ACTH stimulation test
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Der ACTH-Stimulationstest ist ein medizinischer Test, der prüft, wie gut Ihre Nebennieren arbeiten. Die Nebennieren sind zwei kleine Drüsen, die sich oben auf den Nieren befinden. Sie produzieren wichtige Hormone wie Cortisol, das Ihrem Körper hilft, mit Stress umzugehen. Bei dem Test wird ein künstliches Hormon namens ACTH gespritzt. Anschließend wird gemessen, wie viel Cortisol Ihre Nebennieren daraufhin freisetzen. So kann der Arzt erkennen, ob die Nebennieren richtig funktionieren.
Wichtige Fakten
Der Test ist nicht alltäglich, aber er ist ein standardisiertes Verfahren, wenn Symptome auf eine Nebennierenschwäche hindeuten.
Der Test kann bei Menschen jeden Alters durchgeführt werden, bei denen der Verdacht auf eine Nebennierenerkrankung besteht. Häufig betroffen sind Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren, aber auch Kinder und ältere Menschen können betroffen sein.
Der ACTH-Stimulationstest ist der wichtigste Test, um eine Nebenniereninsuffizienz zu erkennen. Ihr Arzt wird zunächst eine Blutprobe nehmen, um Ihren Cortisolspiegel zu messen. Dann wird Ihnen ein künstliches ACTH gespritzt. Nach 30 und 60 Minuten wird erneut Blut abgenommen. Anhand der Cortisolwerte kann der Arzt sehen, ob Ihre Nebennieren ausreichend auf das ACTH reagieren.
Der Test ist ambulant möglich und dauert etwa 1-2 Stunden. Sie müssen nicht nüchtern sein, aber informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Der Test wird von medizinischem Fachpersonal überwacht und ist in der Regel sicher. Nebenwirkungen sind selten, können aber Übelkeit oder ein leichtes Hitzegefühl umfassen.
Die Behandlung einer Nebenniereninsuffizienz zielt darauf ab, die fehlenden Hormone zu ersetzen. Die Therapie wird lebenslang fortgesetzt und muss individuell angepasst werden.
Die Behandlung besteht aus einer Hormonersatztherapie. Dabei werden Medikamente gegeben, die das fehlende Cortisol ersetzen. In manchen Fällen wird auch ein Hormon namens Aldosteron ersetzt. Die Dosierung wird von Ihrem Arzt langsam eingestellt und muss bei Stress, Infektionen oder Operationen vorübergehend erhöht werden. Nehmen Sie Ihre Medikamente immer genau nach Absprache ein und ändern Sie niemals selbst die Dosis.
Eine Operation ist nur selten nötig, zum Beispiel wenn ein Tumor die Nebennierenfunktion stört. In den meisten Fällen reicht die medikamentöse Therapie aus.
Mit einer Nebenniereninsuffizienz können Sie ein normales Leben führen, wenn Sie die Behandlung konsequent umsetzen. Das bedeutet tägliche Medikamenteneinnahme und Aufmerksamkeit bei besonderen Belastungen. Viele Patienten fühlen sich nach Beginn der Behandlung deutlich besser.
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Salz kann helfen, den Blutdruck zu stabilisieren. Sport ist erlaubt, aber starten Sie langsam und steigern Sie sich. Bei intensiver körperlicher Anstrengung besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Ihre Medikamentendosis anpassen müssen.
Eine chronische Erkrankung kann seelisch belastend sein. Es ist normal, sich manchmal ängstlich oder traurig zu fühlen. Holen Sie sich Unterstützung, zum Beispiel durch psychologische Beratung oder den Austausch mit anderen Betroffenen. Bei akuten Krisen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder die Telefonseelsorge (kostenlos, 24/7: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).
Eine Nebenniereninsuffizienz, die durch eine Autoimmunerkrankung verursacht wird, lässt sich nicht verhindern. Allerdings können Sie das Risiko einer Krise verringern, indem Sie Ihre Medikamente immer genau nach Anweisung einnehmen und bei ersten Anzeichen einer Infektion schnell handeln.
Lassen Sie sich regelmäßig gegen Grippe (Influenza) und Pneumokokken impfen, da Infektionen eine Nebennierenkrise auslösen können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über weitere empfohlene Impfungen.
Wenn Sie über einen langen Zeitraum Kortison-Präparate eingenommen haben, sollte Ihr Arzt regelmäßig Ihre Nebennierenfunktion überprüfen. Auch bei Risikopatienten, z. B. mit bestimmten Autoimmunerkrankungen, kann eine Früherkennung sinnvoll sein.
Mit einer frühzeitigen und konsequenten Behandlung ist die Prognose sehr gut. Die meisten Betroffenen können ein aktives und erfülltes Leben führen. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und die Bereitschaft, bei besonderen Situationen schnell zu handeln, sind der Schlüssel zum Erfolg.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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