Entdecken Sie das Ruqelo-Ökosystem
KI-gestützte klinische Produktivitätstools für medizinisches Fachpersonal.
Ruqelo ClinicalPatientenfreundliche Gesundheitsbildung und Orientierung.
Premium-Training für gesprochenes Arabisch mit Rollenspielen, Audio und Companion.
Ruqelo ArabicBasierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Sodbrennen ist ein brennendes oder drückendes Gefühl hinter dem Brustbein. Es entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. Die Speiseröhre ist der Schlauch, der den Mund mit dem Magen verbindet. Normalerweise verhindert ein Muskel am Mageneingang, dass die Säure zurückfließt. Wenn dieser Muskel nicht richtig schließt, kann es zu Sodbrennen kommen.
Wichtige Fakten
Ja, Sodbrennen ist eine der häufigsten Beschwerden in der Allgemeinbevölkerung. In Deutschland leiden etwa 20 bis 30 von 100 Erwachsenen mindestens einmal im Monat darunter.
Sodbrennen kann Menschen jeden Alters betreffen. Besonders häufig tritt es bei Erwachsenen über 40 Jahren auf, bei Schwangeren, bei Menschen mit Übergewicht und bei Personen, die regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen. Auch Rauchen und starker Alkoholkonsum begünstigen Sodbrennen.
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Essgewohnheiten und mögliche Risikofaktoren. Der Arzt oder die Ärztin tastet auch den Bauch ab. Oft reicht das schon aus, um die Ursache zu erkennen.
Meist wird zunächst versucht, die Beschwerden durch Veränderungen der Essgewohnheiten und Lebensweise zu lindern. Falls nötig, wird eine Magenspiegelung veranlasst. Diese ist zwar unangenehm, aber nicht schmerzhaft und wird in der Regel unter einer leichten Sedierung durchgeführt. Sie können noch am selben Tag nach Hause gehen.
Die Behandlung von Sodbrennen richtet sich nach der Ursache und der Schwere der Beschwerden. Bei gelegentlichem Sodbrennen reichen oft einfache Maßnahmen. Bei chronischen Beschwerden kann eine ärztliche Behandlung nötig sein.
Viele Menschen mit Sodbrennen können ihren Alltag gut bewältigen, indem sie auf ihre Ernährung achten und einige Gewohnheiten ändern. Es ist hilfreich, ein Tagebuch zu führen, um auslösende Lebensmittel oder Situationen zu erkennen.
Essen Sie ausgewogen mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Fleisch oder Fisch. Meiden Sie stark gewürzte Speisen. Bewegung hilft, das Gewicht zu halten und beugt Sodbrennen vor – aber Vorsicht: Übungen, bei denen Sie den Oberkörper tief beugen (z.B. Sit-ups), können Beschwerden auslösen.
Sodbrennen ist nicht immer vermeidbar, aber Sie können Ihr Risiko senken: Halten Sie ein gesundes Körpergewicht, essen Sie ausgewogen, vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum. Wenn Sie zu Sodbrennen neigen, sollten Sie die oben genannten Selbsthilfemaßnahmen befolgen.
Es gibt keine spezielle Vorsorgeuntersuchung für Sodbrennen. Wenn Sie jedoch regelmäßig Beschwerden haben oder zu den Risikogruppen gehören, kann eine Magenspiegelung im Rahmen der Gesundheitsvorsorge sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis.
Mit einer guten Behandlung und den richtigen Lebensgewohnheiten lässt sich Sodbrennen meist gut in den Griff bekommen. Auch wenn es manchmal eine Weile dauert, bis die Beschwerden verschwinden: Die meisten Menschen können ein normales Leben führen. Bei rechtzeitiger ärztlicher Betreuung sind schwere Komplikationen selten. Bleiben Sie zuversichtlich und suchen Sie frühzeitig Hilfe.
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Falls Selbsthilfemaßnahmen nicht ausreichen, kann die Ärztin oder der Arzt Medikamente verschreiben, die die Säureproduktion im Magen verringern. Dazu gehören sogenannte Protonenpumpenhemmer und H2-Blocker. Diese Präparate sind in Deutschland nur auf Rezept erhältlich, wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden sollen. Bitte nehmen Sie keine Medikamente ohne ärztliche Anweisung ein – sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis.
Eine Operation kommt nur in seltenen Fällen in Frage, zum Beispiel wenn Medikamente nicht helfen oder wenn eine Zwerchfelllücke (Hiatushernie) vorliegt, die Beschwerden verursacht. Der Eingriff wird in der Regel minimalinvasiv (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt und kann die Beschwerden langfristig bessern.
Chronisches Sodbrennen kann belastend sein: Schlafstörungen, ständiges Unwohlsein oder die Angst vor ernsteren Krankheiten führen manchmal zu Niedergeschlagenheit. Es ist wichtig, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Auch eine psychologische Beratung kann helfen, Strategien im Umgang mit den Beschwerden zu entwickeln.