Sehnenschmerzen mit Fieber: Worauf Sie achten sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Schmerzen an einer Sehne sind häufig. Wenn dazu Fieber auftritt, kann das ein Zeichen für eine Entzündung sein. In manchen Fällen steckt eine Infektion dahinter, die schnell behandelt werden muss. Dieser Text erklärt, was Sie beachten sollten und wann Sie dringend ärztliche Hilfe brauchen.
Wichtige Fakten
- Sehnen sind feste Bänder, die Muskeln mit Knochen verbinden.
- Fieber bei Sehnenschmerzen kann auf eine Entzündung oder Infektion hindeuten.
- Eine Infektion der Sehne oder Sehnenscheide muss schnell behandelt werden.
- Bei hohem Fieber und starken Schmerzen sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen.
Sehnenschmerzen sind sehr häufig, zum Beispiel nach Überlastung. Fieber als Begleitsymptom ist jedoch eher selten und sollte immer ernst genommen werden.
Grundsätzlich kann es jeden treffen. Besonders gefährdet sind Menschen mit offenen Wunden, geschwächtem Immunsystem, Diabetes oder nach einer Operation. Auch Verletzungen im Sport können eine Rolle spielen.
Symptome
- Fieber über 39 °C mit starken Schmerzen und Schwellung
- Rote Streifen auf der Haut, die von der schmerzhaften Stelle wegführen
- Sehr schneller Herzschlag oder schnelle Atmung
- Starkes Krankheitsgefühl, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme
- ⚠Fieber mit anhaltenden Sehnenschmerzen oder Schwellung
- ⚠Die betroffene Stelle wird nicht mehr richtig bewegt
- ⚠Sehnenschmerzen nach einer offenen Wunde oder Tierbiss
- ⚠Symptome, die sich innerhalb von ein bis zwei Tagen verschlimmern
Häufige Symptome
- Schmerzen entlang einer Sehne, zum Beispiel an Hand, Fuß, Schulter oder Knie
- Schwellung, Rötung oder Überwärmung der betroffenen Stelle
- Schmerzen bei Bewegung oder Berührung
- Fieber, oft mit Schüttelfrost
- Eingeschränkte Beweglichkeit
Symptome bei Kindern
- Hält ein Kind eine Hand oder ein Bein sonderbar still und hat gleichzeitig Fieber, kann das ein Warnzeichen sein.
- Weinen oder Unruhe bei Berührung einer Gliedmaße
- Fieber ohne erkennbare Erkältung
- Schonhaltung oder Verweigerung des Laufens oder Greifens
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Starke Schmerzen bei Bewegung
- Fieber, auch wenn die Temperatur nur leicht erhöht ist
- Verwirrtheit oder ungewöhnliche Müdigkeit
- Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung
Ursachen
Hauptursachen
- Entzündung der Sehne oder Sehnenscheide durch Überlastung oder Reizung
- Bakterielle Infektion, die durch eine Wunde, Verletzung oder Operation in das Gewebe gelangt
- Entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, die Gelenke und Sehnen betreffen können
Risikofaktoren
- Offene Verletzungen oder Schnittwunden in der Nähe einer Sehne
- Geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel durch Medikamente oder Krankheiten
- Diabetes mellitus
- Kürzliche Operationen oder Injektionen im Bereich der Sehne
- Drogenkonsum mit Spritzen
- Sportliche Überlastung oder wiederholte Bewegungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Fieber und gleichzeitig starke Sehnenschmerzen haben
- Wenn die betroffene Stelle gerötet, geschwollen und heiß ist
- Wenn Sie eine offene Wunde an der schmerzenden Stelle haben
- Wenn die Beschwerden innerhalb weniger Stunden schlimmer werden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sehnenschmerzen länger als 3 bis 5 Tage anhalten
- Wenn Sie wiederholt Sehnenprobleme haben
- Wenn Sie sich allgemein krank fühlen, auch ohne hohes Fieber
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt zuerst nach Ihren Beschwerden und der Krankengeschichte. Danach wird die schmerzende Stelle untersucht, gedrückt und bewegt. Wichtig ist, ob Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung und Wärme vorhanden sind.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Entzündungszeichen
- Ultraschall, um Sehne oder Sehnenscheide zu beurteilen
- Magnetresonanztomographie (MRT), wenn die Diagnose unklar ist
- In seltenen Fällen: Entnahme von Flüssigkeit aus der betroffenen Stelle mithilfe einer Nadel
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist meist nicht schmerzhaft, kann aber etwas unangenehm sein. Wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht, wird schnell gehandelt. Bis zur Diagnose kann eine Schmerz- oder Fieberkontrolle erfolgen. Sie dürfen jederzeit Fragen stellen.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Bei einer bakteriellen Infektion sind Antibiotika und manchmal ein kleiner Eingriff nötig. Bei einer Entzündung ohne Infektion stehen Schonung und entzündungshemmende Maßnahmen im Vordergrund. Lassen Sie die Entscheidung immer von einem Arzt oder einer Ärztin treffen.
