Bladder scan â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Bladder scan
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Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Ein Blasenscan ist eine schmerzlose Ultraschalluntersuchung der Harnblase. Dabei wird mit einem kleinen GerĂ€t von auĂen auf dem Bauch gemessen, wie viel Urin nach dem Wasserlassen noch in der Blase ist. Das nennt man Restharnmessung. So kann Ihr Arzt erkennen, ob Ihre Blase sich vollstĂ€ndig entleert.
Wichtige Fakten
Der Blasenscan ist eine Ultraschalluntersuchung â also ohne Röntgenstrahlen und völlig schmerzfrei.
Er dauert nur wenige Minuten und kann direkt in der Arztpraxis oder im Krankenhaus durchgefĂŒhrt werden.
Die Messung hilft, Störungen der Blasenentleerung zu erkennen, zum Beispiel bei einer vergröĂerten Prostata oder Nervenerkrankungen.
Ja, der Blasenscan wird hÀufig eingesetzt, besonders bei Menschen mit Blasenentleerungsstörungen, Harnwegsinfekten oder nach Operationen im Beckenbereich. Die Untersuchung ist einfach und risikoarm.
Der Blasenscan wird bei Frauen und MĂ€nnern jeden Alters angewendet, wenn der Verdacht auf eine unvollstĂ€ndige Blasenentleerung besteht. Besonders oft betroffen sind Ă€ltere MĂ€nner mit ProstatavergröĂerung, Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder QuerschnittlĂ€hmung sowie Frauen nach Geburten.
Fragen zu diesem Artikel
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Sie können ĂŒberhaupt kein Wasser lassen, haben aber starken Druck im Unterbauch â das ist ein akuter Harnverhalt.
Starke, plötzliche Schmerzen im Unterleib, die nicht nachlassen.
Blut im Urin, das mit heftigen Schmerzen einhergeht.
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen, das lĂ€nger als einen Tag anhĂ€lt.
â TrĂŒber oder ĂŒbelriechender Urin, begleitet von Fieber oder SchĂŒttelfrost.
â Neu auftretende Schwierigkeiten beim Wasserlassen, die Sie beunruhigen.
HĂ€ufige Symptome
HĂ€ufiger Harndrang, auch nachts
Schwierigkeiten, den Harnstrahl zu starten oder zu beenden
Das GefĂŒhl, die Blase nicht vollstĂ€ndig entleeren zu können
Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
Wiederkehrende Harnwegsinfekte
Symptome bei Kindern
EinnĂ€ssen tagsĂŒber oder nachts trotz trockener Phasen
Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
Bauchschmerzen im Unterbauch
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Unfreiwilliger Harnabgang (Inkontinenz)
Verwirrtheit oder Unruhe durch Harnverhalt
Wiederholte Harnwegsinfekte ohne erkennbaren Grund
Ursachen
Hauptursachen
Eine vergröĂerte Prostata (bei MĂ€nnern) drĂŒckt auf die Harnröhre und behindert den Abfluss.
Nervenerkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose oder Parkinson können die Blasensteuerung stören.
Eine SchwÀchung der Beckenbodenmuskulatur, zum Beispiel nach einer Geburt oder im Alter.
Medikamente wie bestimmte Beruhigungsmittel oder Mittel gegen Allergien können die Blasenfunktion beeintrÀchtigen.
Eine Harnwegsinfektion oder eine Verengung der Harnröhre (Striktur).
Risikofaktoren
Zunehmendes Alter (ĂŒber 50 Jahre)
Ăbergewicht
Langes Sitzen oder körperliche InaktivitÀt
Neurologische Erkrankungen
Bestimmte Operationen im Beckenbereich (z.âŻB. an der Prostata oder GebĂ€rmutter)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Wenn Sie plötzlich gar kein Wasser mehr lassen können und starke Schmerzen im Unterbauch haben â sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus (Notruf 112).
Wenn Sie Fieber, SchĂŒttelfrost und gleichzeitig Schmerzen beim Wasserlassen haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn Sie das GefĂŒhl haben, Ihre Blase entleert sich nicht vollstĂ€ndig.
Wenn Sie hĂ€ufiger als sonst zur Toilette mĂŒssen (mehr als 8âŻMal am Tag).
Wenn Sie wiederholt Harnwegsinfekte haben â fragen Sie Ihren Hausarzt oder eine urologische Praxis, ob ein Blasenscan sinnvoll ist.
Bei Beschwerden wie schwachem Harnstrahl oder Nachtröpfeln.
Ein Blasenscan ist eine einfache, schmerzlose Untersuchung. Die meisten Ursachen fĂŒr eine gestörte Blasenentleerung sind gut behandelbar. Lassen Sie Ihre Beschwerden frĂŒhzeitig abklĂ€ren â das gibt Sicherheit und vermeidet Folgen.
Diagnose
Der Arzt fĂŒhrt den Blasenscan mit einem kleinen tragbaren UltraschallgerĂ€t durch. Sie mĂŒssen vorher urinieren und es wird dann von auĂen ĂŒber den Bauch gemessen, wie viel Urin in der Blase zurĂŒckgeblieben ist. Der Scan ist völlig schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Mögliche Untersuchungen
Blasenscan (Restharnmessung)
Urinuntersuchung (z.âŻB. auf Bakterien oder Blut)
Blasentagebuch: Sie notieren einige Tage lang, wann und wie viel Sie trinken und urinieren
Ultraschall der Nieren und der Blase
Bei Bedarf: Urodynamik (Druckmessung in der Blase) oder eine Blasenspiegelung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden gebeten, Ihre Blase zu entleeren. Dann legt der Arzt ein mit Gel bestrichenes Ultraschallköpfchen auf Ihren Unterbauch. Sie spĂŒren nur leichten Druck. Das GerĂ€t zeigt sofort, wie viel Restharn in der Blase ist. Normal sind weniger als 50âŻml nach dem Wasserlassen. Liegt der Wert höher, kann eine Störung vorliegen. Meist bekommen Sie das Ergebnis direkt mitgeteilt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Blasenentleerungsstörung. Ziel ist es, die Blase wieder vollstĂ€ndig entleeren zu können und Folgen wie Harnwegsinfekte zu vermeiden. Die Therapie kann konservativ (ohne Operation) oder operativ sein â Ihr Arzt wird den fĂŒr Sie passenden Weg vorschlagen.
