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Die pH-Messung (auch pH-Metrie genannt) ist ein Test, der misst, wie viel und wie oft MagensĂ€ure in Ihre Speiseröhre gelangt. Dabei wird ĂŒber 24 Stunden ein dĂŒnner Schlauch durch die Nase in die Speiseröhre gelegt. Der Schlauch ist mit einem kleinen Sensor verbunden, der den SĂ€uregehalt aufzeichnet. So können Ărzte feststellen, ob Sodbrennen oder andere Beschwerden von zu viel MagensĂ€ure kommen.
Wichtige Fakten
Ja, die Untersuchung wird bei Verdacht auf Reflux relativ hĂ€ufig durchgefĂŒhrt, besonders wenn andere Tests keine eindeutige Diagnose liefern.
Die pH-Messung wird bei Erwachsenen, aber auch gelegentlich bei Kindern durchgefĂŒhrt, wenn der Verdacht auf krankhaften Reflux besteht. Besonders oft betroffen sind Menschen mit anhaltendem Sodbrennen, saurem AufstoĂen oder unklaren Brustschmerzen.
Die Diagnose einer Refluxkrankheit beginnt meist mit einer Magenspiegelung (Endoskopie) und einem GesprĂ€ch ĂŒber Ihre Beschwerden. Wenn die Ergebnisse nicht eindeutig sind oder Sie trotz Behandlung weiterhin Symptome haben, empfiehlt der Arzt eine pH-Messung.
Bei der pH-Messung bekommen Sie einen sehr dĂŒnnen, flexiblen Schlauch durch ein Nasenloch in die Speiseröhre gelegt. Das ist etwas unangenehm, aber meist gut auszuhalten. Der Schlauch wird mit Pflaster an der Wange fixiert und mit einem kleinen AufzeichnungsgerĂ€t verbunden, das Sie am GĂŒrtel tragen können. Sie fĂŒhren dann ein Tagebuch ĂŒber Ihre Mahlzeiten, Schlafenszeiten und Beschwerden. Nach 24 Stunden wird der Schlauch wieder entfernt â das geht schnell und ohne Schmerzen.
Die Behandlung von Reflux zielt darauf ab, die MagensĂ€ure zu reduzieren und die Speiseröhre zu schĂŒtzen. Sie hĂ€ngt von den Ergebnissen der pH-Messung und anderen Untersuchungen ab. In vielen FĂ€llen helfen bereits Ănderungen der Lebensgewohnheiten.
WĂ€hrend der pH-Messung leben Sie weitgehend normal, sollten aber auf enge Kleidung verzichten und den Schlauch nicht nass werden lassen (nicht duschen, nur waschen). Nach der Messung entfernt der Arzt den Schlauch â danach können Sie sofort alles wie gewohnt tun.
Vermeiden Sie sehr fettige, sĂ€urehaltige oder scharfe Speisen. Bewegung ist gut, aber vermeiden Sie Ăbungen, die den Bauch stark belasten (z.âŻB. Bauchpresse). Leichte AktivitĂ€ten wie Spazierengehen sind ideal.
Anhaltende Refluxbeschwerden können belastend sein und den Schlaf stören. Scheuen Sie sich nicht, auch psychologische UnterstĂŒtzung zu suchen, wenn die Beschwerden Sie im Alltag einschrĂ€nken.
Einen gelegentlichen Reflux kann man nicht immer verhindern. Aber durch gesunde Lebensgewohnheiten (gesundes Gewicht, kleine Mahlzeiten, Verzicht auf Rauchen) lĂ€sst sich das Risiko fĂŒr eine behandlungsbedĂŒrftige Refluxkrankheit senken.
Eine routinemĂ€Ăige Screening-Untersuchung auf Reflux wird fĂŒr die Allgemeinbevölkerung nicht empfohlen. Wenn Sie aber regelmĂ€Ăig Symptome haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.
Die gute Nachricht: Bei den meisten Menschen mit Reflux lassen sich die Beschwerden durch Medikamente und LebensstilĂ€nderungen gut kontrollieren. Komplikationen wie eine Verengung oder Barrett-Speiseröhre sind selten und können bei rechtzeitiger Behandlung verhindert oder behandelt werden. Bleiben Sie mit Ihren Ărzten in Kontakt â dann haben Sie beste Chancen, dass der Reflux Sie kaum beeintrĂ€chtigt.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Bei Reflux kommen Medikamente zur Anwendung, die die SÀureproduktion im Magen verringern oder die MagensÀure neutralisieren. Dazu gehören sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI) oder Antazida. Die genaue Art und Dauer der Behandlung stimmen Sie mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Medikamente nicht ausreichen oder Sie diese nicht langfristig einnehmen möchten, kommt manchmal ein operativer Eingriff in Betracht (z.âŻB. Fundoplikatio). Dies wird gemeinsam mit einem Chirurgen besprochen.