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Dexa scan
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Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Eine DXA-Untersuchung (auch DEXA-Scan oder Knochendichtemessung genannt) ist ein schmerzfreies Röntgenverfahren, mit dem die Festigkeit Ihrer Knochen gemessen wird. Der Test zeigt, ob Ihre Knochen dichter oder dĂŒnner sind als normal. Das hilft Ărzten, das Risiko fĂŒr KnochenbrĂŒche einzuschĂ€tzen und die Gesundheit Ihrer Knochen zu beurteilen.
Wichtige Fakten
Die DXA-Untersuchung ist schnell, schmerzfrei und verwendet sehr wenig Strahlung â etwa so viel wie ein Flug von Europa nach Nordamerika.
Sie misst die Knochendichte vor allem an der WirbelsĂ€ule und der HĂŒfte, weil dort BrĂŒche besonders hĂ€ufig sind.
Die Ergebnisse werden als T-Wert angegeben: Werte ĂŒber -1 sind normal, zwischen -1 und -2,5 zeigen eine beginnende Knochendichteminderung (Osteopenie), Werte unter -2,5 gelten als Osteoporose.
Ja, die DXA-Untersuchung wird in Deutschland hĂ€ufig durchgefĂŒhrt. Frauen ab 65 Jahren und MĂ€nner ab 70 Jahren haben einen Anspruch auf eine Knochendichtemessung als FrĂŒherkennungsleistung. Auch jĂŒngere Menschen mit Risikofaktoren können sie erhalten.
Fragen zu diesem Artikel
Die DXA-Untersuchung richtet sich vor allem an Menschen mit erhöhtem Risiko fĂŒr Osteoporose (Knochenschwund), z. B. Frauen nach den Wechseljahren, Menschen mit langer Kortisonbehandlung oder mit wiederholten KnochenbrĂŒchen ohne schweren Sturz. Aber auch Gesunde lassen sie zur Vorsorge durchfĂŒhren.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Ein Knochenbruch nach einem leichten Sturz oder ohne erkennbare Ursache, besonders am Oberschenkelhals oder an der WirbelsĂ€ule â dann sofort die 112 rufen.
Plötzliche, starke RĂŒckenschmerzen, die auf einen Wirbelbruch hindeuten â 112 anrufen.
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Wenn Sie bereits eine niedrige Knochendichte wissen und unerwartet starke Schmerzen oder BewegungseinschrĂ€nkungen haben, suchen Sie noch am selben Tag einen Arzt auf.
HĂ€ufige Symptome
Die DXA-Untersuchung selbst verursacht keine Symptome â sie ist ein Test. Die Erkrankung, die sie erkennt, nĂ€mlich niedrige Knochendichte, zeigt jahrelang oft keine Beschwerden. Erste Anzeichen können RĂŒckenschmerzen, GröĂenverlust oder plötzliche BrĂŒche nach leichtem Sturz sein.
Symptome bei Kindern
Bei Kindern wird eine DXA-Untersuchung nur selten und bei speziellen Erkrankungen durchgefĂŒhrt, z. B. bei bestimmten Stoffwechselstörungen oder langen Kortisonbehandlungen. Sie ist sicher und schmerzfrei, aber die Strahlenbelastung wird besonders streng abgewogen.
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Bei Ă€lteren Menschen ist die DXA-Untersuchung besonders wichtig, weil das Risiko fĂŒr Osteoporose mit dem Alter steigt. Oft wird sie empfohlen, wenn bereits ein Knochenbruch aufgetreten ist oder eine familiĂ€re Vorbelastung besteht.
Ursachen
Hauptursachen
Die DXA-Untersuchung ist ein Test, keine Erkrankung. Die Ursachen fĂŒr eine niedrige Knochendichte sind vielfĂ€ltig: natĂŒrlicher Alterungsprozess, Hormonmangel nach den Wechseljahren, genetische Veranlagung, lĂ€ngerer Mangel an Kalzium und Vitamin D, Bewegungsmangel, Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăiger Alkoholkonsum.
Risikofaktoren
Alter ĂŒber 50 Jahre
Weibliches Geschlecht (besonders nach den Wechseljahren)
Zustand nach frĂŒheren KnochenbrĂŒchen
Lange Einnahme von Kortison oder anderen knochenschÀdigenden Medikamenten
Untergewicht (Body-Mass-Index unter 20)
FamiliÀre Vorbelastung mit Osteoporose
Rauchen und starker Alkoholkonsum
Bestimmte Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Wenn Sie nach einem leichten Sturz oder sogar ohne Sturz einen Knochenbruch erleiden, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Bei plötzlich auftretenden RĂŒckenschmerzen, die auf einen Wirbelbruch hindeuten können.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Frauen ab 65 Jahren und MĂ€nner ab 70 Jahren können alle 2â3 Jahre eine DXA-Untersuchung im Rahmen der gesetzlichen Vorsorge durchfĂŒhren lassen.
