Periodontal probing
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Die parodontale Sondierung ist eine Untersuchung, bei der Ihr Zahnarzt oder Ihre ZahnĂ€rztin mit einem dĂŒnnen, abgerundeten Instrument (der Sonde) die Tiefe der Zahnfleischtaschen misst. So wird festgestellt, ob sich das Zahnfleisch vom Zahn gelöst hat â ein Zeichen fĂŒr eine Zahnbetterkrankung (Parodontitis).
Wichtige Fakten
Ja, die parodontale Sondierung ist ein Standardverfahren bei jedem Zahnarztbesuch, wenn ein Verdacht auf Zahnbetterkrankungen besteht.
Sie wird bei Erwachsenen durchgefĂŒhrt, besonders bei Menschen mit Zahnfleischbluten, Mundgeruch oder lockeren ZĂ€hnen. Auch Raucher und Diabetiker haben ein höheres Risiko fĂŒr Parodontitis und werden daher hĂ€ufiger sondiert.
Die Diagnose erfolgt durch die parodontale Sondierung. Ihr Zahnarzt oder Ihre ZahnÀrztin misst an mehreren Stellen um jeden Zahn herum die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Dabei wird auch auf Zahnstein, Zahnfleischbluten und Eiter geachtet.
Die Sondierung dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Sie liegen im Behandlungsstuhl, der Zahnarzt fĂ€hrt vorsichtig mit der Sonde in den Zahnfleischspalt. Es kann etwas drĂŒcken, ist aber in der Regel nicht schmerzhaft. Nach der Untersuchung können Sie sofort wieder Ihren Alltag fortsetzen.
Wenn die Sondierung eine Parodontitis zeigt, wird eine Behandlung notwendig. Ziel ist es, die Bakterien zu entfernen und die EntzĂŒndung zu stoppen. Die Behandlung wird in Stufen durchgefĂŒhrt.
Der Zahnarzt kann eine professionelle Zahnreinigung durchfĂŒhren, bei der weiche und harte BelĂ€ge entfernt werden. Bei tieferen Taschen wird eine geschlossene KĂŒrettage (Zahnsteinentfernung unter dem Zahnfleisch) gemacht. Manchmal werden auch lokale Antibiotika (z. B. in Gelform) in die Taschen eingebracht. Ihr Zahnarzt wird mit Ihnen besprechen, welches Vorgehen fĂŒr Sie geeignet ist.
Wenn die Taschen sehr tief sind und die konservative Behandlung nicht ausreicht, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff (z. B. Lappenoperation) nötig sein, um die Zahnwurzel zu reinigen und den Knochen zu glÀtten. Ihr Zahnarzt wird die Optionen mit Ihnen besprechen.
Nach einer Parodontitisbehandlung ist eine gute hĂ€usliche Pflege entscheidend. Putzen Sie Ihre ZĂ€hne zweimal tĂ€glich und verwenden Sie Hilfsmittel wie Zahnseide. Gehen Sie regelmĂ€Ăig zur Nachsorge, damit der Erfolg kontrolliert wird.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten stĂ€rkt das Immunsystem. Calciumreiche Lebensmittel (Milch, Joghurt, KĂ€se) sind gut fĂŒr die ZĂ€hne. Bewegung fördert die Durchblutung und kann das Immunsystem unterstĂŒtzen.
Eine Parodontitis kann belasten, weil sie oft mit Scham (Mundgeruch) oder Angst vor Zahnverlust verbunden ist. Es ist wichtig, mit Ihrem Zahnarzt offen ĂŒber Ihre Sorgen zu sprechen. Viele Praxen bieten auch psychologische UnterstĂŒtzung an oder können eine Beratung empfehlen.
Ja, eine Parodontitis kann durch gute Mundhygiene und regelmĂ€Ăige Zahnarztbesuche meist verhindert werden. Auch das Vermeiden von Rauchen senkt das Risiko deutlich.
FĂŒr gesetzlich Versicherte wird in Deutschland ab einem bestimmten Alter eine Parodontitis-FrĂŒherkennung (Parodontaler Screening-Index, PSI) angeboten. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach Ihrem nĂ€chsten Termin.
Mit frĂŒhzeitiger Erkennung und Behandlung kann eine Parodontitis gut in den Griff bekommen werden. Die Prognose ist sehr gut, wenn Sie die empfohlenen MaĂnahmen umsetzen. Auch wenn bereits Knochen abgebaut ist, kann eine konsequente Behandlung den Verlauf stoppen und Ihre ZĂ€hne erhalten.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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