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TaubheitsgefĂŒhl (auch GefĂŒhlsstörung genannt) bedeutet, dass Sie an einer Körperstelle, zum Beispiel an den Fingern oder FĂŒĂen, weniger spĂŒren oder ein Kribbeln verspĂŒren. Im Alter kann das hĂ€ufiger vorkommen, weil die Nerven empfindlicher werden oder andere Erkrankungen dahinterstecken.
Wichtige Fakten
Ja, TaubheitsgefĂŒhl tritt bei Ă€lteren Menschen hĂ€ufig auf. SchĂ€tzungsweise jeder dritte Mensch ĂŒber 65 Jahre hat zeitweise GefĂŒhlsstörungen an HĂ€nden oder FĂŒĂen.
Besonders betroffen sind Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder GelenkverschleiĂ (Arthrose). Auch nach lĂ€ngerer BettlĂ€gerigkeit oder bei bestimmten Medikamenten kann TaubheitsgefĂŒhl auftreten.
Um die Ursache der Taubheit zu finden, wird Ihr Arzt Sie zunĂ€chst ausfĂŒhrlich befragen. Er möchte wissen, wann die Beschwerden begonnen haben, wo genau sie auftreten und ob es weitere Symptome gibt. Dann folgt eine körperliche Untersuchung, bei der er Ihre Reflexe, Ihr GefĂŒhl und Ihre Muskelkraft prĂŒft.
Die Untersuchungen dauern meist nur wenige Minuten und sind nicht schmerzhaft. Sie bekommen genaue Anweisungen, ob Sie etwas beachten mĂŒssen (z. B. nĂŒchtern sein). Ihr Arzt bespricht die Ergebnisse mit Ihnen und schlĂ€gt bei Bedarf eine Behandlung vor.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Taubheit. Ziel ist es, die Grundkrankheit zu behandeln und die Beschwerden zu lindern. In vielen FÀllen können Sie selbst viel tun, zum Beispiel durch Bewegung oder eine gesunde ErnÀhrung.
Mit TaubheitsgefĂŒhl zu leben, kann herausfordernd sein. Achten Sie besonders auf Ihre FĂŒĂe und HĂ€nde, da Sie Verletzungen möglicherweise nicht spĂŒren. Tragen Sie gut sitzende Schuhe und vermeiden Sie zu heiĂes Wasser. Benutzen Sie Hilfsmittel wie einen Gehstock, wenn nötig, um StĂŒrze zu vermeiden.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung, die reich an Vitamin B12 und anderen B-Vitaminen ist, kann die Nervengesundheit unterstĂŒtzen. Gute Quellen sind Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sowie angereicherte pflanzliche Produkte. Bewegung regt die Durchblutung an und kann die Symptome lindern. Besonders geeignet sind leichte Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Gehen.
Nicht jede Ursache ist vermeidbar, aber Sie können das Risiko senken: durch regelmĂ€Ăige Bewegung, gesunde ErnĂ€hrung, Verzicht auf Rauchen, gute Blutzuckereinstellung bei Diabetes und Vorsorgeuntersuchungen.
Gegen TaubheitsgefĂŒhl gibt es keinen Impfstoff, aber Impfungen gegen Grippe und GĂŒrtelrose (Herpes Zoster) können Komplikationen vermeiden, die Taubheit verursachen könnten.
RegelmĂ€Ăige Vorsorgeuntersuchungen, z. B. auf Diabetes und Bluthochdruck, helfen, Risikofaktoren frĂŒh zu erkennen. Auch der jĂ€hrliche Gesundheitscheck ab 35 Jahren ist sinnvoll.
Die Prognose hĂ€ngt von der Ursache ab. Viele Formen der Taubheit bessern sich mit der richtigen Behandlung erheblich. Auch wenn nicht immer eine vollstĂ€ndige Heilung möglich ist, können die Symptome oft gelindert und das Fortschreiten verlangsamt werden. Mit den richtigen MaĂnahmen können Sie weiterhin ein aktives und erfĂŒlltes Leben fĂŒhren.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Je nach Ursache kommen verschiedene Behandlungen in Frage. Bei einem Vitaminmangel werden entsprechende PrĂ€parate verordnet. Bei NervenschĂ€den durch Diabetes steht die Blutzuckereinstellung im Vordergrund. Auch Physiotherapie oder Ergotherapie können helfen, die Beweglichkeit zu erhalten. In manchen FĂ€llen werden Medikamente eingesetzt, die die Nerven beruhigen oder die Durchblutung fördern. Diese mĂŒssen von einem Arzt verschrieben und ĂŒberwacht werden.
Operative Eingriffe sind selten nötig, können aber bei einem eingeengten Nerv (z. B. Karpaltunnelsyndrom) oder einem Bandscheibenvorfall helfen, den Druck auf den Nerv zu nehmen.
TaubheitsgefĂŒhl kann Ă€ngstigen, vor allem wenn die Ursache unklar ist. Auch die EinschrĂ€nkungen im Alltag können belasten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson ĂŒber Ihre Sorgen. Bei anhaltenden Ăngsten oder depressiven Verstimmungen ist professionelle Hilfe sinnvoll. Bei akuten Krisen können Sie sich an die Telefonseelsorge wenden (kostenlos, 24 Stunden): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.