Jaw pain â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Jaw pain
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Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Zahnschmerzen können viele Ursachen haben, aber auch Schmerzen im Kiefer, also im Bereich des Unterkiefers oder des Kiefers, der das Zahnfleisch umfasst. Dazu gehören dumpfe oder stechende Schmerzen, die beim Kauen oder Ăffnen des Mundes auftreten. Kiefergelenk (das Gelenk, das den Unterkiefer mit dem SchĂ€del verbindet) und ZĂ€hne sind oft betroffen.
Wichtige Fakten
Kiefergelenkund Zahnschmerzen sind hĂ€ufige Ursachen fĂŒr Kieferbeschwerden.
Die meisten FĂ€lle sind nicht ernst und bessern sich mit einfachen MaĂnahmen.
ZĂ€hneknirschen oder starkes BeiĂen können die Beschwerden verstĂ€rken.
Ein Arzt oder Zahnarzt kann helfen, die Ursache zu finden.
Fragen zu diesem Artikel
Ja, Kiefergelenk- und Zahnschmerzen sind sehr hÀufig. Viele Menschen erleben sie mindestens einmal im Leben.
Kiefergelenk- und Zahnschmerzen können Menschen jeden Alters betreffen, besonders hĂ€ufig bei Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren sowie bei Menschen, die unter Stress stehen oder auf die ZĂ€hne beiĂen oder knirschen.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Plötzliche, starke Schmerzen im Kiefer, die mit Brustschmerzen oder Atemnot einhergehen â das könnte ein Zeichen fĂŒr einen Herzinfarkt sein.
Schwellung im Gesicht oder am Hals, die die Atmung erschwert
Hohes Fieber mit starken Schmerzen und BewegungseinschrÀnkung im Kiefer
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Anhaltende oder zunehmende Schmerzen, die nicht nachlassen
â Schmerzen, die mit Fieber oder SchĂŒttelfrost verbunden sind
â Schwierigkeiten beim Schlucken oder Ăffnen des Mundes
HĂ€ufige Symptome
Schmerzen im Kieferbereich, die auf einer Seite oder beiden Seiten auftreten
Schmerzen beim Kauen oder beim Ăffnen des Mundes weit
Knacken oder Knirschen im Kiefergelenk beim Bewegen
Kopfschmerzen, die vom Kiefer ausgehen
TaubheitsgefĂŒhl oder Kribbeln im Kiefer oder Gesicht
Symptome bei Kindern
Schmerzen beim Kauen oder beiĂen
Weigerung, bestimmte Lebensmittel zu essen
ZĂ€hneknirschen im Schlaf
Kopfschmerzen oder Ohrschmerzen ohne offensichtliche Ursache
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Schmerzen im Kiefergelenk, die auch auf andere Bereiche wie den Nacken ausstrahlen
Schwierigkeiten beim Kauen oder Sprechen
Schmerzen nach dem Aufwachen, die auf nÀchtliches Knirschen hindeuten
VerschleiĂbedingte VerĂ€nderungen im Kiefergelenk
Ursachen
Hauptursachen
ZĂ€hneknirschen oder ZĂ€hnepressen (Bruxismus) â oft unbemerkt im Schlaf
Probleme mit den ZĂ€hnen wie Karies, EntzĂŒndungen oder Abszesse
Fehlstellungen der ZĂ€hne oder des Kiefergelenks (z. B. Malokklusion)
EntzĂŒndungen des Kiefergelenks (Arthritis) oder der umliegenden Muskulatur (Myofasziales Syndrom)
Stress oder Angst, die zu Anspannung der Kaumuskulatur fĂŒhren
Risikofaktoren
Stress und psychische Belastung
Bruxismus (ZĂ€hneknirschen) â besonders nachts oder unter Stress
Fehlstellungen der ZĂ€hne oder des Kiefers ohne Behandlung
Verletzungen des Kiefers oder Gesichts (z. B. durch UnfÀlle oder Sport)
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (wie Arthritis)
Alter â mit zunehmendem Alter steigt das Risiko fĂŒr VerschleiĂerscheinungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Wenn die Schmerzen plötzlich und sehr stark sind oder mit Brustschmerzen, Atemnot oder Schwindel einhergehen â rufen Sie sofort den Notruf 112.
Wenn der Kiefer geschwollen ist und die Atmung erschwert wird.
Wenn hohes Fieber mit SchĂŒttelfrost auftritt.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn die Schmerzen lĂ€nger als ein paar Tage anhalten und nicht auf einfache MaĂnahmen wie Ruhe oder WĂ€rme ansprechen.
Wenn Sie den Mund nicht mehr richtig öffnen können oder das Kauen sehr schmerzhaft ist.
Wenn Sie ZĂ€hneknirschen oder -pressen bemerken.
Leichte, vorĂŒbergehende Kiefergelenkbeschwerden sind oft harmlos und bessern sich mit Ruhe und Entspannung. Suchen Sie trotzdem einen Arzt oder Zahnarzt auf, wenn die Beschwerden lĂ€nger als eine Woche anhalten oder Sie sich unsicher sind.
Diagnose
Der Arzt oder Zahnarzt wird Sie zu Ihren Beschwerden befragen und den Kiefer sowie die ZĂ€hne untersuchen. Dabei wird er Sie bitten, den Mund zu öffnen, zu schlieĂen oder zu beiĂen, um BewegungseinâschrĂ€nkungen oder Schmerzpunkte zu finden.