Selbsthilfe zu Hause
Trinken Sie ausreichend (ca. 1,5âŻLiter pro Tag, nicht auf einmal, sondern ĂŒber den Tag verteilt).
Gehen Sie regelmĂ€Ăig zur Toilette â auch wenn Sie keinen starken Drang verspĂŒren.
Ăben Sie Beckenbodentraining, um die Muskulatur zu stĂ€rken.
Vermeiden Sie starke Verstopfung (drĂŒcken Sie nicht zu stark beim Stuhlgang).
Reduzieren Sie Koffein und Alkohol, denn sie können die Blase reizen.
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können Medikamente helfen â zum Beispiel Mittel, die den Blasenauslass entspannen oder die Blasenmuskulatur beruhigen. Auch Physiotherapie fĂŒr den Beckenboden ist oft sinnvoll. Wenn eine Grunderkrankung wie Diabetes oder eine neurologische Störung die Blase beeintrĂ€chtigt, wird diese behandelt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt ĂŒber die fĂŒr Sie geeignete Therapie.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn eine starke ProstatavergröĂerung oder eine Harnröhrenverengung die Ursache ist und andere Behandlungen nicht ausreichen, kann ein kleiner Eingriff nötig sein. Das besprechen Sie mit Ihrem Urologen. Die meisten Eingriffe sind heute schonend und werden oft minimalinvasiv (ĂŒber die Harnröhre) durchgefĂŒhrt.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie wissen, dass Ihre Blase sich nicht ganz entleert, hilft es, bewusst auf ToilettengĂ€nge zu achten. Lassen Sie sich Zeit, setzen Sie sich entspannt hin, und versuchen Sie, ein zweites Mal nach ein paar Minuten nachzulassen (sogenanntes âDoppeltes Wasserlassenâ).
Tipps fĂŒr den Alltag
Planen Sie Toilettenpausen ein â zum Beispiel vor Autofahrten oder langen Besprechungen.
Tragen Sie bequeme Kleidung, die Sie schnell ausziehen können.
Wenn Sie nachts oft aufwachen mĂŒssen, reduzieren Sie abends die Trinkmenge (aber nicht zu wenig).
Informieren Sie Ihre Familie oder enge Freunde â sie können VerstĂ€ndnis aufbringen und Sie unterstĂŒtzen.
ErnÀhrung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche ErnĂ€hrung (Vollkornprodukte, Obst, GemĂŒse) hilft, Verstopfung zu vermeiden, da ein voller Darm die Blase zusĂ€tzlich drĂŒckt. Bewegung und gezieltes Beckenbodentraining (z.âŻB. Yoga oder Pilates) kann die Blasenfunktion verbessern. Vermeiden Sie schweres Heben, das den Beckenboden belastet.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Blasenprobleme können unangenehm sein und manchmal Scham auslösen. Das ist ganz normal. Wichtig ist, dass Sie wissen: Sie sind nicht allein. Viele Menschen haben Ă€hnliche Beschwerden. Ein offenes GesprĂ€ch mit Ihrem Arzt kann Ăngste nehmen. Wenn die Belastung groĂ ist, scheuen Sie sich nicht, psychologische UnterstĂŒtzung zu suchen.
Vorbeugung
Nicht alle Blasenentleerungsstörungen sind vermeidbar, aber Sie können Ihr Risiko senken: Halten Sie ein gesundes Körpergewicht, bewegen Sie sich regelmĂ€Ăig, stĂ€rken Sie Ihren Beckenboden und trinken Sie ausreichend, aber nicht zu viel auf einmal. Vermeiden Sie Rauchen, da es das Risiko fĂŒr Blasenkrebs und BindegewebsschwĂ€che erhöht.
FrĂŒherkennungsprogramme
Es gibt keine regelmĂ€Ăige Vorsorgeuntersuchung speziell fĂŒr die Blasenentleerung. Achten Sie auf Beschwerden und sprechen Sie Ihren Hausarzt oder Urologen darauf an. MĂ€nner ab 45 Jahren sollten zur Prostatavorsorge gehen â dabei wird oft auch die Blase beurteilt.
Komplikationen
Unbehandelt
Wiederholte Harnwegsinfekte, die auf die Nieren ĂŒbergreifen können (NierenbeckenentzĂŒndung).
Bildung von Blasensteinen aus eingedicktem Urin.
Ăberdehnung der Blase mit dauerhafter SchĂ€digung der Blasenmuskulatur.
In schweren FÀllen: NierenschÀdigung bis zum Nierenversagen.
Langzeitprognose
Das ist zum GlĂŒck sehr selten. Die meisten Blasenentleerungsstörungen lassen sich gut behandeln. Mit einem Blasenscan kann die Ursache frĂŒh erkannt werden. Je frĂŒher Sie handeln, desto besser sind die Chancen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen und Ihre LebensqualitĂ€t zu erhalten.
UnterstĂŒtzung finden
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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