Sehnenschmerzen beim Liegen: Was Sie wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Bei Sehnenschmerzen im Liegen handelt es sich um Schmerzen an einer Sehne – dem Gewebe, das Muskeln und Knochen verbindet – die ausgerechnet in Ruheposition oder nachts auftreten. Das kann verschiedene Sehnen im Körper betreffen, zum Beispiel in Schulter, Hüfte oder Ferse. In den meisten Fällen ist die Sehne überlastet oder leicht gereizt.
Wichtige Fakten
- Sehnen übertragen Kräfte zwischen Muskeln und Knochen.
- Schmerzen im Liegen können auf Überlastung oder eine Reizung hinweisen.
- Bewegung und Physiotherapie sind meist die beste Behandlung.
- In seltenen Fällen kann eine Sehne reißen – das ist ein Notfall.
Ja, Sehnenbeschwerden sind weit verbreitet. Viele Menschen erleben vorübergehend Schmerzen, die beim Liegen oder in der Nacht spürbar sind.
Sie können in jedem Alter auftreten. Betroffen sind oft Menschen mit viel einseitiger Belastung, aber auch ältere Erwachsene, weil Sehnen mit der Zeit an Elastizität verlieren.
Symptome
- Plötzlicher, heftiger Schmerz mit sichtbarer Verformung
- Unfähigkeit, den betroffenen Arm oder das Bein zu bewegen
- Begleitende Fieber, Rötung, Wärme – mögliche Infektion
- ⚠Schwellung und starker Bluterguss
- ⚠Schmerzen, die sich trotz Ruhe und Schonung verschlimmern
- ⚠Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit
Häufige Symptome
- Schmerzen in Ruhe oder nachts
- Schmerzen beim Bewegen der betroffenen Stelle
- Druckempfindlichkeit entlang der Sehne
- Steifheit am Morgen
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern sind echte Sehnenschmerzen selten
- Achten Sie auf Schonhaltungen oder ein Hinken
- Bei Anhalten oder Schwellung zum Kinderarzt
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Häufiger durch Verschleiß
- Schmerzen besonders nachts
- Morgens oft steif, bessert sich nach Bewegung
Ursachen
Hauptursachen
- Überlastung durch wiederholte Bewegungen
- Fehlbelastung oder ungünstige Körperhaltung
- Altersbedingte Abnutzung der Sehnen
- Kurze, plötzliche Kraft auf die Sehne
Risikofaktoren
- Sportarten mit schnellen Richtungswechseln
- Schwere körperliche Arbeit
- Übergewicht
- Diabetes mellitus
- Rauchen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie die Sehne nicht mehr belasten können
- Wenn das Gelenk geschwollen oder heiß ist
- Wenn die Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall auftreten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Schmerzen trotz Schonung nach 1–2 Wochen nicht besser werden
- Wenn Sie regelmäßig Schmerzmittel brauchen
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht die betroffene Stelle. Meist reicht das für eine erste Einschätzung. Im Zweifel hilft eine Ultraschall- oder Kernspintomographie.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall
- Kernspintomographie (MRT)
- Röntgen (um Knochenverletzungen auszuschließen)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei. Sie bekommen danach eine klare Empfehlung, was jetzt am besten tut.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf, die Sehne zu entlasten und langsam wieder zu kräftigen. Im Vordergrund stehen Bewegungstherapie und Geduld – nicht Operationen.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie Bewegungen, die Schmerzen auslösen
- Lagern Sie das betroffene Gelenk in einer bequemen Position
- Kühlen Sie die Stelle bei akuten Schmerzen kurz (Hinweis: nicht direkt auf die Haut)
- Machen Sie sanfte Dehnübungen nach Absprache mit einem Physiotherapeuten
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können ärztliche Behandlungen helfen: zum Beispiel Schmerzmittel (für kurze Zeit), physikalische Therapie, Stoßwellentherapie oder bei stärkerer Entzündung auch örtliche Injektionen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bespricht mit Ihnen, was individuell sinnvoll ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur selten nötig, etwa wenn die Sehne gerissen ist oder konservative Behandlungen nicht ausreichen.
Leben mit der Erkrankung
Passen Sie Ihren Alltag für eine Weile an. Planen Sie kurze Bewegungspausen und nutzen Sie ergonomische Hilfen, wenn Sie merken, dass bestimmte Positionen schaden.
Tipps für den Alltag
- Bauen Sie regelmäßige, gelenkschonende Bewegung in den Tag ein
- Schaffen Sie eine gute Schlafposition: zum Beispiel mit einem Kissen zwischen den Knien (bei Hüftschmerzen)
- Verzichten Sie auf Nikotin, da es die Durchblutung verschlechtert
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung trägt zur Sehnenstoff-Gesundheit bei. Achten Sie auf genügend Eiweiß und Vitamin C. Bewegung ist wichtig, aber sinnvoll dosiert – am besten mit Anleitung in der Physiotherapie.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können belasten. Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung, wenn Sie niedergeschlagen sind. Es ist völlig normal, sich durch Schmerzen eingeschränkt zu fühlen.
Vorbeugung
Nicht immer, aber durch regelmäßige Bewegung und dosierte Kräftigung können Sie das Risiko senken. Wichtig ist, Warnsignale wie Schmerzen ernst zu nehmen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen
- Funktionseinschränkung der betroffenen Körperregion
- Erhöhtes Risiko für einen Sehnenriss
Langzeitprognose
Die Aussichten sind meist sehr gut. Bei frühzeitiger Behandlung und konsequenter Physiotherapie klingt der Schmerz oft vollständig ab. Seien Sie geduldig – Sehnen brauchen Zeit zum Heilen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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