Skin itching â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Skin itching
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Patienteninformation â kein Ă€rztlicher Rat. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Juckreiz (auch Pruritus genannt) ist ein unangenehmes HautgefĂŒhl, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Es kann verschiedene Ursachen haben â von trockener Haut bis hin zu Hauterkrankungen oder inneren Erkrankungen. Meist ist Juckreiz harmlos und vorĂŒbergehend, manchmal aber auch ein Zeichen fĂŒr eine behandlungsbedĂŒrftige Erkrankung.
Wichtige Fakten
Juckreiz ist ein sehr hĂ€ufiges Symptom â fast jeder Mensch hat ihn schon einmal erlebt.
Er kann an einer einzelnen Stelle oder am ganzen Körper auftreten.
Trockene Haut ist eine der hÀufigsten Ursachen, besonders im Winter oder in beheizten RÀumen.
Kratzen verschlimmert den Juckreiz oft und kann zu Hautverletzungen fĂŒhren.
Fragen zu diesem Artikel
Ja, Juckreiz ist sehr hÀufig. Viele Menschen haben gelegentlich damit zu tun, vor allem bei trockener Haut oder nach Insektenstichen.
Juckreiz kann Menschen jeden Alters betreffen. Besonders hÀufig tritt er bei Àlteren Menschen (durch trockene Haut), bei Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, sowie bei Allergikern auf.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Plötzlicher Juckreiz mit Atemnot, Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen (Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion â sofort 112 rufen)
Juckreiz in Verbindung mit starkem Unwohlsein, Schwindel oder Blutdruckabfall
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Juckreiz, der sich auf einen groĂen Teil des Körpers ausbreitet und mit Fieber einhergeht
â Juckreiz mit sichtbaren EiterblĂ€schen oder Zeichen einer Hautinfektion (z. B. WĂ€rme, Rötung, Schwellung)
â Juckreiz, der mit Gelbsucht (gelb verfĂ€rbte Haut oder Augen) verbunden ist
HĂ€ufige Symptome
Haut fĂŒhlt sich gereizt, kribbelnd oder krabbelig an
Rötung oder Schwellung der Haut
Hautausschlag (z. B. Pusteln, BlÀschen, Schuppen)
Kratzspuren oder wunde Stellen durch Kratzen
Haut fĂŒhlt sich trocken oder rau an
Symptome bei Kindern
Besonders hÀufig im Windelbereich oder an den Beugen von Armen und Beinen (z. B. bei Neurodermitis)
Kinder können unruhig sein, schlecht schlafen oder sich stÀndig kratzen
Juckreiz durch Insektenstiche oder Kontakt mit bestimmten Pflanzen (z. B. Brennnesseln)
Vorsicht bei plötzlich auftretendem Juckreiz mit Quaddeln â das kann auf eine Nesselsucht (Urtikaria) hinweisen
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Trockene Haut (Altersjucken) ist sehr hĂ€ufig â die Haut wird dĂŒnner und verliert Feuchtigkeit
Juckreiz kann am ganzen Körper auftreten, ohne dass ein Ausschlag sichtbar ist
Vorsicht bei Juckreiz, der mit Gewichtsverlust, MĂŒdigkeit oder NachtschweiĂ einhergeht â dann bitte Ă€rztlich abklĂ€ren lassen
Ursachen
Hauptursachen
Trockene Haut (z. B. durch Heizungsluft, hÀufiges Waschen oder kaltes Wetter)
Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Nesselsucht oder Pilzinfektionen
Allergische Reaktionen auf Lebensmittel, Medikamente, Pflanzen oder Tierhaare
Insektenstiche oder Parasiten wie KrÀtzmilben oder LÀuse
Innere Erkrankungen (seltener): Leber-, Nieren- oder SchilddrĂŒsenerkrankungen, Blutarmut oder bestimmte Krebserkrankungen
Risikofaktoren
Trockene Haut (z. B. im Alter, bei niedriger Luftfeuchtigkeit, hÀufigen Duschen)
Bekannte Allergien oder Hauterkrankungen
Einnahme von bestimmten Medikamenten (z. B. Opioide, einige Blutdrucksenker)
Schwangerschaft (vor allem im letzten Drittel, z. B. durch hormonelle VerÀnderungen)
Stress kann Juckreiz verstÀrken oder auslösen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Juckreiz plötzlich und sehr stark (ohne erkennbare Ursache)
Juckreiz mit Atemnot, Schwellungen oder Hautausschlag, der sich schnell ausbreitet
Juckreiz in Verbindung mit Fieber, allgemeinem KrankheitsgefĂŒhl oder ungewolltem Gewichtsverlust
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Juckreiz hÀlt lÀnger als zwei Wochen an oder kommt immer wieder
Juckreiz beeintrÀchtigt den Schlaf oder den Alltag erheblich
HautverÀnderungen wie Rötung, Schuppen, BlÀschen oder Krusten
Juckreiz ohne sichtbaren Ausschlag, der immer wieder auftritt
Ein gelegentlicher Juckreiz, der schnell wieder verschwindet, ist meist harmlos. Besonders wenn er nach dem Duschen oder in der Heizperiode auftritt und die Haut trocken ist, reichen oft einfache SelbsthilfemaĂnahmen aus. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn der Juckreiz sehr belastend ist oder lĂ€nger anhĂ€lt.
Diagnose
Die Diagnose basiert auf einem Àrztlichen GesprÀch und einer Hautuntersuchung. Der Arzt fragt nach dem Beginn, dem Verlauf, möglichen Auslösern und Begleitbeschwerden. Auch die Familienanamnese (z. B. Allergien, Neurodermitis) ist wichtig.
Mögliche Untersuchungen
Körperliche Untersuchung der Haut: Wo tritt der Juckreiz auf? Gibt es Ausschlag, Kratzspuren, HautverÀnderungen?
Allergietests (z. B. Pricktest oder Bluttest) bei Verdacht auf Allergien
Hautabstrich oder Hautpilztest bei Verdacht auf Infektion
Blutuntersuchung: Bei unklarem Juckreiz oder Verdacht auf innere Erkrankungen (z. B. Leber-, Nierenwerte, SchilddrĂŒsenwerte)
Bei Bedarf: Hautbiopsie (Entnahme einer kleinen Hautprobe) zur genaueren Untersuchung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Ihnen zunÀchst einige Fragen stellen. Bei der Hautuntersuchung wird er die betroffenen Stellen begutachten. Oft kann die Ursache schon aus dem GesprÀch und dem Hautbild erkannt werden. Falls nötig, werden weitere Tests veranlasst. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Juckreizes. In vielen FĂ€llen helfen schon einfache MaĂnahmen wie Hautpflege und Vermeidung von Auslösern. Wenn eine Erkrankung zugrunde liegt, wird diese behandelt. Manchmal sind auch Medikamente nötig, die den Juckreiz lindern â diese sollten nur nach RĂŒcksprache mit einem Arzt angewendet werden.
