Excessive sweating
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Starkes Schwitzen (Hyperhidrose) bedeutet, dass der Körper mehr schwitzt als nötig â unabhĂ€ngig von Hitze, Sport oder Aufregung. Dabei produzieren die SchweiĂdrĂŒsen ĂŒbermĂ€Ăig viel SchweiĂ, was im Alltag belastend sein kann.
Wichtige Fakten
Ja, bis zu 5 von 100 Menschen haben eine Form von ĂŒbermĂ€Ăigem Schwitzen. Viele sprechen aber nicht darĂŒber, weil es ihnen unangenehm ist.
Es kann jeden treffen â MĂ€nner und Frauen, junge und Ă€ltere Menschen. Die primĂ€re Form beginnt oft in der Kindheit oder Jugend.
Der Arzt oder die Ărztin stellt zunĂ€chst Fragen zu Ihren Symptomen, Ihrer Krankengeschichte und Ihren Lebensgewohnheiten. Eine körperliche Untersuchung zeigt, wo und wie stark das Schwitzen auftritt.
Meist kann die Diagnose schon nach dem GesprÀch und einer kurzen Untersuchung gestellt werden. Bei Verdacht auf eine Grunderkrankung werden weitere Tests veranlasst. Die AbklÀrung ist unkompliziert und dauert in der Regel nicht lange.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Schwere des Schwitzens. Oft reichen schon einfache MaĂnahmen, manchmal sind speziellere Verfahren nötig. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt ĂŒber die beste Option fĂŒr Sie.
ĂbermĂ€Ăiges Schwitzen kann den Alltag belasten â Sie mĂŒssen vielleicht hĂ€ufiger duschen, Kleidung wechseln oder bestimmte Situationen vermeiden. Planen Sie dafĂŒr etwas mehr Zeit ein und seien Sie nachsichtig mit sich selbst.
Achten Sie auf eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel GemĂŒse und Vollkornprodukten. Vermeiden Sie scharfe GewĂŒrze, Koffein und Alkohol. RegelmĂ€Ăige Bewegung (wie Radfahren oder Schwimmen) ist gut fĂŒr die Kreislaufregulation â danach können Sie duschen. Starke Belastung direkt vor wichtigen Terminen vermeiden.
PrimĂ€res ĂŒbermĂ€Ăiges Schwitzen lĂ€sst sich nicht verhindern. SekundĂ€ren Formen können Sie vorbeugen, indem Sie die zugrunde liegende Erkrankung behandeln lassen (z.âŻB. SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion). Ein gesunder Lebensstil kann das Schwitzen etwas mildern.
Die gute Nachricht: Starkes Schwitzen ist gut behandelbar. Viele Menschen finden mit den richtigen MaĂnahmen eine deutliche Erleichterung. Auch wenn es manchmal eine Weile dauert, bis die passende Therapie gefunden ist â die Prognose ist meist sehr gut. Sie mĂŒssen nicht darunter leiden.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Ihr Arzt kann Ihnen verschiedene Behandlungen vorschlagen: Leitungswasser-Iontophorese (schwache Stromimpulse an HĂ€nden oder FĂŒĂen), Injektionen mit Botulinumtoxin (âBotoxâ) in die betroffenen Regionen oder verschreibungspflichtige Medikamente (Anticholinergika), die die SchweiĂproduktion hemmen. Alle Verfahren sind gut wirksam und werden von der gesetzlichen Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen ĂŒbernommen.
Wenn alle anderen Methoden nicht helfen, kann ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden. Dabei werden die SchweiĂdrĂŒsennerven durchtrennt (Sympathektomie). Der Eingriff ist aber nur in sehr schweren FĂ€llen empfehlenswert und wird selten durchgefĂŒhrt.
Das stĂ€ndige Schwitzen kann zu Scham, sozialem RĂŒckzug und sogar zu Angst oder Depression fĂŒhren. Viele Betroffene sind unsicher, andere Menschen könnten den SchweiĂ bemerken. Es ist wichtig, sich nicht allein zu fĂŒhlen. Ein GesprĂ€ch mit einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin kann helfen, den Umgang damit zu verbessern.