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Flankenschmerz ist ein Schmerz an der Seite des Rückens, etwa zwischen den unteren Rippen und der Hüfte. Bei älteren Erwachsenen kann dieser Schmerz viele Ursachen haben, zum Beispiel eine Nierenentzündung, Muskelzerrung oder auch Gürtelrose. Oft braucht es eine ärztliche Abklärung, um die genaue Ursache zu finden.
Wichtige Fakten
Ja, Flankenschmerz ist bei älteren Erwachsenen relativ häufig. Das liegt daran, dass Erkrankungen der Nieren, der Wirbelsäule oder der Muskeln im Alter zunehmen.
Vor allem Menschen über 65 Jahren sind betroffen, insbesondere wenn sie bereits Nierensteine, Harnwegsinfekte oder eine Gürtelrose hatten. Auch Menschen mit Bluthochdruck oder Diabetes haben ein höheres Risiko.
Der Arzt stellt die Diagnose durch ein Gespräch über die Symptome und eine körperliche Untersuchung. Er tastet die Flanke ab und klopft vorsichtig auf den Rücken, um zu prüfen, ob die Nieren schmerzen. Anschließend folgen oft Urin- und Bluttests.
Die Untersuchungen sind meist einfach und schmerzfrei. Sie müssen bei Verdacht auf eine Nierenentzündung möglicherweise etwas länger warten, bis die Ergebnisse vorliegen. Ihr Arzt wird alles Schritt für Schritt erklären.
Die Behandlung hängt von der Ursache des Flankenschmerzes ab. Bei Infektionen werden Antibiotika eingesetzt, bei Nierensteinen helfen viel Trinken und Schmerzmittel. Muskelverspannungen bessern sich oft mit Wärme und Bewegung. Ihr Arzt wird Sie über die beste Vorgehensweise beraten.
Infektionen werden mit Antibiotika behandelt, die der Arzt nach einem Urintest auswählt. Bei Nierensteinen können schmerzlindernde Medikamente und entzündungshemmende Mittel eingesetzt werden. Gürtelrose wird mit antiviralen Medikamenten behandelt. Bei Osteoporose-bedingten Wirbelbrüchen können stabilisierende Maßnahmen wie eine Rückenorthese helfen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach den für Sie geeigneten Medikamenten – Namen und Dosen sind individuell.
Wenn Sie unter chronischem Flankenschmerz leiden, zum Beispiel durch wiederkehrende Nierensteine, sollten Sie auf eine gute Flüssigkeitszufuhr achten und schwere körperliche Arbeit oder plötzliche Drehbewegungen vermeiden. Wärmetherapie und leichte Dehnübungen können im Alltag helfen. Beobachten Sie Ihren Urin (Farbe, Trübung) und melden Sie Veränderungen dem Arzt.
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Nierengesundheit. Bei Neigung zu Nierensteinen kann es helfen, oxalsäurereiche Lebensmittel (Spinat, Rhabarber, Nüsse) in Maßen zu essen. Bewegung ist wichtig, aber vermeiden Sie Stürze – trainieren Sie Gleichgewicht und Kraft, zum Beispiel mit Tai-Chi oder leichten Gewichten. Besprechen Sie Ihre Ernährung mit Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberatung.
Nicht jeder Flankenschmerz ist vermeidbar, aber Sie können das Risiko senken. Trinken Sie ausreichend, bewegen Sie sich regelmäßig und vermeiden Sie Übergewicht. Lassen Sie Bluthochdruck und Diabetes gut einstellen. Bei Neigung zu Harnwegsinfekten kann eine gute Intimhygiene helfen.
Eine Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) wird für Erwachsene ab 60 Jahren empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob die Impfung für Sie infrage kommt.
Wenn Sie Risikofaktoren für Nierenerkrankungen haben (z. B. Diabetes, Bluthochdruck), sollte Ihr Arzt regelmäßig die Nierenfunktion mit einem Blut- und Urintest überprüfen.
Die meisten Ursachen von Flankenschmerz lassen sich gut behandeln. Mit der richtigen Therapie und Nachsorge können die meisten Menschen ihren Alltag ohne größere Einschränkungen fortsetzen. Auch nach einem Nierenstein oder einer Nierenbeckenentzündung erholen sich die Nieren meist vollständig. Bei chronischen Nierenerkrankungen gibt es heute viele Möglichkeiten, die Funktion lange zu erhalten. Bleiben Sie zuversichtlich – Ihr Arzt unterstützt Sie.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Eine Operation ist nur selten nötig, zum Beispiel wenn ein großer Nierenstein den Harnleiter blockiert und nicht von selbst abgeht, oder bei einem Tumor. In solchen Fällen wird der Eingriff minimalinvasiv (durch kleine Schnitte) durchgeführt. Ihr Arzt bespricht alle Optionen mit Ihnen.
Chronische Schmerzen können belastend sein und zu Ängsten oder Niedergeschlagenheit führen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Gefühle – er kann Unterstützung anbieten. Auch Gespräche mit Angehörigen oder einer Selbsthilfegruppe können helfen.