Fieber mit Übelkeit
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fieber ist eine erhöhte Körpertemperatur. Übelkeit ist ein Gefühl, sich übergeben zu müssen. Wenn beides zusammen auftritt, deutet das oft auf eine Infektion hin – zum Beispiel eine Magen-Darm-Infektion. Der Körper wehrt sich gegen Krankheitserreger, und das kann diese Beschwerden auslösen.
Wichtige Fakten
- Fieber und Übelkeit treten häufig zusammen auf, meist bei einer Infektion.
- Der Körper erhöht die Temperatur, um Krankheitserreger zu bekämpfen.
- Übelkeit kann durch die Infektion selbst oder durch das Fieber ausgelöst werden.
Ja. Fieber mit Übelkeit kommt besonders bei Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infektionen vor. Die meisten Menschen haben es gelegentlich.
Jeden – in jedem Alter. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Symptome
- Hohes Fieber mit steifem Nacken
- Atemnot oder schnelle Atmung
- Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit oder Teilnahmslosigkeit
- Hautausschlag, der bei Druck nicht verblasst
- Wiederholte Krampfanfälle, die nicht aufhören
- Zeichen einer schweren Austrocknung: kein Wasserlassen, trockene Zunge, eingesunkene Augen
- Fieber bei einem Baby unter 3 Monaten
- Bei jedem dieser Zeichen: umgehend den Notruf 112 anrufen.
- ⚠Fieber über 40 °C, das nicht fällt
- ⚠Anhaltendes Erbrechen über 12 Stunden
- ⚠Starke Bauchschmerzen
- ⚠Blut im Erbrochenen oder im Stuhl
- ⚠Kopfschmerzen mit Lichtempfindlichkeit
- ⚠Suchen Sie am selben Tag eine ärztliche Praxis auf, wenn diese Zeichen auftreten.
Häufige Symptome
- Temperatur über 38 °C
- Übelkeit ohne oder mit Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Appetitlosigkeit
- Gliederschmerzen
Symptome bei Kindern
- Fieber, manchmal mit Schüttelfrost
- Übelkeit und Erbrechen
- Weinerlichkeit und Berührungsempfindlichkeit
- Trinkverweigerung
- Bauchschmerzen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Höheres Fieber oder nur leicht erhöhte Temperatur
- Verwirrtheit oder Teilnahmslosigkeit
- Schwindel und Gleichgewichtsprobleme
- Mundtrockenheit als Zeichen von Flüssigkeitsmangel
- Ungewöhnliche Müdigkeit
Ursachen
Hauptursachen
- Magen-Darm-Infektionen durch Viren oder Bakterien
- Erkältungs- und Grippeviren
- Lebensmittelvergiftung
- Harnwegsinfektionen
- Hirnhautentzündung (Meningitis) – selten, aber ernst
- Medikamente oder andere Auslöser
Risikofaktoren
- Kindesalter oder hohes Alter
- Geschwächtes Immunsystem
- Reisen in Länder mit anderen Krankheitserregern
- Kontakt zu erkrankten Menschen
- Ungewohnte Lebensmittel oder verschmutztes Wasser
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Fieber über 40 °C, das nicht fällt
- Anhaltendes Erbrechen über 12 Stunden
- Starke Bauch- oder Kopfschmerzen
- Zeichen von Austrocknung
- Fieber bei Säuglingen unter 3 Monaten
- Verwirrtheit, Nackensteifigkeit, Hautausschlag
- Blut im Erbrechen oder Stuhl
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Fieber über 3 Tage ohne Besserung
- Wiederholte Fieberschübe
- Ungewollter Gewichtsverlust
- Häufige Übelkeit ohne klaren Auslöser
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt zuerst nach Ihren Beschwerden, Vorerkrankungen und möglichen Kontakten zu Erkrankten. Danach folgt eine körperliche Untersuchung, bei der unter anderem Bauch, Rachen und Haut angesehen werden. Die Körpertemperatur wird gemessen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Entzündungszeichen
- Urinuntersuchung, zum Beispiel bei Verdacht auf Harnwegsinfektion
- Stuhlprobe bei Durchfall oder Erbrechen
