Entdecken Sie das Ruqelo-Ökosystem
KI-gestützte klinische Produktivitätstools für medizinisches Fachpersonal.
Ruqelo ClinicalPatientenfreundliche Gesundheitsbildung und Orientierung.
Premium-Training für gesprochenes Arabisch mit Rollenspielen, Audio und Companion.
Ruqelo ArabicBasierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Das Restless-Legs-Syndrom (RLS), auch als ‚unruhige Beine‘ bekannt, ist eine Erkrankung, bei der Sie einen starken Drang verspüren, Ihre Beine zu bewegen. Dies geht oft mit unangenehmen Gefühlen wie Kribbeln, Ziehen oder Schmerzen einher. Die Beschwerden treten vor allem in Ruhe oder abends auf und bessern sich durch Bewegung.
Wichtige Fakten
Ja, das Restless-Legs-Syndrom ist weit verbreitet. Schätzungen zufolge leiden etwa 5–10 % der Erwachsenen in Deutschland darunter. Viele Menschen haben nur milde Symptome und suchen keinen Arzt auf.
Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, wird aber mit zunehmendem Alter häufiger. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Auch während der Schwangerschaft kann RLS vorübergehend auftreten.
Die Diagnose stellt Ihr Hausarzt oder ein Neurologe in erster Linie anhand Ihrer Beschwerden. Es gibt keinen spezifischen Test. Der Arzt wird Sie nach Ihren Symptomen fragen, insbesondere nach dem zeitlichen Auftreten, der Besserung durch Bewegung und familiären Fällen.
Ihr Arzt wird Sie ausführlich zu Ihren Symptomen befragen, nach Ihrem Lebensstil und möglichen Auslösern suchen. Die Blutabnahme erfolgt oft direkt in der Praxis. Bei unklaren Fällen wird er Sie an einen Facharzt überweisen. Die Untersuchungen sind schmerzfrei und dauern meist nicht lange.
Die Behandlung des Restless-Legs-Syndroms richtet sich nach der Ursache und der Schwere der Beschwerden. Bei milden Symptomen reichen oft schon Änderungen des Lebensstils. Bei stärkeren Beschwerden kommen medikamentöse Behandlungen in Frage, die die Symptome deutlich lindern können.
Wenn Selbsthilfemaßnahmen nicht ausreichen, kann Ihr Arzt Medikamente verschreiben, die die Symptome lindern. Dazu gehören Wirkstoffe, die den Botenstoff Dopamin im Gehirn beeinflussen, oder bestimmte Medikamente gegen Krampfanfälle. Auch Eisenpräparate können helfen, wenn ein Mangel vorliegt. Welches Medikament für Sie geeignet ist, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne ärztliche Verordnung ein.
Viele Menschen mit RLS können ihren Alltag gut bewältigen, indem sie die Symptome in den Ruhephasen aktiv beeinflussen. Planen Sie regelmäßige Bewegung ein und schaffen Sie sich abends entspannende Routinen. Tauschen Sie sich mit Familie und Freunden aus, damit diese Verständnis für Ihre Situation haben.
Eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Hülsenfrüchten, Spinat oder Vollkornprodukten kann bei einem Eisenmangel unterstützend wirken. Achten Sie auch auf ausreichend Flüssigkeit. Moderate Bewegung wie Walking oder Schwimmen ist ideal und kann die Symptome lindern.
Die ständige Unruhe und der gestörte Schlaf können auf Dauer zu Müdigkeit, Reizbarkeit und Stress führen. Manchmal entwickelt sich auch eine Angststörung oder Depression. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt über Ihre psychische Belastung zu sprechen. Bei akuten Krisen können Sie sich an psychosoziale Beratungsstellen wenden – für akute Notfälle wählen Sie die 112 oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 / 0800 111 0 222).
Das idiopathische Restless-Legs-Syndrom lässt sich nicht immer verhindern. Sie können jedoch das Risiko für einen Eisenmangel senken, indem Sie auf eine eisenreiche Ernährung achten. Auch die Vermeidung von übermäßigem Alkohol- und Koffeinkonsum kann helfen. Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben (zum Beispiel durch eine Nierenerkrankung), besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie Symptomen vorbeugen können.
Ein allgemeines Screening auf RLS wird nicht empfohlen. Wenn Sie jedoch unter Schlafproblemen oder unruhigen Beinen leiden, sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen.
Die Prognose des Restless-Legs-Syndroms ist gut. Mit den richtigen Behandlungsmaßnahmen können Sie die Symptome meist deutlich lindern und ein normales Leben führen. Die Beschwerden können zwar von Zeit zu Zeit wiederkehren, sind aber gut behandelbar. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten – Sie sind nicht allein.
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Eine Operation ist zur Behandlung des Restless-Legs-Syndroms nicht notwendig. Sollte eine andere Grunderkrankung wie zum Beispiel Krampfadern vorliegen, kann ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden – das ist aber nicht die Therapie des RLS selbst.