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Die BauchspeicheldrĂŒse (Pankreas) produziert Enzyme, die Fette, EiweiĂe und Kohlenhydrate aus der Nahrung verdauen. Ein Pankreasfunktionstest misst, ob die BauchspeicheldrĂŒse genug dieser Verdauungsenzyme herstellt. Bei einer BauchspeicheldrĂŒseninsuffizienz (Pankreasinsuffizienz) arbeitet das Organ nicht richtig â es fehlen Enzyme, sodass Nahrung nicht ausreichend aufgespalten wird.
Wichtige Fakten
Eine Pankreasinsuffizienz kommt nicht sehr hĂ€ufig vor, betrifft aber schĂ€tzungsweise 5â10 von 100.000 Menschen pro Jahr. Bei bestimmten Erkrankungen wie Mukoviszidose oder chronischer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung ist sie deutlich hĂ€ufiger.
Sie kann Menschen jeden Alters betreffen. Besonders betroffen sind Erwachsene mit chronischer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung, Kinder mit Mukoviszidose und Menschen nach einer schweren akuten Pankreatitis.
Die Diagnose einer Pankreasinsuffizienz erfolgt durch eine Kombination aus Blutuntersuchungen, Stuhltests und bildgebenden Verfahren. Der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden, Ihrer ErnÀhrung und möglichen Risikofaktoren wie Alkoholkonsum.
Die Behandlung hĂ€ngt von der Ursache ab. Ziel ist es, die Verdauung zu verbessern und Beschwerden zu lindern. In den meisten FĂ€llen steht die Enzymersatztherapie im Vordergrund â das bedeutet, dass Sie zu den Mahlzeiten Verdauungsenzyme in Kapselform einnehmen. ZusĂ€tzlich können ErnĂ€hrungsumstellung und die Behandlung der Grunderkrankung helfen.
Die wichtigste medizinische Behandlung ist die Einnahme von Verdauungsenzymen (sogenannte Pankreasenzyme) vor oder zu jeder Mahlzeit. Die Dosis wird individuell angepasst. Je nach Ursache kommen auch Medikamente gegen BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung (z. B. zur Schmerzlinderung) oder Antibiotika bei Infektionen infrage. Die Grunderkrankung wie eine chronische Pankreatitis oder Mukoviszidose wird zusĂ€tzlich behandelt. Bei einem Verschluss des Gallengangs kann ein kleiner Eingriff (ERCP) nötig sein, um Steine zu entfernen oder einen Stent zu legen.
Mit einer Pankreasinsuffizienz kann man gut leben, wenn die Behandlung stimmt. Die tĂ€gliche Einnahme der Enzyme ist unkompliziert â Sie nehmen die Kapseln einfach zu den Mahlzeiten ein. Es kann einige Zeit dauern, bis die richtige Dosis gefunden ist. Sobald die Verdauung wieder funktioniert, lassen die Beschwerden meist nach.
Eine angepasste ErnĂ€hrung ist das A und O. Empfohlen werden fettarme Speisen, viel GemĂŒse und Vollkornprodukte. Da Fette mit Enzymen vertragen werden, sind auch fettreiche Mahlzeiten erlaubt â solange Sie die Enzyme dazu nehmen. Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten, nicht zum Essen, um die Verdauung zu entlasten. Leichte Bewegung wie Spazierengehen nach dem Essen kann helfen.
Eine Pankreasinsuffizienz lĂ€sst sich nicht immer verhindern, besonders wenn sie auf Erbkrankheiten oder einen Tumor zurĂŒckgeht. Aber Sie können Ihr Risiko senken: Vermeiden Sie ĂŒbermĂ€Ăigen Alkoholkonsum und Rauchen. Bei Gallensteinen ist eine frĂŒhzeitige Behandlung wichtig, um eine chronische Pankreatitis zu verhindern.
Es gibt keine Impfung gegen Pankreasinsuffizienz. Allerdings wird bei chronischer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung eine Impfung gegen Grippe und Pneumokokken empfohlen, da das Risiko fĂŒr Infektionen erhöht sein kann.
Ein allgemeines Screening auf Pankreasinsuffizienz gibt es nicht. Bei Risikogruppen (z. B. Menschen mit Mukoviszidose oder chronischer Pankreatitis) werden regelmĂ€Ăige Stuhltests durchgefĂŒhrt. Bei unklaren Verdauungsbeschwerden ist eine frĂŒhzeitige AbklĂ€rung ratsam.
Mit einer guten Behandlung â vor allem der Enzymersatztherapie â können die meisten Menschen mit einer Pankreasinsuffizienz ein normales Leben fĂŒhren. Die Beschwerden bessern sich oft deutlich, und die Lebenserwartung ist bei richtiger Therapie nicht eingeschrĂ€nkt. Wichtig ist, dass Sie die Behandlung konsequent durchfĂŒhren und regelmĂ€Ăig Ă€rztlich kontrollieren lassen. Bei schweren Grunderkrankungen wie BauchspeicheldrĂŒsenkrebs ist die Prognose anders â sprechen Sie dann offen mit Ihrem Arzt ĂŒber Ihre individuelle Situation.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Die meisten Tests sind nicht schmerzhaft. FĂŒr den Stuhltest geben Sie einfach eine kleine Probe zu Hause ab. Bei einer Magenspiegelung oder dem Sekretin-Test kann etwas Unwohlsein auftreten â Sie erhalten aber meist eine Beruhigungsspritze oder örtliche BetĂ€ubung. Ihr Arzt bespricht vorher genau, was auf Sie zukommt.
Eine Operation kommt nur selten in Frage, z. B. bei Tumoren, chronischen Schmerzen, die auf keine Behandlung ansprechen, oder wenn die BauchspeicheldrĂŒse stark geschĂ€digt ist. Ihr Arzt bespricht die Optionen mit Ihnen, falls nötig.
Eine chronische Erkrankung kann belastend sein â vor allem, wenn Symptome wie Durchfall oder Bauchschmerzen den Alltag einschrĂ€nken. Viele Betroffene fĂŒhlen sich unsicher oder haben Angst vor Verschlechterung. Es ist völlig normal, solche GefĂŒhle zu haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer psychologischen Beratungsstelle, wenn die Belastung zu groĂ wird.