Wenn Sie jĂŒnger sind und Risikofaktoren haben (z. B. langjĂ€hrige Kortisonbehandlung, familiĂ€re Osteoporose), sprechen Sie Ihren Hausarzt auf eine Knochendichtemessung an.
Nach einem Bruch in höherem Alter ist eine DXA-Untersuchung immer sinnvoll.
Eine DXA-Untersuchung ist ein Routineverfahren und kein Grund zur Sorge. Sie kann frĂŒhzeitig zeigen, ob Ihre Knochen gesund sind, und gibt Ihnen und Ihrem Arzt Sicherheit. Selbst wenn die Werte niedrig sind, gibt es heute gute Behandlungsmöglichkeiten.
Diagnose
Die Knochendichtemessung mittels DXA ist der Goldstandard zur Diagnose von Osteoporose. Sie wird ambulant in einer radiologischen Praxis oder Klinik durchgefĂŒhrt. Der Arzt beurteilt die Ergebnisse anhand des T-Werts und gleicht sie mit Ihrem persönlichen Risikoprofil ab. Eine Blutuntersuchung kann zusĂ€tzlich erfolgen, um andere Ursachen auszuschlieĂen.
Mögliche Untersuchungen
DXA-Knochendichtemessung (auch DEXA-Scan genannt)
Blutuntersuchung zur Bestimmung von Kalzium, Vitamin D und Nierenfunktion
Möglicherweise Röntgenaufnahmen der WirbelsĂ€ule bei Verdacht auf BrĂŒche
Fragebogen zu Risikofaktoren (z. B. mit dem FRAX-Algorithmus)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung dauert etwa 10â20 Minuten. Sie liegen auf einem weichen Tisch, bequem angezogen (keine Kleidung mit Metallteilen). Ein GerĂ€t fĂ€hrt langsam ĂŒber Ihren Körper, meist ĂŒber die HĂŒfte und die WirbelsĂ€ule. Sie mĂŒssen ruhig liegen und kurz die Luft anhalten. Es tut nicht weh â Sie spĂŒren nichts. Nach dem Scan können Sie sofort weitermachen wie gewohnt. Die Ergebnisse erhalten Sie in der Regel nach einigen Tagen vom Arzt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nicht nach der DXA-Untersuchung selbst, sondern nach dem gemessenen Befund. Bei normalen Werten ist keine Behandlung nötig. Bei beginnender Knochendichteminderung (Osteopenie) reicht oft eine Ănderung des Lebensstils. Bei Osteoporose (T-Wert unter -2,5 oder bereits BrĂŒche) kommen Medikamente und gezielte Ăbungen infrage. Die Behandlung wird immer individuell mit Ihrem Arzt abgestimmt.
Selbsthilfe zu Hause
Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium (Milchprodukte, grĂŒnes BlattgemĂŒse, Mineralwasser mit mindestens 400 mg Kalzium pro Liter).
Sorgen Sie fĂŒr genĂŒgend Vitamin D: tĂ€glich 20 Minuten Sonne auf Gesicht und Arme oder nach RĂŒcksprache mit dem Arzt ein Vitamin-D-PrĂ€parat einnehmen.
Bewegen Sie sich regelmĂ€Ăig: Gehen, Treppensteigen, Tanzen oder Krafttraining stĂ€rken die Knochen.
Vermeiden Sie StĂŒrze â etwa durch rutschfeste Schuhe, gute Beleuchtung und das Entfernen von Teppichen.
Verzichten Sie auf Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăigen Alkohol.
Medizinische Behandlungen
Wenn die Knochendichte stark vermindert ist oder bereits BrĂŒche aufgetreten sind, kann der Arzt verschiedene Medikamente verschreiben, die den Knochenabbau bremsen oder den Knochenaufbau fördern. Dazu gehören beispielsweise sogenannte Bisphosphonate, aber auch andere Wirkstoffgruppen. Eine Hormonersatztherapie kommt in EinzelfĂ€llen infrage. Die Behandlung dauert meist mehrere Jahre. Ihr Arzt wird regelmĂ€Ăig kontrollieren, ob die Therapie wirkt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Ein chirurgischer Eingriff ist selten nötig. Bei einem bereits eingetretenen Oberschenkelhalsbruch oder Wirbelbruch kann eine Operation notwendig sein, um den Knochen zu stabilisieren. Die DXA-Untersuchung selbst löst keine Operation aus.
