor Karies zu schĂŒtzen.
Wichtige Fakten
Ja, Mundtrockenheit tritt sehr hĂ€ufig auf. Etwa jeder fĂŒnfte Erwachsene ist zeitweise betroffen, bei Ă€lteren Menschen sogar jeder Dritte.
Mundtrockenheit kann in jedem Alter auftreten, ist aber besonders bei Àlteren Erwachsenen, Menschen mit bestimmten Erkrankungen (z. B. Diabetes, Sjögren-Syndrom) und bei Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen, hÀufig.
Der Arzt stellt die Diagnose meist durch ein GesprÀch mit Ihnen (Anamnese) und eine Untersuchung des Mundraums. Er fragt nach Ihren Beschwerden, Medikamenten und möglichen Erkrankungen.
Sie können damit rechnen, dass der Arzt sich Zeit nimmt, Ihre Beschwerden zu besprechen. Oft sind Bluttests nötig. Eine genaue Ursache wird nicht immer gefunden, aber die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei medikamentenbedingter Mundtrockenheit kann der Arzt prĂŒfen, ob das Medikament geĂ€ndert werden kann. Bei Grunderkrankungen steht deren Behandlung im Vordergrund. Oft helfen schon einfache MaĂnahmen zur Speichelanregung und Mundpflege.
Mundtrockenheit kann im Alltag lÀstig sein, aber mit einigen Gewohnheiten lÀsst sie sich gut bewÀltigen. Trinken Sie immer eine Wasserflasche in Reichweite, verwenden Sie Lippenpflegestifte und vermeiden Sie zu viel Koffein oder Zucker.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst und GemĂŒse unterstĂŒtzt die allgemeine Gesundheit. Vermeiden Sie sehr trockene oder klebrige Speisen (z. B. Cracker, Trockenobst). Trinken Sie auch beim Sport ausreichend â am besten Wasser. Bewegung ist gut, aber achten Sie auf FlĂŒssigkeitsersatz.
Dauerhafte Mundtrockenheit kann belastend sein und zu Schlafstörungen oder sozialem RĂŒckzug fĂŒhren, weil das Sprechen oder Essen unangenehm ist. Wenn Sie sich dadurch psychisch belastet fĂŒhlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darĂŒber. Auch psychologische UnterstĂŒtzung kann helfen.
Mundtrockenheit lĂ€sst sich nicht immer verhindern, besonders wenn sie durch Medikamente oder Krankheiten verursacht wird. Aber ein gesunder Lebensstil mit ausreichender FlĂŒssigkeitszufuhr, Rauchverzicht und guter Mundhygiene kann das Risiko senken.
Es gibt keine speziellen FrĂŒherkennungsuntersuchungen fĂŒr Mundtrockenheit. RegelmĂ€Ăige Zahnarztbesuche und Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt helfen jedoch, mögliche Ursachen frĂŒhzeitig zu erkennen.
Mit der richtigen Behandlung und Selbstpflege ist Mundtrockenheit in den meisten FÀllen gut in den Griff zu bekommen. Auch wenn die Ursache nicht immer heilbar ist, können Sie viel tun, um die Beschwerden zu lindern und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Ihr medizinisches Team hilft Ihnen dabei, den Alltag trockenmundfreundlich zu gestalten.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Es gibt rezeptfreie Mittel wie Mundsprays oder Gele, die den Mund befeuchten (sogenannte Speichelersatzmittel). Ihr Arzt kann auch verschreibungspflichtige Medikamente empfehlen, die die Speichelproduktion anregen (z. B. bestimmte Wirkstoffe, die das autonome Nervensystem beeinflussen). Wichtig: Nehmen Sie nie selbstĂ€ndig Medikamente ein, sondern besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ărztin.
Eine Operation ist bei Mundtrockenheit nur sehr selten nötig, z. B. wenn eine Verengung der SpeichelgĂ€nge oder ein Tumor vorliegt. Dies wird dann mit einem Facharzt fĂŒr Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde besprochen.