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Eine Mundkrebs-Früherkennungsuntersuchung ist eine einfache und schmerzlose Untersuchung, bei der Ihre Ärztin oder Ihr Arzt oder Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt Ihren Mund, Ihre Zunge, Ihr Zahnfleisch und Ihren Rachen auf Anzeichen von Mundkrebs oder dessen Vorstufen untersucht.
Wichtige Fakten
Mundkrebs ist insgesamt eher selten, aber die Zahl der Neuerkrankungen steigt leicht an. In Deutschland erkranken jährlich etwa 13.000 Menschen daran.
Häufiger betroffen sind Männer, Menschen über 40 Jahre sowie Personen, die rauchen, viel Alkohol trinken oder eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) haben.
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung von Mund, Rachen und Hals. Bei verdächtigen Stellen wird eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und unter dem Mikroskop untersucht.
Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei und dauert etwa 5 bis 10 Minuten. Bei einer Biopsie ist eine kurze örtliche Betäubung nötig. Danach kann die Stelle etwas empfindlich sein. Das Ergebnis der Gewebeuntersuchung liegt nach einigen Tagen vor.
Die Behandlung richtet sich nach der Größe, dem Ort und dem Stadium des Tumors sowie nach Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Ziel ist es, den Krebs vollständig zu entfernen und die Funktion von Mund, Zunge und Schlucken zu erhalten.
Mögliche Behandlungen sind Operationen zur Tumorentfernung, Strahlentherapie (Bestrahlung) und systemische Therapien wie Chemotherapie oder zielgerichtete Medikamente. Die genaue Kombination wird individuell festgelegt. Besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam, welche Optionen für Sie in Frage kommen.
Eine Operation ist oft die erste Wahl, vor allem bei frühen Stadien. Dabei wird der Tumor mit einem kleinen Sicherheitsabstand entfernt. In manchen Fällen müssen auch Lymphknoten am Hals ausgeräumt werden.
Nach der Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um Rückfälle früh zu erkennen. Viele Menschen fühlen sich durch die Therapie geschwächt. Nehmen Sie sich Zeit zur Erholung und scheuen Sie sich nicht, Hilfe im Alltag anzunehmen.
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt Ihr Immunsystem. Bei Schluckbeschwerden helfen pürierte Speisen und Smoothies. Leichte Bewegung, wie Spazierengehen, kann Müdigkeit entgegenwirken.
Eine Krebserkrankung belastet oft die Seele. Angst vor dem Fortschreiten, Traurigkeit oder Zukunftsängste sind normal. Suchen Sie sich vertraute Menschen zum Reden. Wenn die Gedanken sehr schwer werden, zögern Sie nicht, eine psychologische Beratungsstelle oder Ihren Hausarzt anzusprechen. Bei akuten Krisen ist der Rettungsdienst unter 112 rund um die Uhr für Sie da.
Mundkrebs lässt sich nicht immer vermeiden, aber Sie können Ihr Risiko deutlich senken: Verzichten Sie auf Tabakprodukte, trinken Sie nur wenig Alkohol, ernähren Sie sich gesund und lassen Sie Ihre Zähne regelmäßig untersuchen.
Die HPV-Impfung schützt vor bestimmten Virustypen, die Mund- und Rachenkrebs verursachen können. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob die Impfung für Sie empfohlen wird.
Ja, die Mundkrebs-Früherkennung ist Teil der zahnärztlichen Routineuntersuchung. Menschen mit erhöhtem Risiko sollten zusätzlich darauf achten und gegebenenfalls einmal jährlich eine gezielte Früherkennung durchführen lassen.
Wird Mundkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut – über 80 Prozent der Betroffenen können dauerhaft geheilt werden. Bei fortgeschrittener Erkrankung sind die Behandlungsmöglichkeiten heute ebenfalls viel besser als früher. Eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Behandlungsteam und die regelmäßige Nachsorge geben die beste Aussicht auf einen guten Verlauf.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
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Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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