Selbsthilfe zu Hause
- Schonen Sie die betroffene Sehne, aber bewegen Sie sie vorsichtig, wenn es nicht schmerzt.
- Halten Sie den Bereich hoch, um Schwellungen zu reduzieren.
- Kühlen Sie die Stelle mit einem feuchten Tuch, aber nicht direkt auf der Haut.
- Trinken Sie ausreichend, besonders bei Fieber.
- Beobachten Sie die Symptome genau und suchen Sie bei Verschlechterung ärztliche Hilfe.
Medizinische Behandlungen
Bei einer Infektion werden Antibiotika eingesetzt, die der Arzt oder die Ärztin verschreibt. Gegen Schmerzen und Entzündungen können Medikamente verwendet werden, aber nur nach ärztlicher Anweisung. Jede medikamentöse Behandlung sollte mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn sich Eiter unter der Sehnenscheide gebildet hat, muss dieser in einem kleinen Eingriff entlastet werden. Eine Operation ist auch dann nötig, wenn eine Infektion die Sehne stark schädigt.
Leben mit der Erkrankung
Nehmen Sie Schonung nicht übertrieben: Zu langes Ruhigstellen kann die Sehne schwächen. Folgen Sie den Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes. Wenn Sie Fieber hatten und es zurückgeht, steigern Sie die Belastung langsam.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf gute Hygiene, besonders bei kleinen Wunden.
- Schützen Sie die Haut bei sportlichen Aktivitäten.
- Vermeiden Sie Rauchen, da es die Durchblutung verschlechtert.
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf, um Ihr Immunsystem zu unterstützen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung hilft dem Körper bei der Heilung. Regelmäßige Bewegung, die die Gelenke nicht überlastet, kann die Sehnen gestärkt machen. Besonders geeignet sind Schwimmen, Radfahren oder sanftes Dehnen, sobald die akute Phase vorbei ist.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine schmerzhafte Sehne mit Fieber kann Angst machen. Es ist ganz normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld über Ihre Ängste. Bei anhaltender Belastung kann auch ein psychologischer Rat helfen.
Vorbeugung
Nicht alle Ursachen sind vermeidbar. Sie können das Risiko einer Infektion senken, indem Sie Verletzungen richtig reinigen und bei tiefen Wunden ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Auch bei Sport sollten Sie Aufwärmübungen nicht vernachlässigen.
Impfungen
Ein aktueller Impfschutz, zum Beispiel gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), kann vor schweren Wundinfektionen schützen. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob Ihre Impfungen vollständig sind.
Früherkennungsprogramme
Menschen mit Diabetes oder geschwächtem Immunsystem sollten Fuß- und Handverletzungen besonders aufmerksam beobachten. Regelmäßige Kontrollen bei der Hausärztin oder dem Hausarzt können helfen, Probleme früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Infektion kann sich auf die Sehne und das umliegende Gewebe ausweiten.
- Es kann sich eine Blutvergiftung (Sepsis) entwickeln, die lebensbedrohlich sein kann.
- Die Sehne kann vernarben oder reißen, sodass die Beweglichkeit dauerhaft eingeschränkt bleibt.
Langzeitprognose
Wenn eine Infektion früh erkannt und behandelt wird, heilt sie meist gut ab. Auch bei nicht-infektiösen Sehnenentzündungen ist die Aussicht gut, wenn man sich Zeit für die Heilung nimmt. Mit der richtigen medizinischen Betreuung können die meisten Menschen ihre Beweglichkeit zurückgewinnen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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