Nabelschnurblut-Tests – Überblick
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Nabelschnurblutuntersuchung ist eine medizinische Untersuchung des Blutes, das aus der Nabelschnur Ihres Neugeborenen entnommen wird. Dieses Blut enthält wertvolle Stammzellen, die zur Behandlung bestimmter Krankheiten eingesetzt werden können. Die Untersuchung prüft, ob das Blut gesund ist und für eine spätere Verwendung geeignet wäre.
Wichtige Fakten
- Nabelschnurblut enthält Stammzellen, die bei der Behandlung von Blut- und Immunerkrankungen helfen können.
- Die Entnahme ist für Mutter und Kind schmerzfrei und risikolos.
- Das Blut wird direkt nach der Geburt entnommen, bevor die Nabelschnur durchtrennt wird.
Die Nabelschnurblutuntersuchung wird nicht routinemäßig durchgeführt, wird aber immer häufiger von Eltern in Anspruch genommen, die das Blut für eine private Einlagerung oder für eine Spende nutzen möchten.
Sie betrifft Neugeborene und deren Eltern, die über die Einlagerung oder Spende des Nabelschnurbluts entscheiden. Die Untersuchung wird nur durchgeführt, wenn die Eltern dies wünschen.
Symptome
- Wenn das Kind nach der Geburt starke Atemprobleme hat oder blau anläuft, rufen Sie sofort den Notruf 112.
- ⚠Bei Verdacht auf eine Infektion der Nabelschnur oder starke Blutungen wenden Sie sich noch am selben Tag an Ihre Hebamme oder das Krankenhaus.
Häufige Symptome
- Die Nabelschnurblutuntersuchung ist eine Vorsorgeuntersuchung, keine Reaktion auf Symptome.
Symptome bei Kindern
- Es gibt keine Symptome – die Untersuchung erfolgt nach der Geburt, unabhängig vom Gesundheitszustand des Kindes.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nicht anwendbar, da die Untersuchung nur bei Neugeborenen durchgeführt wird.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Untersuchung wird durchgeführt, weil Eltern das Nabelschnurblut für eine private Einlagerung oder eine Spende an eine öffentliche Bank aufbereiten lassen möchten.
Risikofaktoren
- Ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erbkrankheiten in der Familie kann den Wunsch nach einer Einlagerung verstärken.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sollten Sie nach der Geburt unerwartete Blutungen oder Anzeichen einer Infektion bei sich oder Ihrem Kind bemerken, suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie bereits während der Schwangerschaft mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt über die Möglichkeit der Nabelschnurblutuntersuchung und -einlagerung.
Diagnose
Die Untersuchung des Nabelschnurbluts erfolgt nach der Geburt. Dazu wird das Blut aus der Nabelschnur in einem speziellen Beutel aufgefangen und zur Analyse an ein Labor geschickt.
Mögliche Untersuchungen
- Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors
- Test auf Infektionskrankheiten (z. B. HIV, Hepatitis B und C, Zytomegalievirus)
- Genetische Tests (falls gewünscht, z. B. auf häufige Erbkrankheiten)
- Zellzahl und Stammzellgehalt
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Entnahme dauert nur wenige Minuten und erfolgt direkt nach der Geburt, noch bevor die Nabelschnur durchtrennt wird. Sie ist für Mutter und Kind schmerzfrei. Die Ergebnisse werden Ihnen nach einigen Tagen bis Wochen mitgeteilt.
Behandlung
Die Nabelschnurblutuntersuchung selbst ist keine Behandlung, sondern eine Bestandsaufnahme. Falls Auffälligkeiten festgestellt werden, wird Ihr Arzt die nächsten Schritte mit Ihnen besprechen.
Selbsthilfe zu Hause
- Es gibt keine speziellen Selbsthilfemaßnahmen im Zusammenhang mit der Blutuntersuchung selbst.
Medizinische Behandlungen
Falls die Untersuchung eine Erkrankung oder Infektion beim Neugeborenen zeigt, wird Ihr Kinderarzt die geeignete Behandlung einleiten. Dies kann je nach Befund eine medikamentöse Therapie oder weitere Kontrollen umfassen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht relevant, da es sich um eine reine Untersuchung handelt.
Leben mit der Erkrankung
Die Nabelschnurblutuntersuchung hat keinen Einfluss auf den Alltag Ihres Kindes. Sollten jedoch Auffälligkeiten gefunden werden, kann eine regelmäßige medizinische Betreuung nötig sein.
Tipps für den Alltag
- Eine gesunde Lebensweise (ausgewogene Ernährung, Bewegung) unterstützt die allgemeine Gesundheit Ihres Kindes.
Ernährung und Bewegung
Für Neugeborene steht die richtige Ernährung (Muttermilch oder Säuglingsnahrung) im Vordergrund. Bewegung ergibt sich aus dem normalen Spielen und Strampeln.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Entscheidung über die Nabelschnurblutuntersuchung kann emotional belastend sein. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Partner oder Ihrer Hebamme darüber zu sprechen.
Vorbeugung
Es geht nicht um Vorbeugung einer Krankheit, sondern um die Möglichkeit, das Nabelschnurblut für zukünftige Behandlungen zu nutzen. Eine Vorbeugung ist nicht nötig.
Impfungen
Nicht relevant.
Früherkennungsprogramme
Die Nabelschnurblutuntersuchung selbst ist ein Screening – sie prüft, ob das Blut für eine Einlagerung geeignet ist.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn bei der Untersuchung eine Erkrankung festgestellt wird, die unbehandelt bleibt, könnte dies langfristige gesundheitliche Folgen haben. Deshalb werden bei Auffälligkeiten zeitnah Maßnahmen eingeleitet.
Langzeitprognose
In den allermeisten Fällen ist das Nabelschnurblut gesund und kann für eine Einlagerung oder Spende verwendet werden. Sollte einmal ein Problem gefunden werden, steht eine moderne Medizin zur Verfügung, die Ihrem Kind helfen kann.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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