- Bei Verdacht auf eine Hirnhautentzündung: Nervenwasseruntersuchung (Lumbalpunktion)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Manchmal sind weitere Tests nötig, um die Ursache zu finden. Lassen Sie sich erklären, was zu tun ist, und fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Die Behandlung orientiert sich an den aktuellen medizinischen Leitlinien.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Virusinfektionen hilft der Körper sich meist selbst. Im Vordergrund stehen deshalb Ruhe und Flüssigkeit.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken, am besten Wasser oder Tee
- Kleine, leichte Mahlzeiten, wenn Sie Hunger haben
- Körperliche Schonung und Bettruhe
- Den Körper nicht zu warm anziehen
- Bei Erbrechen: Schluckweise Flüssigkeit aufnehmen
- Auf Alkohol und starke Mahlzeiten verzichten
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Medikamente verschreiben oder empfehlen, die gegen die Ursache wirken – zum Beispiel Antibiotika bei einer bakteriellen Infektion. Bei einer Virusinfektion werden meist nur die Symptome gelindert. Medikamente gegen Übelkeit können in manchen Fällen helfen. Nehmen Sie Medikamente nur nach Absprache mit medizinischem Fachpersonal ein und halten Sie sich an die empfohlene Dosierung.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht zutreffend. Bei Fieber mit Übelkeit ist eine Operation in der Regel nicht erforderlich.
Leben mit der Erkrankung
Gönnen Sie sich Ruhe und trinken Sie ausreichend. Hören Sie auf Ihren Körper. Solange das Fieber besteht, ist Schonung wichtig. Bei anhaltenden oder neuen Beschwerden suchen Sie ärztlichen Rat.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Händehygiene
- Ausgewogene Ernährung zur Unterstützung des Immunsystems
- Ausreichend Schlaf
- Stress vermeiden
- Sich nicht zwingen, etwas zu essen, wenn der Magen rebelliert
Ernährung und Bewegung
Bei akuter Übelkeit sind leichte Speisen wie Zwieback, Reis oder Kartoffelbrei gut. Schwere, fettige Speisen vermeiden. Sport und anstrengende Aktivitäten sind während einer Infektion nicht sinnvoll. Nach dem Abklingen können Sie langsam wieder mit Bewegung beginnen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Infektion kann belastend sein und die Stimmung beeinflussen. Sorgen gehören dazu, sind aber meist unbegründet, weil die meisten Infektionen ausheilen. Wenn Sie sich längere Zeit niedergeschlagen fühlen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Vorbeugung
Nicht alles ist vermeidbar. Sie können das Risiko aber senken, indem Sie sich regelmäßig die Hände waschen, kontaminiertes Wasser und rohe Lebensmittel meiden und den Kontakt mit Erkrankten reduzieren.
Impfungen
Gegen einige Infektionen, die Fieber und Übelkeit verursachen können, gibt es Schutzimpfungen – zum Beispiel gegen Grippe oder einige Magen-Darm-Erreger. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening für Fieber mit Übelkeit. Bei bestimmten Reisen oder Vorerkrankungen kann eine Vorsorge sinnvoll sein. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Austrocknung (Dehydratation) durch Flüssigkeitsverlust
- Elektrolytstörungen
- Kreislaufprobleme
- Selten: Verschlechterung einer Grunderkrankung
Langzeitprognose
Die meisten Fälle von Fieber mit Übelkeit klingen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Wenn Sie auf Warnzeichen achten und bei Bedarf ärztliche Hilfe suchen, ist die Prognose sehr gut. Ernsthafte Ursachen sind selten und können mit der richtigen Behandlung meist gut behandelt werden.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.