Leben mit der Erkrankung
Wenn bei Ihnen eine niedrige Knochendichte festgestellt wurde, mĂŒssen Sie nicht stĂ€ndig daran denken. Mit den richtigen MaĂnahmen können Sie Ihren Alltag fast wie gewohnt fortsetzen. Wichtig ist, Situationen zu vermeiden, die zu StĂŒrzen fĂŒhren könnten. Gehen Sie aufmerksam, nutzen Sie Haltegriffe im Bad und tragen Sie festes Schuhwerk. Machen Sie sich keine Sorgen â die meisten Menschen mit Osteoporose leben lange ohne BrĂŒche.
Tipps fĂŒr den Alltag
TĂ€gliche Bewegung: 30 Minuten Gehen oder leichte Gymnastik.
Sturzprophylaxe: Stolperfallen zu Hause beseitigen (Kabel, Teppiche).
Ausgewogene ErnĂ€hrung mit genĂŒgend Kalzium und Vitamin D.
Nicht rauchen und Alkohol nur in MaĂen.
Gewicht kontrollieren â weder Untergewicht noch extremes Ăbergewicht sind förderlich.
ErnÀhrung und Bewegung
Eine knochenfreundliche ErnĂ€hrung enthĂ€lt viel Kalzium (z. B. KĂ€se, Joghurt, GrĂŒnkohl, Brokkoli, Mandeln) und Vitamin D (fetter Fisch, Eier, oder nach Ă€rztlicher Absprache ein Vitamin-D-PrĂ€parat). Bewegung ist entscheidend: Krafttraining (mit mĂ€Ăigen Gewichten), Ausdauersport wie Walken oder Radfahren und GleichgewichtsĂŒbungen wie Tai-Chi stĂ€rken die Knochen und verringern das Sturzrisiko.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer niedrigen Knochendichte kann Ăngste vor BrĂŒchen auslösen. Das ist verstĂ€ndlich, aber beachten Sie: Viele Menschen haben eine leichte Osteopenie und erleiden nie einen Bruch. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt ĂŒber Ihre Sorgen. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, gelassener zu bleiben. Bei anhaltenden Ăngsten suchen Sie auch psychologische UnterstĂŒtzung â fragen Sie Ihren Hausarzt nach passenden Angeboten.
Vorbeugung
Sie können viel dafĂŒr tun, dass Ihre Knochen gesund bleiben und eine DXA-Untersuchung spĂ€ter normale Werte zeigt. Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit Kalzium und Vitamin D, regelmĂ€Ăige Bewegung, Verzicht auf Rauchen und ein maĂvoller Alkoholkonsum sind die besten MaĂnahmen. Auch ein gesundes Körpergewicht schĂŒtzt die Knochen.
FrĂŒherkennungsprogramme
Die DXA-Untersuchung selbst ist ein Screening-Test. Die gesetzlichen Krankenkassen ĂŒbernehmen sie ab einem bestimmten Alter oder Risikoprofil. Fragen Sie Ihre Krankenkasse nach den genauen Voraussetzungen. Eine frĂŒhzeitige Erkennung von Knochenschwund kann rechtzeitige GegenmaĂnahmen ermöglichen.
Komplikationen
Unbehandelt
Unerkannte und unbehandelte Osteoporose fĂŒhrt hĂ€ufiger zu KnochenbrĂŒchen, besonders an WirbelsĂ€ule, HĂŒfte und Handgelenk.
WirbelbrĂŒche können chronische RĂŒckenschmerzen, einen RundrĂŒcken (âWitwenbuckelâ) und eine Verminderung der KörpergröĂe verursachen.
Ein Oberschenkelhalsbruch im Alter ist ein ernstes Ereignis, das oft einen langen Krankenhausaufenthalt und PflegebedĂŒrftigkeit nach sich zieht.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Mit einer rechtzeitigen Diagnose und den richtigen MaĂnahmen können Sie das Risiko fĂŒr BrĂŒche deutlich senken. Die moderne Medizin bietet wirksame Behandlungen, und viele Menschen mit Osteoporose fĂŒhren ein langes, aktives Leben ohne Bruch. Lassen Sie sich nicht entmutigen â bleiben Sie in Bewegung und achten Sie auf Ihre Knochengesundheit. Ihr Arzt steht Ihnen bei jedem Schritt zur Seite.
UnterstĂŒtzung finden
Lokale Organisationen
Dachverband der Osteoporose-Selbsthilfegruppen (DOV) · Deutschland
Bundesverband der Klinischen Radiologen e. V. · Deutschland
Hilfetelefone
Telefonische Gesundheitsberatung der Krankenkassen (z. B. AOK, Techniker Krankenkasse) â fragen Sie Ihre Krankenkasse nach der genauen Nummer.
Deutschland
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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