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Ein dauerhaft schneller Herzschlag – auch als langanhaltende Tachykardie bezeichnet – bedeutet, dass Ihr Herz über einen längeren Zeitraum hinweg zu schnell schlägt, oft ohne körperliche Anstrengung oder Aufregung. Normalerweise schlägt ein gesundes Herz in Ruhe 60- bis 100-mal pro Minute. Bei einer dauerhaften Tachykardie liegt die Ruheherzfrequenz meist über 100 Schläge pro Minute und bleibt über Stunden, Tage oder sogar Wochen erhöht.
Wichtige Fakten
Ein dauerhaft schneller Herzschlag kommt nicht selten vor. Viele Menschen erleben vorübergehend einen schnellen Puls, aber eine anhaltende Erhöhung der Herzfrequenz ist seltener und sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Menschen jeden Alters können betroffen sein. Besonders häufig tritt ein anhaltend schneller Herzschlag bei Frauen, älteren Erwachsenen und Personen mit Vorerkrankungen des Herzens oder der Schilddrüse auf.
Die Diagnose eines dauerhaft schnellen Herzschlags beginnt mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung. Ihr Arzt misst Ihren Puls und hört Ihr Herz ab. Um die genaue Ursache zu finden, können verschiedene Tests durchgeführt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des dauerhaft schnellen Herzschlags. Ziel ist es, die Herzfrequenz zu normalisieren und mögliche Grunderkrankungen zu behandeln. In den meisten Fällen lässt sich der Zustand gut in den Griff bekommen.
Mit einem dauerhaft schnellen Herzschlag zu leben bedeutet, auf die Signale Ihres Körpers zu achten und regelmäßig Ihren Puls zu kontrollieren. Mit der richtigen Behandlung können Sie die meisten Alltagsaktivitäten wie gewohnt ausüben. Planen Sie bei Anstrengung mehr Pausen ein.
Eine herzgesunde Ernährung (wenig Salz, viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, gesunde Fette) unterstützt die Behandlung. Leichte bis moderate Bewegung wie Schwimmen, Walking oder Yoga ist empfehlenswert. Vermeiden Sie jedoch extremen Sport oder Wettkämpfe ohne vorherige ärztliche Freigabe.
Nicht jede Form eines dauerhaft schnellen Herzschlags lässt sich verhindern, aber Sie können Ihr Risiko senken: durch eine gesunde Lebensweise, Stressmanagement, Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sowie durch regelmäßige ärztliche Checks.
Es gibt keinen Impfstoff gegen einen dauerhaft schnellen Herzschlag. Allerdings schützen Impfungen wie die Grippeimpfung vor Infekten, die den Herzrhythmus belasten können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Ein routinemäßiges Screening wird für Menschen ohne Symptome nicht empfohlen. Wenn Sie jedoch Risikofaktoren haben (z. B. Bluthochdruck, Diabetes, familiäre Vorbelastung), kann Ihr Hausarzt im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung einen Pulscheck und ein Ruhe-EKG durchführen.
Die Prognose ist meist gut, wenn die Ursache erkannt und behandelt wird. Viele Menschen mit einem dauerhaft schnellen Herzschlag können ein normales, aktives Leben führen. Mit regelmäßigen Kontrollen und einer engen Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt bleibt die Erkrankung meist gut kontrollierbar. Helfen Sie Ihrem Herzen – es schlägt für Sie.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Die Untersuchungen sind schmerzfrei und meist ambulant. Ein Langzeit-EKG ist unkompliziert: Sie tragen ein kleines Gerät, das Sie unter der Kleidung kaum bemerken, und führen ein Tagebuch über Ihre Aktivitäten und Symptome. Nach der Auswertung besprechen die behandelnden Ärzte die Ergebnisse mit Ihnen und leiten bei Bedarf eine Behandlung ein.
Je nach Ursache können Ärzte verschiedene Behandlungen vorschlagen, zum Beispiel Medikamente, die die Herzfrequenz senken oder den Herzrhythmus stabilisieren. Diese werden immer individuell angepasst. Bei bestimmten Rhythmusstörungen kann eine Katheterablation (Verödung von krankhaften Herzarealen) infrage kommen. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Option besprechen. Wichtig: Nehmen Sie nie eigenständig Mittel gegen Herzrasen ein.
In seltenen Fällen, wenn Medikamente nicht ausreichen oder schwere Herzrhythmusstörungen vorliegen, kann ein Schrittmacher oder ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) eingesetzt werden. Die Entscheidung trifft ein Herzspezialist (Kardiologe) im Krankenhaus.
Ein dauerhaft schneller Herzschlag kann Angst auslösen – besonders wenn er ohne Vorwarnung auftritt. Das Gefühl von Kontrollverlust ist belastend. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt über diese Ängste zu sprechen. Bei Bedarf kann eine psychologische Begleitung helfen, mit der Erkrankung umzugehen.
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