Mögliche Untersuchungen
Klinische Untersuchung: Abtasten der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks
Fragebögen zur Erfassung von Knirsch- oder Pressgewohnheiten
Bildgebung: Röntgen, CT oder MRT, wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden mĂŒssen (z. B. Frakturen oder Tumore)
Ggf. Ăberweisung zum Zahnarzt oder KieferorthopĂ€den
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei und dauert etwa 15â30 Minuten. Der Arzt wird Ihnen erklĂ€ren, was er findet, und gemeinsam mit Ihnen besprechen, welche Schritte als nĂ€chstes sinnvoll sind. Manchmal sind weitere Fachuntersuchungen nötig, z. B. beim Zahnarzt oder in einer Schmerzklinik.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Kiefergelenkbeschwerden. In den meisten FĂ€llen helfen einfache MaĂnahmen und Entspannungstechniken. Bei anhaltenden Beschwerden sind auch medikamentöse oder physiotherapeutische AnsĂ€tze möglich. Eine Operation kommt nur selten infrage.
Selbsthilfe zu Hause
WĂ€rme- oder KĂ€lteanwendungen auf die schmerzende Stelle legen (z. B. warme Kompresse oder KĂŒhlpack, je nachdem was besser tut)
Weiche Nahrung bevorzugen und Kaugummi vermeiden
EntspannungsĂŒbungen wie Tiefenentspannung oder progressive Muskelentspannung
Vermeiden Sie, die ZĂ€hne zusammenzupressen oder auf die ZĂ€hne zu beiĂen â lassen Sie den Kiefer locker
Bei Bruxismus: spezielle Schiene vom Zahnarzt anpassen lassen (die sogenannte Aufbissâ oder Knirscherschiene)
Medizinische Behandlungen
Bei stĂ€rkeren oder anhaltenden Schmerzen kann der Arzt entzĂŒndungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol empfehlen â bitte immer die Dosierungsanleitung auf der Packung beachten und vorher den Arzt oder Apotheker fragen. Bei Muskelverspannungen helfen manchmal Muskelrelaxanzien (verschreibungspflichtig) oder Physiotherapie mit Ăbungen zur Kiefermobilisation. In manchen FĂ€llen werden auch lokale Schmerzmittel oder Kortisoninjektionen in das Kiefergelenk verabreicht, aber das ist nur bei hartnĂ€ckigen FĂ€llen nötig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur in sehr seltenen FĂ€llen infrage, zum Beispiel wenn das Kiefergelenk durch eine Fehlstellung oder Arthrose stark geschĂ€digt ist und andere Behandlungen nicht helfen. Sie wird in spezialisierten Kliniken von Kieferchirurgen durchgefĂŒhrt.
Leben mit der Erkrankung
Die meisten Menschen können mit Kiefergelenkbeschwerden gut leben, wenn sie die SelbsthilfemaĂnahmen beachten und bei Bedarf einen Arzt aufsuchen. Achten Sie auf eine entspannte Kieferhaltung: Die ZĂ€hne sollten locker aufeinanderliegen, die Lippen geschlossen sein, aber die Kiefermuskeln nicht verspannt.
Tipps fĂŒr den Alltag
Stress reduzieren â zum Beispiel durch EntspannungsĂŒbungen, Yoga oder Meditation
Ausreichend Schlaf und gesunde ErnÀhrung
Vermeiden Sie harte, klebrige oder zĂ€he Lebensmittel, die den Kiefer belasten (z. B. NĂŒsse, Kaugummi, zĂ€hes Fleisch)
RegelmĂ€Ăige Bewegung â auch das hilft, Stress abzubauen und die Muskulatur geschmeidig zu halten
ErnÀhrung und Bewegung
Essen Sie weiche Kost, die wenig Kauen erfordert (z. B. Joghurt, Suppen, PĂŒree, weiches Brot). Vermeiden Sie Lebensmittel, die Sie stark beiĂen oder kauen mĂŒssen. Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen kann helfen, den ganzen Körper zu entspannen und so auch die Kiefermuskulatur zu lockern.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen im Kiefer können belastend sein und zu Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit fĂŒhren. Es ist wichtig, auch die seelischen Auswirkungen ernst zu nehmen. Bei Bedarf sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie psychologische UnterstĂŒtzung â dafĂŒr gibt es zum Beispiel die Telefonseelsorge (kostenlose, vertrauliche Beratung unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).
Vorbeugung
Kiefergelenkbeschwerden lassen sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko senken: Vermeiden Sie ĂŒbermĂ€Ăigen Stress, achten Sie auf eine entspannte Kieferhaltung und behandeln Sie Zahnfehlstellungen frĂŒhzeitig. Wenn Sie nachts knirschen, kann eine Schiene helfen, den Zahnschmelz zu schĂŒtzen und die Muskeln zu entlasten.
Komplikationen
Unbehandelt
Chronische Schmerzen, die den Alltag beeintrÀchtigen
ZahnverschleiĂ oder ZahnabbrĂŒche durch Knirschen
Verspannung der Kiefermuskulatur, die auch auf Kopf, Nacken oder RĂŒcken ausstrahlt
Entstehung von Kieferschmerzen durch unbehandelte Fehlstellungen (z. B. CraniomandibulÀre Dysfunktion, CMD)
In seltenen FĂ€llen Verschlechterung einer zugrunde liegenden Erkrankung
Langzeitprognose
Die meisten Kiefergelenk- und Zahnschmerzen lassen sich gut behandeln oder bessern sich von selbst. Wenn Sie frĂŒhzeitig handeln und die Ursache behandeln lassen, ist die Prognose in der Regel sehr gut. Auch chronische Beschwerden können mit Geduld und den richtigen MaĂnahmen gelindert werden.
UnterstĂŒtzung finden
Hilfetelefone
Ărztlicher Bereitschaftsdienst (medizinische NotfĂ€lle auĂerhalb der Praxiszeiten)
116117
Deutschland
Telefonseelsorge (bei seelischen Krisen)
0800 111 0 111
Deutschland
Telefonseelsorge (alternativ)
0800 111 0 222
Deutschland
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.