Selbsthilfe zu Hause
Haut tĂ€glich eincremen mit einer feuchtigkeitsspendenden, parfĂŒmfreien Creme oder Lotion (am besten nach dem Duschen)
Lauwarm duschen oder baden (nicht zu heiĂ), nicht zu lange und mit milden, pH-neutralen Waschprodukten
Auf intensive Kratzen verzichten â stattdessen die Haut kĂŒhlen (z. B. mit einem KĂŒhlpad oder feuchten UmschlĂ€gen)
Kleidung aus weichen, atmungsaktiven Stoffen wie Baumwolle tragen (keine Wolle oder synthetische Fasern direkt auf der Haut)
Stress vermeiden oder abbauen â z. B. durch EntspannungsĂŒbungen, SpaziergĂ€nge oder ausreichend Schlaf
Medizinische Behandlungen
Wenn SelbsthilfemaĂnahmen nicht ausreichen, kann der Arzt verschiedene Behandlungen verschreiben. Dazu gehören antiallergische Mittel (sogenannte Antihistaminika), die den Juckreiz reduzieren. Bei entzĂŒndlichen Hauterkrankungen kommen oft entzĂŒndungshemmende Cremes oder Salben (KortisonprĂ€parate) zum Einsatz â die Dosierung und Dauer der Anwendung sollte immer Ă€rztlich festgelegt werden. In schweren FĂ€llen sind auch Lichttherapie (UV-Bestrahlung) oder Medikamente, die ins Blut wirken, möglich.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt bei Juckreiz in der Regel nicht infrage. Nur in sehr seltenen FÀllen, wenn ein Tumor oder eine andere operative Ursache festgestellt wird, kann eine Operation nötig sein. Das bespricht der Arzt dann mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Juckreiz kann den Alltag belasten â besonders, wenn er nachts schlimmer wird. Wichtig ist, die Haut gut zu pflegen und Auslöser zu meiden. Notieren Sie, wann der Juckreiz auftritt (z. B. nach bestimmten Lebensmitteln, bei Stress, in bestimmten RĂ€umen) â das kann helfen, Muster zu erkennen.
Tipps fĂŒr den Alltag
RegelmĂ€Ăige Hautpflege einplanen â am besten zweimal tĂ€glich eincremen
Raumluft feucht halten (z. B. durch Luftbefeuchter oder feuchte TĂŒcher auf der Heizung)
Lockere, weiche Kleidung tragen
NĂ€gel kurz halten und feilen, um Kratzverletzungen zu vermeiden
Auf Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăigen Alkoholkonsum verzichten â beides kann den Juckreiz verstĂ€rken
ErnÀhrung und Bewegung
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und ausreichend FlĂŒssigkeit unterstĂŒtzt die Hautgesundheit. Bei bestimmten Allergien kann es helfen, verdĂ€chtige Lebensmittel zu meiden (z. B. Histaminreiche Nahrung wie KĂ€se, Rotwein, Sauerkraut). Sport und Bewegung fördern die Durchblutung und können Stress abbauen â aber achten Sie darauf, nach dem Sport zu duschen und die Haut einzucremen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Starker oder chronischer Juckreiz kann sehr belastend sein, zu Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit fĂŒhren. Es ist wichtig, auch die seelische Seite ernst zu nehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ărztin darĂŒber â manchmal kann eine psychologische Beratung oder Verhaltenstherapie helfen. Wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung haben, suchen Sie bitte sofort Ă€rztliche Hilfe oder rufen Sie den Notruf 112.
Vorbeugung
Manche Formen von Juckreiz lassen sich vermeiden: durch gute Hautpflege, Vermeidung von bekannten Allergenen und Reizstoffen, sowie durch ein gesundes Raumklima. Nicht alle Ursachen sind vermeidbar (z. B. durch innere Erkrankungen). Eine frĂŒhzeitige Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung kann aber helfen.
Komplikationen
Unbehandelt
Hautverletzungen durch starkes Kratzen, die sich entzĂŒnden können
Bakterielle oder pilzliche Hautinfektionen
Verdickung oder VerfÀrbung der Haut (sogenannte Lichenifikation)
Schlafmangel und Erschöpfung
EinschrÀnkung der LebensqualitÀt, soziale Isolation oder psychische Belastung
Langzeitprognose
Die meisten FĂ€lle von Juckreiz sind gut behandelbar â sei es durch Hautpflege, Vermeidung von Auslösern oder eine gezielte Therapie. Auch bei chronischem Juckreiz gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Suchen Sie rechtzeitig Ă€rztlichen Rat, dann sind die Aussichten in der Regel gut.
UnterstĂŒtzung finden
Hilfetelefone
Ărztlicher Bereitschaftsdienst (fĂŒr nichtlebensbedrohliche FĂ€lle auĂerhalb der Sprechstunden)
116117
Deutschland
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.